Frauen investieren erfolgreicher, bleiben aber beim Vermögen zurück
Bereits seit mehr als 100 Jahren ist der Internationale Frauentag am 8. März ein Tag, an dem auf die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. „Give to Gain“ („Geben, um zu gewinnen“) lautet das Motto des Tages 2026.
Ein weiterhin markantes Merkmal struktureller Ungleichheit ist die Vermögensverteilung zwischen Frauen und Männern. Laut einer Studie von Oxfam beträgt das Gender Wealth Gap bei Finanzanlagen 35 Prozent. Das heißt: Frauen verfügen bei Geldanlagen im Schnitt über rund ein Drittel weniger Vermögen als Männer. Berücksichtigt man alle Vermögensarten – also neben Finanzanlagen auch Immobilien und Betriebsvermögen – fällt die Lücke zwar geringer aus, ist mit 27 Prozent aber weiterhin deutlich.
Die Consorsbank hat zu diesen Fragen anonymisiert Depot-Daten ihrer rund 1,86 Mio. Kundinnen und Kunden für den Zeitraum 2021 bis 2025 ausgewertet. Die Untersuchung ist nicht bevölkerungsrepräsentativ, liefert aufgrund der großen Stichprobe jedoch einen belastbaren Einblick in das Anlageverhalten privater Investoren.
Altersstruktur: Junge Anlegerinnen holen deutlich auf
In den vergangen fünf Jahren ist der Anteil weiblicher Wertpapieranleger kontinuierlich gestiegen. Machten 2021 Wertpapierbesitzerinnen noch 26,4 Prozent der Kunden aus, belief sich der Anteil Ende 2025 auf 29,6 Prozent.
Der Zuwachs geht vor allem auf jüngere Altersgruppen zurück. So wuchs der Anteil der Anlegerinnen im Alter von 18 bis 25 Jahren im Betrachtungszeitraum um 8,5 Prozentpunkte auf 42,0 Prozent. In der Altersgruppe der 26- bis 35-Jährigen legte der Frauenanteil um 7,6 Prozentpunkte auf 37,1 Prozent zu.
Trotz dieser positiven Entwicklung stellen Männer in allen Altersgruppen aber weiterhin die deutliche Mehrheit.
Anteil an Wertpapierbesitzer:innen nach Altersklassen (in %)

Basis: Wertpapierdepots mit Bestand jeweils zum 31.12. des Jahres
Vermögen: Frauen liegen deutlich hinter Männern
Die Männer verbuchten im gleichen Zeitraum jedoch ein Plus von mehr als 41.400 Euro bzw. 61,3 Prozent. Die Vermögenslücke bleibt damit trotz wachsender Beteiligung am Kapitalmarkt erheblich.
Durchschnittliches Wertpapiervermögen (in EUR)

Basis: Wertpapierdepots mit Bestand jeweils zum 31.12. des Jahres
Diversifikation: Frauen legen breiter an
Ob und wie stark die Investments regional oder thematisch gestreut sind, wurde nicht im Detail untersucht. Die stärkere Gewichtung von ETFs und Fonds gegenüber Aktien lässt dies vermuten. Anleihen, Zertifikate und sonstige Wertpapiere spielen bei beiden Geschlechtern nur eine untergeordnete Rolle im Depot-Mix.
Auffällig ist der Bedeutungsgewinn von ETFs: Bei Frauen legte er von 2021 bis 2025 um 13,0 Prozentpunkte auf 35,9 Prozent zu, bei Männern um 9,5 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent. Relativ große Sprünge machten auch die Anteile von Anleihen und Zertifikaten, absolut bleibt ihre Rolle aber gering.
Depotzusammensetzung nach Wertpapierart (in %)

Basis: Wertpapierdepots mit Bestand jeweils zum 31.12. des Jahres
Beliebte Aktien: Bei Rheinmetall und Nvidia sind sich die Geschlechter einig
Mit Siemens, DroneShield, BYD, Münchener Rückversicherung, Apple und Covestro schaffen es bei den Frauen sechs Titel in die Top-20-Liste, die bei den Männern nicht vertreten sind.
Umgekehrt fanden die Frauen im Vergleich zu den Männern weniger Gefallen an Aktien von Commerzbank (Männer Platz 10), BASF (Männer Platz 15), Thyssenkrupp (Männer Platz 16), Newmont (Männer Platz 17), Strategy (Platz Männer 18) und Alphabet (Männer Platz 19).
Top 20 Aktien nach Kaufumsatz 2025

Hinweis: Die Rangliste stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar noch erlaubt sie Rückschlüsse auf zukünftige Kursentwicklungen
Sparpläne: Frauen setzen stärker auf ETFs
Wertpapiersparpläne sind bei Frauen beliebter als bei Männern. 46,7 Prozent der Frauen und 40,8 Prozent der Männer, die über ein Depot mit Bestand verfügten, legten 2025 regelmäßig Geld in ETFs, Aktien, Fonds oder Zertifikaten an bei der Consorsbank. Gegenüber 2021 wuchs der Anteil der Sparplannutzer bei den Frauen stärker als bei den Männern.
Anteil Sparplannutzer:innen an Depotbesitzer:innen (in %)

Basis: Anleger:innen mit mindestens einer Sparplanausführung im Jahr und Wertpapierdepots mit Bestand jeweils zum 31.12. des Jahres
Nach oben ging es auch mit den Sparsummen. Sowohl Frauen als auch Männer investierten 2025 gegenüber dem Jahr 2021 spürbar mehr Geld in Sparpläne. Mit durchschnittlich knapp 3.900 Euro legten Frauen übers gesamte Jahr aber deutlich weniger Geld per Sparplan an als Männer (rund 5.500 Euro).
Jährliche Sparsumme in Sparplänen (in EUR)

Basis: Anleger:innen mit mindestens einer Sparplanausführung im Jahr
Auffällig ist der Rückgang bei Fonds-Sparplänen in den zurückliegenden fünf Jahren, auch wenn sie hinter den ETFs immer noch das am zweitmeisten genutzte Sparplanprodukt im Bestand sind. Aktiensparpläne gewannen wie die ETFs an Bedeutung über die zurückliegenden fünf Jahre, konnten den Fonds-Sparpläne aber noch nicht den Rang ablaufen.
Anteil Wertpapiergattungen an Sparplänen (in %)

Basis: Anleger:innen mit mindestens einer Sparplanausführung im Jahr Hinweis: Die Abbildung stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kaufempfehlung dar
Performance: Frauen erzielen die bessere Rendite
Wer hatte das bessere Händchen beim Investieren in den zurückliegenden fünf Jahren (2021 bis 2025)? Mit einem knappen Vorsprung bei der Depot-Performance von 33,6 zu 31,4 Prozent haben die Frauen das bessere Ergebnis erzielt.
Zugrunde liegt hier eine vereinfachte Performance-Berechnung mit Vergleich der Depotsalden zu Anfang und zu Ende des Untersuchungszeitraums unter Herausrechnung von Zu- oder Abflüssen beispielsweise durch Wertpapierüberträge und unterjährigen Käufen und Verkäufen.
Dividendenzahlungen, sofern sie nicht gleich wiederangelegt wurden, finden ebenso wenig Berücksichtigung wie Gebühren. Insofern handelt es sich um Annäherungswerte, die nichtsdestotrotz einen belastbaren Vergleich erlauben.
Depot-Performance 2021 bis 2025 (in %)

Basis: Wertpapierdepots mit Bestand jeweils zum 31.12. des Jahres Hinweis: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Investitionen in Wertpapiere unterliegen Kurs- und Verlustrisiken.
Betrachtet man den Performance-Verlauf über die vergangenen fünf Jahre, zeigt sich, dass die jährlichen Werte für die Frauen- und Männer-Depots recht nah beieinanderliegen. Lediglich im Jahr 2022 ist ein größerer Abstand sichtbar. Seinerzeit schüttelte die Corona-Pandemie die Börsen gehörig durch.
Die Frauen waren möglicherweise resilienter aufgestellt in ihrem breiter gestreuten Depot-Mix und verbuchten ein um 2,5 Prozentpunkte geringeres Minus als die Männer. Dieser Vorsprung war vermutlich der Schlüssel, der sie über den gesamten Betrachtungszeitraum die bessere Perfomance erzielen ließ.
Jährliche Depot-Performance (in %)

Basis: Wertpapierdepots mit Bestand jeweils zum 31.12. des Jahres Hinweis: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Investitionen in Wertpapiere unterliegen Kurs- und Verlustrisiken.
Ermutigung für Frauen, in Wertpapiere zu investieren
„Ich würde mir wünschen, dass die Performance-Werte der Depots unserer Kundinnen noch mehr Frauen ermutigen, in die Geldanlage mit Wertpapieren einzusteigen“, sagt Svenja Weith, Head of Brokerage bei der Consorsbank.
„Der wachsende Anteil von vor allem jungen Frauen unter den Investoren zeigt, dass wir in der Gesellschaft auf dem richtigen Weg sind – aber noch lange nicht am Ziel. Der Abstand zu den Männern, was die Teilhabe am Kapitalmarkt angeht und die Vermögenswerte, ist immer noch zu groß. Finanzielle Selbstbestimmung sollte im Jahr 2026 eine Selbstverständlichkeit sein. Hierfür müssen sich aber auch Rahmenbedingungen ändern wie etwa die Unterschiede beim Arbeitseinkommen zwischen Männern und Frauen. Schließlich ist die Entscheidung, ob man zur Aktionärin oder zum Aktionär wird, maßgeblich an die persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse gekoppelt“, so Weith.
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Rechtliche Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der Produkte, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen, nicht unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Vermögenssituation und Ihrer Risikobereitschaft erstellt wurde. Sie beruht lediglich auf einer technischen Chartanalyse. Sie sind auf einen kurzfristigen Anlagehorizont von bis zu 30 Tagen ausgerichtet. Eine Fundamentalanalyse mit weiteren Angaben zu den Hintergründen des vorgestellten Wertpapieres sowie eine daraus resultierende Projektion der möglichen Entwicklung für die Zukunft erfolgt gerade nicht.
Bitte informieren Sie sich daher sorgfältig über das Produkt, bevor Sie eine Investmententscheidung treffen. Setzen Sie sich dabei insbesondere mit den mit dem Produkt verbundenen Chancen und Risiken auseinander; neben den finanziellen Aspekten kann dies z.B. auch steuerliche und rechtliche Aspekte betreffen. Bei Investitionen in Einzelwerte besteht immer auch das Risiko eines Totalverlusts. Die maßgeblichen Produktinformationen können Sie dem Verkaufsprospekt des jeweiligen Emittenten entnehmen, sowie den weiteren Informationen, die Sie auf unserer Webseite unter www.consorsbank.de abrufen können.
Neben den hier vorgestellten Produkten gibt es möglicherweise andere Produkte, die für Ihr gewünschtes Investment bzw. die von Ihnen verfolgten Zwecke besser geeignet sind. Die hier zur Verfügung gestellten Informationen enthalten daher auch nicht notwendigerweise die für Ihre Anlageentscheidungen erforderlichen oder wesentlichen Informationen.
Wir weisen abschließend darauf hin, dass es sich in dem Fall, in dem Sie Transaktionen in hier vorgestellten Werten ohne vorherige individuelle Beratung durchführen, um ein sogenanntes „beratungsfreies Geschäft“ handelt.
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