EUR/USD – Neutral mit bärischem Einfluss

 

ActivTrades: Die US-Börsen blieben am Montag wegen des Feiertags „Presidents Day“ zu Ehren aller Präsidenten geschlossen. Bei einem sehr umsatzschwachen Handel hatte der Euro zunächst freundlich geschlossen, kam im asiatischen Geschäft allerdings spürbar unter Druck und unterschritt die auf kurze Sicht entscheidende Haltezone bei rund 1,0600.

Schuld daran ist das politische Umfeld in Frankreich, denn bessere Umfragewerte für die Chefin des Front National, Marine Le Pen, sorgen für Unsicherheit an den Märkten. Die Rechtspopulisten hatte einen EU-Austritt Frankreichs (Frexit) nach britischem Vorbild bereits Anfang Februar in ihrem Programm für den Präsidentschaftswahlkampf angekündigt. Dennoch gilt der unabhängige Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron für die Märkte immer noch als aussichtsreichster Kandidat bei der entscheidenden Wahlrunde im Mai.

Jedoch scheinen aktuell eher die Rentenmärkte im Fokus der Investoren zu stehen und nicht die Devisenmärkte. Gestern gerieten die französischen Anleihen massiv unter Druck. So forderten Investoren für französische Staatsanleihen wieder höhere Risikoaufschläge. Der Spread der französischen zehnjährigen Anleihe zur Bundesanleihe mit gleicher Laufzeit kletterte gestern zeitweise auf den höchsten Stand seit 2012.

Größere Bedeutung sollte hingegen der Rede des US-Präsidenten Donald Trump an diesem Donnerstag beigemessen werden. Es dürfte durchaus interessant werden, wie Trump den weiteren Kurs der US-Regierung skizziert und inwieweit er Stellung zu den „phänomenalen Steuersenkungen“ beziehen wird.

Für heute stehen dies- und jenseits des Atlantiks die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe sowie dem Dienstleistungssektor auf dem Terminplan, extreme Kursausschläge sind aber nicht zu erwarten, denn viele Marktteilnehmer werden möglicherweise vor der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Federal Reserve an diesem Mittwoch lieber an der Seitenlinie Platz nehmen.

Insgesamt steht der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar eine interessante Woche bevor. Innerhalb der Seitwärtsrange zwischen 1,0580 auf der Unter- und 1,0750 auf der Oberseite sind die Perspektiven für den EUR/USD neutral mit bärischem Bias einzustufen. Erst mit einem Rückgang unter 1,0580 ergibt sich eine Zielzone bei 1,0560. Stabilisiert sich der Kurs hingegen über dem Schnittpunkt der 50- und 200-Stunden-Linie bei rund 1,0625, wäre eine Erholung auf 1,0650 denkbar.

Malte Kaub

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