Gekko Global Markets: Börsen legen eine Pause ein
Gekko Global Markets: In Asien geht es heute früh an den meisten Börsen leicht abwärts. Schuld sind die schwachen Vorgaben aus den USA, wo nachbörslich Intel mit einem schwachen Ausblick enttäuscht hat. Die Aktie verliert rund fünf Prozent. Besser hat es das Kreditkartenunternehmen Amex gemacht, das im vierten Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppeln konnte. Erfreulich ist hingegen der erste IPO in China seit etwa einem Jahr. Der größte Ventilhersteller Chinas kletterte gleich um rund 30 Prozent nach oben. Auch an den Rohstoffmärkten war dagegen wenig los. Öl, Gold & Co. zeigen sich heute früh kaum verändert.
Insider geht von Bord
Aktien von TUI gelten eher als langweilig mit wenig Kursfantasie. Doch die Realität sieht anders aus. In den vergangenen drei Monaten rückten die Papiere um 38 Prozent vor, Platz eins im MDAX-Performance-Ranking vor Osram und Leoni. Auch wenn die Hochs aus 2008 mit 20 Euro oder sogar das Rekordhoch aus 1999 bei knapp 60 Euro noch sehr weit entfernt sind, nutzen Insider bereits den jüngsten Höhenflug zum Ausstieg. Unter den Top 5 Verkäufen in den vergangenen zwei Wochen dominiert die TUI-Aktie. Seit Jahresbeginn verkaufte der marokkanische Großaktionär, die Fipar-Holding, am Reisekonzern Anteile im Volumen von knapp 10 Mio. Euro. Anleger scheinen davon aber wenig beeindruckt, zumal erst kürzlich die Ratingagentur Moody's das Rating des Konzerns hochstufte. Gute Nachrichten somit für die Finanzkasse. Schlecht dürfte die Stimmung aber bei den Mitarbeitern des Ferienfliegers Tuifly sein. Bei Deutschlands viertgrößter Fluggesellschaft sollen 65 Mio. Euro eingespart werden. Stellenabbau und Gehaltseinbußen nicht ausgeschlossen.
Urlaub bei Mercedes
Apropos Reisen, manche Aktionäre von Daimler dürfte wohl die jüngste Meldung aus Stuttgart ziemlich überrascht haben. Der Autobauer steigt in das Geschäft mit internationalen Reisen ein, vorerst aber nur für Interessenten aus China. Ziele sollen unter anderem die Mercedes-Benz Fashion Week und das Mercedes-Benz-Museum sein. Die Absicht wird somit klar: Mit der neuen Reisemarke sollen vor allem eigene Produkte vorgeführt werden. Kein Wunder, denn China wird immer wichtiger für die heimischen Branchengrößen. In Europa hellt sich die Stimmung hingegen erst allmählich auf. Zwar kletterten im Dezember nach Angaben den Branchenverbandes Acea die Neuzulassungen auf dem europäischen Automarkt den vierten Monat in Folge. Dennoch fällt die Jahresbilanz miserabel aus. Nach dem bereits schwachen Vorjahr sanken die Verkäufe um 1,7 Prozent.
Was heute noch wichtig wird
Vor Börseneröffnung in den USA legt General Electric seine Quartalszahlen vor. Analysten gehen von Umsätzen von 40,2 Mrd. Dollar aus. Das wäre ein Plus von 2,3 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll von 0,44 Dollar auf 0,53 Dollar klettern. Um 14.30 Uhr werden die Neubaubeginne und Baugenehmigungen für die USA veröffentlicht. Im November waren die Neubaubeginne um 22,7 Prozent gegenüber dem Vormonat auf eine Jahresrate von 1,09 Mio. hochgeschossen. Das war der stärkste Zuwachs seit Januar 1990. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese sehr robusten Daten kräftig nach unten revidiert werden. Für Dezember prognostizieren Volkswirte eine Jahresrate von einer Mio. Einheiten. Die Baugenehmigungen waren im November um 2,1 Prozent auf 1,02 Mio. Einheiten gesunken. Im Dezember sollen sie auf 1,01 Mio. zurückgegangen sein. Die Daten zur US-Industrieproduktion folgen um 15.15 Uhr. Im November war sie um kräftige 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Für Dezember wird ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Um 15.55 Uhr wird das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan veröffentlicht. Im Dezember war es auf 82,5 Punkte geklettert. Die steigenden Preise am Häuser- und Aktienmarkt sowie die Erholung am Arbeitsmarkt sorgen für eine bessere Stimmung bei den Konsumenten. Im Januar soll der Index auf 83,5 Punkte zulegen.
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