EUR/USD-Analyse: Chinas Druck ist zu spüren

Admiral Markets:

Die chinesische Achterbahn lässt die Gemeinschaftswährung nicht in Ruhe. Das Aufatmen der Aktienmärkte in der Volksrepublik wirkt sich mittelbar über den USD auf den EUR aus. Dem könnten Veröffentlichungen der größten EU-Wirtschaften entgegenwirken, doch bis einschließlich Freitag erhalten wir nur halbwegs interessante Daten. Ab nächster Woche wird es jedoch spannender: Die Verbraucherpreisindizes aus Frankreich und Italien sowie die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland dürften sich im EUR/USD-Kurs  widerspiegeln. Wir bleiben dran.

 

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

Chart

 

Rückblick:

Der EUR/USD bildete bereits am Mittwoch der letzten Woche sein Wochenhoch aus. Er rutschte bereits am Dienstag (01.09.2015) unter 1,1300 und war nicht in der Lage, diese Marke zurückzuerobern. Am Donnerstag kam es im Rahmen der EZB -PK zu einem scharfen Abverkauf. Dieser führte den EUR/USD unter die 1,1200. Stabilisieren konnte er sich erst bei 1,1086. Die Erholung war jedoch nicht dynamisch, sondern verlief in den folgenden Handelstagen nur zögerlich. Am Dienstag (08.09.2015) erfolgte dann im Rahmen der Frühbörse ein dynamischer Aufwärtsimpuls über die 1,1200. Die Bewegung wurde aber auch wieder abverkauft, sodass der EUR/USD erneut unter 1,1200 fiel. Übergeordnet ging es in den vergangenen Handelstagen seitwärts.

 

Das Hoch der letzten fünf Handelstage lag erneut unter dem des vorletzten Betrachtungszeitraums. Der EUR/USD schaffte es nicht, sich nachhaltig über die 1,1300 zu schieben. Somit bleibt ein diesbezügliches Delta von 258 Pips. Gegenüber dem Hoch bei 1,1713 hat der EUR/USD mittlerweile deutlich an Boden verloren. Das Tief des letzten Betrachtungszeitraums wurde bei 1,1086 und damit 70 Pips unter dem des vorletzten Betrachtungszeitraums markiert. Die Range war mit 208 Pips deutlich enger als in den Betrachtungszeiträumen davor.

 

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR/USD zunächst die 1,1350/60 anlaufen könnte. Dieses Minimalziel hat das Währungspaar nicht erreicht. Wir waren, was das Aufwärtspotenzial angeht, in unserem letzten Setup reserviert, hatten dem EUR aber die Bewegung über 1,1300 zugetraut. Diese Erwartung hat sich nicht eingestellt. Die Rücksetzer sollten zunächst bis 1,1156 laufen, um das Tief des vorletzten Betrachtungszeitraums zu bestätigen. Diese Bewegung hat sich eingestellt. Im Zuge dessen wurde diese Marke unterschritten und die 1,1100 angelaufen. Mit dem Unterschreiten dieser Marke wurde dann das Anlaufziel bei 1,1080 aktiviert. Der EUR/USD konnte sich bereits bei 1,1086 stabilisieren und zurücklaufen.

 

Wochenhoch*: 1,1294 Vorwoche 1,1552 Wochentief*: 1,1086 Vorwoche 1,1156 Wochen-Range*:208 Pips Vorwoche 396 Pips

Betrachtungszeitraum 02.09.2015 bis 08.09.2015

 

Wie könnte es weitergehen?

Euro-WS: 1,1211/44/79…1,1311/64/90…1,1408/20/55…1,1512/51/72/98…1,1622/68 Euro-US: 1,1168/15…1,1095/52/34/17…1,0966/34/15…1,0871/33…1,0785

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

 

Euro-Chart

Der Euro hat in den letzten zehn Handelstagen deutlich an Substanz verloren. Es gelang ihm nicht, eine nachhaltige Aufwärtsbewegung abzubilden, aus der abgeleitet werden könnte, dass er den Bereich bei 1,1600/1,1800 anläuft. Aktuell ist eher davon auszugehen, dass er erneut Kontakt zur 1,1000 sucht.

 

Der EUR/USD könnte in den nächsten fünf Handelstagen auf der Oberseite versuchen, zunächst die 1,1200 zu überwinden und erneut Kontakt zur 1,1255 zu suchen. Dieser Bereich war in den letzten Handelswochen immer ein wichtiger Fixpunkt. Im Rahmen einer Aufwärtsbewegung könnte die 1,1255 angelaufen, muss aber nicht notwendigerweise auch überschritten werden. Eventuell prallt der EUR/USD an dieser Marke zunächst ab. Sollte die Aufwärtsbewegung aber mit Dynamik und Momentum unterlegt sein, so könnte der EUR/USD auch in einem Zug bis in den Bereich 1,1295/1,1310 laufen. Bei einer besonders ausgeprägten Bewegung wäre auch mit dem Erreichen der 1,1325/35 zu rechnen. Hier könnte die Bewegung zunächst auslaufen. Es ist allerdings nicht ausgemacht, dass der EUR/USD es schafft, sich in den kommenden fünf Handelstagen nachhaltig über die 1,1350/60 zu schieben. Wir erwarten nicht, dass es innerhalb des Betrachtungszeitraums zu einem Anlaufen der 1,1400 kommt. Das Potenzial auf de r Oberseite ist in unseren Augen in den nächsten fünf Handelstagen beschränkt.

 

Die Rücksetzer können jederzeit die 1,1100 unterschreiten und die 1,1080 anlaufen. Sollten sich die Notierungen hier nicht stabilisieren, so wäre im Nachgang auch mit einem Erreichen der 1,1050/40 zu rechnen. Wird dieser Bereich unterschritten, so ist auch ein Unterschreiten, wenn auch nur kurzfristig, der 1,1000 nicht auszuschließen. Dies wäre insbesondere bei dynamischen Abwärtsimpulsen ein realistisches Szenario. Wir erwarten aber, dass es im Betrachtungszeitraum zu keinen nachhaltigen Notierungen unter 1,1000 kommt. Wir rechnen nicht damit, dass die WR wesentlich über 400 Pips liegen wird.

 

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

 

Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:

  • 11.09.2015 – US-Erzeugerpreisindex (Aug.)
  • 14.09.2015 – italienischer Verbraucherpreisindex (Aug.)
  • 15.09.2015 – französischer Verbraucherpreisindex (Aug.)
  • 15.09.2015 – deutsche ZEW-Konjunkturerwartungen (Sept.)


Von Jens Chrzanowski

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