Gasknappheit treibt Uniper in die Gewinnzone, DAX kaum bewegt

Die mit äußerst dünnem Streubesitz börslich und außerbörslich handelbaren Aktien von Uniper gehörten am Montag zu den Gewinnern – das Uniper-Wertpapier kletterte via Xetra um 1,92 Prozent auf 45,05 Euro. Der an der Terminbörse ICE (Intercontinental Exchange) gehandelte europäische Erdgasleitkontrakt „Dutch TTF Natural Gas Futures“ (September 2026) steigt auf immer neue Höhen und bewegt sich schnurstracks der Marke von 70 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Der deutsche Konzern Uniper und der norwegische Öl- und Gasförderer Equinor haben den Abschluss eines langfristig angelegten Erdgasliefervertrags bekanntgegeben, der sein Startdatum ab 2027 hat und 15 Jahre Laufzeit haben soll.

Equinor soll diesem Vertrag nach mehr als 30 Terrawattstunden (TWh) Erdgas nach Deutschland liefern.

Unterdessen blickt man an den Energiemärkten mit Sorge auf die Versorgungslage vor allem für Europa, denn die europäischen Gasspeicher fielen jüngst gemäß den Daten von „GIE“ (Gas Infrastructure Europe) auf einen gemeinsam errechneten Füllstand von 61,68 Prozent – in Deutschland gar auf 50,71 Prozent.

Eine günstigere Eindeckung mit Erdgas auf absehbare Zeit erscheint eher unrealistisch. Der deutsche Maschinenbau warnt bereits vor einer Gasmangellage im Winter.

Die Auswirkungen auf die Energiepreisentwicklung, dementsprechend auf die konjunkturelle Entwicklung und auch auf die Entwicklung der Inflation dürften die deutsche und auch die europäische Wirtschaft, die gerade erst wieder Fahrt aufgenommen hat wohl ausbremsen. Eine Zinserhöhung der EZB dürfte wohl einzupreisen sein, was ebenso die konjunkturelle Entwicklung und in erster Linie die Kreditvergabe schmälern dürfte.

Die europäischen Leitindizes in Amsterdam, London und Madrid konnten zum Wochenbeginn mit Zugewinnen glänzen, während der Mailänder FTSE MIB, der Pariser CAC40 und der Züricher SMI mit Abgeben schlossen. Auch der EuroStoxx50 verlor – es ging um 0,22 Prozent auf 6.447,98 Zähler abwärts.

An der Wall Street schlossen die führenden US-Indizes Nasdaq100 und S&P500 mit Verlusten, während sich der Dow Jones in der Gewinnzone halten konnte.

Der Nasdaq100 verlor mit einem Minus von 0,97 Prozent am stärksten und ging mit 29.023,18 Punkten aus dem Handel. Bekannte KI-Halbleiter-/Speicher-Werte sackten einmal mehr ab, darunter zum Beispiel SanDisk, Seagate Technology, Western Digital, aber auch Micron Technology, Marvell Technology, Intel und AMD. Auch die Schwergewichte Nvidia und Broadcom zogen den Technologieindex Nasdaq100 punktemäßig gen Süden.

Am Mittwoch stehen nach dem US-Börsenschluss die Quartalszahlen von Nvidia (QII/FY2027) zur Veröffentlichung an. Sollte Nvidia die Schätzungen verfehlen, dürfte es zu einem stärkeren Abverkauf an der Technologiebörse Nasdaq kommen.

Nasdaq 100 – Chart

 

Ausblick

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen am Dienstag mehrheitlich Kursgewinne auf.

Die US-Futures tendierten kurz vor der Eröffnung der europäischen Börsen durchweg zu Kursgewinnen.

 

 

 

DAX Chart 20260825

 

 

DAX: Kursziele und Marken

Der Xetra-DAX beendete den Montag, den 24. August 2026 mit einem leichten Kursverlust von 0,11 Prozent und 26.106,60 Punkten. Einen enormen Richtungswechsel gab es beim Xetra-DAX zum Wochenbeginn nicht. An der Analyse vom Rekordhoch des 12. August 2026 von 26.573,50 Punkten bis zum jüngsten Verlaufstief des 20. August 2026 von 25.914,11 Punkten wäre festzuhalten, um die Widerstände bei den Marken von 26.166/26.244/26.322/26.418 und 26.574 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 26.729/26.825 und 26.981 Punkten ableiten zu können.

Die Unterstützungen wären nach wie vor bei den Marken von 26.070 und 25.914 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 25.758/25.662/25.507 und 25.255 Punkten in Betracht zu ziehen.

Zuletzt handelte der DAX im Bereich um die 26.106,60 Punkte.

 

DAX – Chart

 

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