Euro nach EZB-Sitzungsprotokoll kaum verändert

  • EZB-Mitglieder sind sich einig, dass eine Veränderung des geldpolitischen Kurses noch zu früh sei
  • Einige von ihnen zogen es vor, das Anleihekaufprogramm (QE) zu reduzieren
  • Euro weiterhin in der Nähe der 1,23-Marke, könnte aber immer noch dazu neigen, sich tiefer zu bewegen

XTB: Der Bericht vom Januar-Treffen brachte keine neuen Hinweise hinsichtlich der Geldpolitik oder der jüngsten Stärke der Gemeinschaftswährung. Infolgedessen machte der Euro einen kurzen Sprung nach oben, allerdings waren die Bullen nicht in der Lage die Gewinne zu halten. Folgende Aussagen sind zu berücksichtigen:

  • Geduld und Beharrlichkeit erforderlich aufgrund noch schwacher Inflation
  • Einige Mitglieder wollten das QE-Programm kürzen
  • Es herrschte breite Einigkeit darüber, dass der politische Kurs “weitgehend angemessen” sei
  • Die EZB könnte ihre Leitlinien Anfang 2018 im Rahmen ihrer regelmäßigen Überprüfung anpassen​​​​​
  • Sie stimmten darin überein, dass es zu früh sei, den Forward Guidance anzupassen

Wie Sie sehen können hat der EZB-Rat sich bereit erklärt die Kommunikation in Zukunft anzupassen. Gleichzeitig willigt er aber ein, dass eine Verbesserung der Wirtschaftstätigkeit zu wenig ist, um solch eine Änderung im Januar zu rechtfertigen.

Kommt die Wende in der EZB-Politik?
Dennoch könnte man vermuten, dass die EZB zusammen mit einer weiteren Erholung des Wachstums (trotz etwas enttäuschender Einkaufsmanagerindizes für Februar) eifrig sein wird, ihren geldpolitische Ausrichtung in den kommenden Monaten anzupassen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn berücksichtigt wird, dass ein Basiseffekt der sich negativ auf die Inflation auswirkt, ab dem Frühjahr wieder verschwinden soll. Steigende Ölpreise könnten die Gesamtinflation ebenfalls stützen.

Insgesamt scheint das Sitzungsprotokoll für den Euro neutral zu sein und bietet weder Aufwärts- noch Abwärtspotential. Daher könnte man erwarten, dass der anhaltende kurzlebige Pullback anhält, zumindest bis die US-Dollar-Bullen wieder an Kraft verlieren.

EUR/USD Chart 22.02.2018
Der Euro dürfte in naher Zukunft vor allem durch die USD-Stärke weiter ins Stolpern geraten. Technisch gesehen konnte das Währungspaar einen kritischen Widerstand bei 1,2350 nicht durchbrechen. Daher scheint eine erweiterte Korrektur in Richtung 1,2150 oder etwas darunter gerechtfertigt zu sein. Quelle: xStation 5

 

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