Gekko Global Markets: Kleiner Schock zum Wochenschluss
Gekko Global Markets: Die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen für Dezember lassen wirklich aufhorchen. Im vergangenen Monate wurden nur 74.000 neue Stellen geschaffen, der Markt hatte einen Zuwachs von 193.000 erwartet. Zugleich rauschte die Arbeitslosenquote auf 6,7 Prozent und liegt somit klar unter der Prognose von 7 Prozent. Der DAX fällt in einer ersten Reaktion um mehr als 100 Punkte, während der Euro profitiert. Noch deutlich reagiert Gold und springt um 12 Dollar an. Die Lage beim Edelmetall bleibt aber angespannt. Nachdem im Dezember das 2013er-Jahrestief im Bereich um 1200 Dollar noch einmal bestätigt wurde, legte Gold bisher einen guten Jahresauftakt hin. Mehr aber auch nicht, alle Trends weisen nach wie vor abwärts. Kein Wunder, denn Gold verzeichnete 2013 den größten Verlust seit 1981. Dennoch macht ein Blick in den Rückspiegel Mut. 1982 kam es zu einer Gegenbewegung von rund 15 Prozent. Im neuen Jahr dürften ähnliche Gewinne aber nur möglich sein, wenn die Abflüsse aus den Gold-ETFs versiegen. Bisher ist dies nur ein frommer Wunsch, auch gestern sanken die Bestände um weitere drei Tonnen.
Airlines heben ab
So mancher Anleger wird sich heute beim Blick auf den DAX verwundert die Augen reiben. Lufthansa-Aktien stehen mit Aufschlägen von acht Prozent mit Abstand an erster Stelle. Die gleiche Performance lieferte die Aktie im Gesamtjahr 2013 ab. Für Kauflaune sorgt eine neue Unternehmenspräsentation. Trotz der Sonderaufwendungen für das laufende Sparprogramm will die Airline 2013 einen operativen Gewinn von 600 bis 700 Mio. Euro erreichen, bis 2015 wurde die Messlatte auf 2,3 Mrd. Euro gelegt. Zugleich dürften dem Konzern im laufenden Jahr fallende Treibstoffkosten in die Karten spielen und so den negativen Effekt aus den sinkenden Ticketpreisen auffangen. Am Mittag lieferte die Lufthansa zudem gute Passagierzahlen für Dezember ab. Die Credit Suisse passte ihr Kursziel von 17,15 Euro auf 19,50 Euro an. Auch in den USA befindet sich der Sektor im Aufwind. Gute Verkehrszahlen beflügelten am Donnerstag die Kurse von United Continental und American Airlines um mehr als sechs Prozent.
Neue Fantasie bei Metro
Deutliche Kursaufschläge gibt es zum Wochenschluss aber auch in der zweiten Reihe. Angeführt auch von kräftigen Gewinnen bei Metro steigt der MDAX auf ein frisches Rekordhoch. Metro-Großaktionär Haniel forciert angeblich eine Zerschlagung des Handelskonzerns, wie der Platow-Brief berichtet. Haniel-Chef Gemkow strebt entweder einen Verkauf oder Börsengang der Töchter Real, Kaufhof und Media-Saturn an. Inzwischen dementierte Haniel den Bericht, die Fantasie einer möglichen Zerschlagung bleibt aber. Zudem meldet der Konzern am Montag vor Handelsbeginn die vorläufigen Umsatzzahlen für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Hier spekulieren offenbar einige Anleger erneut auf gute Nachrichten. Im TecDAX heben unterdessen SMA Solar prozentual zweistellig ab und holen so den herben Rücksetzer Anfang Dezember wieder auf. Die Deutsche Bank stufte die Aktie von "Hold" auf "Buy" und siedelt das Kursziel bei 31 Euro an.
Bestwerte in Stuttgart und Wolfsburg
Rein optisch gesehen ist die VW-Aktie mit gut 200 Euro derzeit die teuerste Aktie im DAX. Handfestere Daten zur Beurteilung lieferten die Wolfsburger kurz vor dem Wochenschluss ab. Mit der Neuauflage des Golfs erzielte der Konzern einen Volltreffer, im vergangenen Jahr wurden weltweit 5,9 Millionen Fahrzeuge mit dem VW-Logo ausgeliefert. Rund 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. Besonders erfreulich: Auf dem wichtigen Markt in China fiel das Plus mit knapp 16 Prozent besonders deutlich aus und federt zugleich die rückläufige Entwicklung in Europa und den USA ab. Auch aus Stuttgart waren heute ähnliche Nachrichten zu vernehmen. Daimler setzte 2013 knapp 1,6 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und Smart ab. Ebenfalls ein Verkaufsrekord, dennoch blieb man leicht hinter Konkurrent Audi. Vor allem auf dem weltgrößten Automarkt in China wartet auf Daimler noch viel Arbeit. BMW als größter Premium-Anbieter hat seine Zahlen noch nicht veröffentlicht. An der Börse führt heute VW mit deutlichem Abstand vor Daimler, die rote Laterne geht an BMW.
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