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Gold wird weiter konsolidieren

Der Goldkurs setzt auch in dieser Woche seinen kurzfristigen Abwärtstrend
fort, nachdem er an der oberen Begrenzung der bullischen Flagge abgeprallt
ist. Damit hat der Goldpreis ein weiteres tieferes Hoch ausgebildet. Wie so
immer, reagiert der Goldpreis auf die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines
baldigen Zinsanstieges in den USA und damit auch auf den stärker werdenden
US-Dollar.

FED Rosengren hat Angst
Rosengren, ein FED-Mitglied, das auch dazu berechtigt ist über den nächsten
Zinsanstieg abzustimmen, hatte am vergangenen Freitag seine Sorge zur
Überhitzung der US-Wirtschaft bekundet. Sollte man nicht bald straffen, kann
es dazu kommen, dass sich die zyklische Erholung, in der sich die globale
Wirtschaft seit der Krise befindet, verlangsamt. Obwohl Rosengren sich für
keinen bestimmten Zeitpunkt ausgesprochen hatte, stieg die
Wahrscheinlichkeit für einen Zinsanstieg im Dezember, gemessen an den FED
Funds Futures, um 20 %.

US-Dollar Index erholt sich nach Absturz
Nachdem also negative US-Arbeitsmarkt- und ISM-Daten den US-Dollar zunächst
auf die Bretter geschickt hatten, korrigierte dieser die Abwärtsbewegung
nach den Aussagen von Rosengren um mehr als 50 %. Aktuell notiert der Index
etwas oberhalb von 95.20 Punkten und signalisiert damit auch indirekt die
Unsicherheit der Anleger hinsichtlich des nächsten Zinsschrittes. Erst Kurse
oberhalb von 96 oder unterhalb von 94 Punkten, sollten hier eindeutigere
Tendenzen signalisieren.

Anleihekurse stürzen ab
Renditen steigen querbeet nachdem zum einen die EZB Zurückhaltung
hinsichtlich neuer Maßnahmen bewies, sowie die Wahrscheinlichkeit für den
Zinsanstieg in den USA zugenommen hat. Steigende Zinsen sind jedoch
generell, kurzfristig betrachtet, negativ für den Goldpreis. Anleihekurse
geben demzufolge nach. Es ist daher wahrscheinlich, dass, sofern die
Wahrscheinlichkeit für steigende Zinsen erhöht ist, auch der Goldpreis
konsolidierend voranschreitet.

Prognose
Erkennbar ist im Goldpreis eine Art bullische Flagge, an deren oberer
Begrenzung der Goldpreis abgeprallt ist. Diese Trendlinie verläuft aktuell
bei 1.350 US-Dollar je Feinunze. Sofern der Goldpreis also nicht
darübersteigt, dürfte man annehmen, dass sich dieser in einer Konsolidierung
befindet. Die untere Begrenzung, die dabei im Auge behalten werden sollte,
befindet sich 1.285 US-Dollar je Feinunze. Zuvor verläuft allerdings auch
die technisch relevante Preiszone bei 1.300 US-Dollar je Feinunze.

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