FXCM: Highflyer Britisches Pfund – Und das war nur der Anfang der Rally

FXCM: Highflyer Britisches Pfund – Und das war nur der Anfang der Rally
In dieser Woche gehörte das Britische Pfund zweifelsohne zu den Gewinnern am Devisenmarkt. Das „Cable“, wie das Währungspaar Pfund versus US-Dollar auch genannt wird, stieg auf den höchsten Stand seit drei Jahren und notierte heute sogar über der Marke von 1,6710 GBP/USD. Damit ist der Weg frei in noch höhere Regionen, da die wirtschaftlichen Rahmendaten in Vereinigten Königreich durchweg überzeugen können. Dies wiederum könnte die Notenbank dazu verleiten, doch schneller als bislang prognostiziert einen Kurswechsel in ihrer Geldpolitik einzuleiten. Die Fantasie erwächst für das Pfund gegenüber dem US-Dollar daraus, dass die Bank of England noch vor der US-Notenbank, vielleicht sogar noch im laufenden Jahr die Zinsen erhöhen könnte. Aktuell besteht für solch einen Schritt eine Wahrscheinlichkeit von 44 Prozent, schaut man sich die Zinskontrakte am Terminmarkt an.


Inflationsbericht der Notenbank schürt Zinserhöhungsfantasie
Das Britische Pfund zündete die erste Stufe der Rally am Mittwoch, als der vierteljährliche Inflationsbericht der Bank of England veröffentlicht wurde. Im Vergleich zu den letzten zwei Berichten deutet der aktuelle nun auf eine frühere restriktive Haltung der Notenbank hin. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs verzeichnete mit 1,9 Prozent in 2013 das stärkste Wachstum seit sechs Jahren. Die Entwicklung basierte primär auf steigenden Konsumausgaben. Die weichende Unsicherheit sowie Verbesserungen der Bedingungen für Kreditaufnahmen führten zu einer geringeren Sparquote. Auch der kurzfristige Ausblick ist robust. Ein zuversichtliches Geschäftsklima deutet auf einen Anstieg  der Unternehmensinvestitionen hin. Die Aufhellung der gesamtwirtschaftlichen Lage hat sich ebenfalls am Immobilienmarkt gezeigt. Bereits im Frühjahr soll nach der Prognose der Notenbank der relevante Schwellenwert einer Arbeitslosenquote von sieben Prozent erreicht werden, ab dem eine Anpassung des Zinses erwogen werden soll. Zuletzt schon lag die Quote nur noch knapp darüber bei 7,1 Prozent.


Inflation im Vereinten Königreich bei stabilen zwei Prozent erwartet
Die Inflation in Großbritannien lag im Dezember bei zwei Prozent und fiel damit um nahezu einen kompletten Prozentpunkt im Vergleich zum Juni 2013. Der Grund waren sinkende Ölpreise, die im Verlauf des vergangenen Jahres um sechs Prozent fielen, die Rohstoffpreise gingen insgesamt um zehn Prozent zurück. Eine weitere Aufwertung des britischen Pfunds sollte den möglichen Inflationsdruck durch Importe weiter senken können. Die Notenbank erwartet einen leichten Rückgang der Inflation auf 1,7 Prozent bis zum März dieses Jahres, anschließend sollte die Teuerungsrate wieder Richtung Zwei-Prozent-Marke anziehen. 


US-Konjunkturdaten enttäuschten ein weiteres Mal
Den nächsten Schub erhielt das Britische Pfund von den am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA. Während die Kennzahl der wöchentlichen Erstanträge den höchsten Anstieg im Jahr 2014 verzeichnete, warnt auch der gröbere 4-Wochendurchschnitt der Erstanträge vor einem nachlassenden Wachstum im Arbeitsmarkt. Spannend wird deshalb der Arbeitsmarktbericht für den Monat Februar. Denn nach zwei Monaten eines schwachen Jobzuwachses stellt sich dann heraus, ob tatsächlich das kalte Wetter oder aber ein stotternder Wirtschaftsmotor für die aktuelle Entwicklung verantwortlich ist. Eine weitere Enttäuschung waren die Einzelhandelsumsätze, die den stärksten Rückgang seit Juni 2012 verzeichneten. Im Januar fielen sie gegenüber dem Vormonat um 0,4%. Zeigt sich nun mehr und mehr, dass sich die konjunkturelle Erholung in den USA weiter verzögert, wird sich die US-Notenbank überlegen müssen, ob sie ihr Tempo der Drosselung der Anleihekäufe beibehält. Das würde den US-Dollar schwächen und dem Britischen Pfund weitere Flügel verleihen.


Anstieg über Drei-Jahres-Hoch setzt Aufwärtspotenzial für das Pfund frei
Das Britische Pfund hat allein in dieser Woche um fast fünf US-Cent gegenüber dem US-Dollar zugelegt. Sollte sich der Bruch des Drei-Jahres-Hochs als nachhaltig erweisen, werden sich die Investoren, die im Zuge des „Taperings“ der Federal Reserve auf einen stärkeren US-Dollar setzten, sich verstärkt von ihren Positionen trennen. Institutionelle Spekulanten wie Banken, Hedgefonds und Vermögensverwalter setzten laut des „Commitment of Traders“-Reports seit Ende vergangenen Jahres wieder mehrheitlich auf das Britische Pfund. In der vergangenen Woche reduzierten sie ihre Position jedoch um rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Die jüngste Rallye über 1,67 GBP/USD könnte dieses Kapital wieder anlocken. Die Aussicht auf eine restriktivere Haltung der Bank of England sowie robuste britische Konjunkturdaten eröffnen Chancen im „Cable“ bis 1,6870, danach folgt das Jahreshoch aus 2009 von 1,70 GBP/USD.

Von Niall Delventhal

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