Goldpreis hängt am US-Arbeitsmarkt

Der Goldpreis  konnte sich dem Einfluß des wieder schwächer werdenden US-Dollars nicht entziehen. Der US-Dollar Index fiel in Folge der mehr als nur unter den Erwartungen ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten auf 94 Pkt. zurück. Zuvor wurde die wichtige Zone bei 96 Pkt. erreicht. Diese Zone stellt deshalb eine wichtige dar, weil bei dessen Durchbruch nach oben, der seit Beginn des Jahres bestehende Abwärtstrend überwunden werden könnte. Mit dem Zurückfallen auf 94 Pkt. ist der Durchbruch auf Sicht der nächsten Tage aber nun passè.

US-Arbeitsmarkt schwach – Gold stark
Der Goldpreis korreliert mit dem US-Dollar Index die meiste Zeit über. Heisst, steigt der Index an, so fällt der Goldpreis, es sei denn es sind andere Unsicherheitsfaktoren vorhanden. So ist es nicht verwunderlich, dass der Goldpreis ebenso stark gestiegen ist, wie der US-Dollar Index gefallen, als die schlechten Arbeitsmarktdaten enttäuschten. Ob der Goldpreis allerdings nun wieder seinen seit Beginn des Jahres bestehenden Aufwärtstrend fortsetzt, ist noch nicht ganz klar.

Es muss sich zunächst herausstellen, ob es sich bei der Reaktion um eine übertriebene handelt oder eine berechtigte. Und das wird sich wohl oder übel erst dann wirklich zeigen, wenn die nächsten Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden oder andere Konjunkturdaten darauf hindeute. Besonders zu beachten sind unter diesem Aspekt die am Montagabend anstehende Rede von FED-Chefin Jennet Yellen sowie der JOLTS-Report.

Steigt also jetzt der Goldpreis?
Manchmal stellen solche Ereignisse Impulse für das Vollenden einer bereits gestarteten Bewegung im Trend dar. Solch ein Ereignis kann auch bewirken, dass die gestartete Erholung schneller vollendet ist als wäre sie es ohne diesen Impuls. Solch ein Muster könnte sich bei Gold zeigen. Mit der starken Aufwertung erreicht der Goldpreis das Ausbruchsniveau der bullischen Flagge. In der Regel sollte sich ab hier eine gegenläufige Bewegung ereignen. Das ist im Rahmen des Retest eines Ausbruchsniveaus normal.

Zeichnet sich weiterhin ab, dass es sich bei der Reaktion um eine übertriebene handelt, weil entweder Jennet Yellen in ihrer Rede weiterhin an ihrem geldpolitischen Kurs festhält, so könnte sich der US-Dollar ebenfalls wieder erholen und der Goldpreis fallen. Ob es sich auf Sicht von mehreren Wochen so verhält, kann man aber in Anbetracht der aktuellen Lage nicht beurteilen. Eher ist aufgrund der nicht ganz eindeutigen Lage mit einer seitwärtsartigen Fluktuation zu rechnen.

Fazit: Amerikanische Zahlen diktieren generell den Goldpreis
Beim Goldpreis hängt daher weiterhin vieles an den US-Konjunkturdaten und damit auch der Geldpolitik, ergo dem Euro-US-Dollar Kurs . Zwar hat der japanische Yen auch ein Wörtchen mit zu reden. Das aber wohl nur dann, wenn das Währungspaar USDJPY deutlich unter 105 Japanischen Yen je US-Dollar fällt. Bis dahin behält der schwache US-Dollar den stärksten Einfluss auf den Goldpreis.

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