Handelsvolumen im November rückläufig

Erstmals Produktuniversum mit mehr als 400.000 Zertifikaten

Im November verzeichneten die Börsen in Stuttgart und in Frankfurt bei Anlagezertifikaten und Hebelprodukten Umsätze von 4,32 Mrd. Euro. Sie lagen damit um 10,3 Prozent unter dem Stand des Vormonats. Die durchschnittliche Ordergröße betrug 8.528 Euro. Die Zahl der Kundenaufträge sank um 9,1 Prozent auf 507.122 Orders.

Die börslichen Umsätze der Anlagezertifikate reduzierten sich im Vergleich zum Vormonat um 9,6 Prozent auf 2,28 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Ordergröße lag bei 20.932 Euro.

Auch bei den Hebelprodukten gingen die Umsätze zurück. Das Handelsvolumen der Optionsscheine und Knock-out-Produkte verringert

sich im November um 11,0 Prozent auf rund 2,05 Mrd. Euro. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Ordergröße um 24,7 Prozent auf 5.136 Euro.

Die Zertifikate-Indizes entwickelten sich im November durchweg schlechter als der Aktienmarkt. Allein der Garantie-Index kam auf ein Plus von 0,2 Prozent, lag damit aber immer noch deutlich hinter dem Euro STOXX 50, der sich um 1,2 Prozent verbesserte. Dagegen kam der Outperformance-Index auf ein Minus von 4,2 Prozent, gefolgt vom Bonus-Index der sich um 1,8 Prozent verschlechterte. Sowohl der Discount-Index als auch der Aktienanleihen-Index verloren im November 0,1 Prozent.

An der Börse Stuttgart sank das Handelsvolumen um 9,8 Prozent auf 2,90 Mrd. Euro. Die Zahl der ausgeführten Kundenorders fiel um 9,3 Prozent auf 299.704. Der Marktanteil lag bei 67,0 Prozent. An der Börse Frankfurt verringerte sich der Umsatz in Zertifikaten und Hebelprodukten um 11,2 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro. Die Orderzahl belief sich auf 207.418. Der Marktanteil betrug hier 33,0 Prozent.

Die Emissionshäuser ließen im November 37.051 Produkte an den Börsen listen. Aufgrund der geringen Zahl ausgelaufener oder ausgeknockter

Produkte stieg das Produktangebot an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart erstmalig auf insgesamt 400.188 Papiere.

Auch im November standen Discount-Zertifikate im Fokus des Anlegerinteresses. Trotz eines leichten Rückgangs des Handelsvolumens um 4,9 Prozent auf 850 Mill. Euro konnte die Produktgruppe ihren Marktanteil um 2,4 Prozentpunkte auf 40,0 Prozent steigern. Die Orderzahl sank im Monatsvergleich um 8,1 Prozent auf 23.305 Orders. Die durchschnittliche Ordergröße nahm um 3,5 Prozent auf 36.454 Euro zu.

Bonus-Zertifikate mussten einen starken Umsatzrückgang von 13,8 Prozent auf 474 Mill. Euro hinnehmen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Marktanteil von 23,2 Prozent auf 22,3 Prozent. Die Zahl der Orders lag mit 20.960 im November um 16,7 Prozent niedriger als noch im Oktober. Die durchschnittliche Ordergröße wuchs um 3,5 Prozent auf 22.600 Euro.

Das Interesse an Index- bzw. Partizipations-Zertifikaten ließ im November stark nach. Das Handelsvolumen ging um 18,2 Prozent auf rund 376 Mill. Euro zurück. Der Marktanteil verringerte sich um 1,6 Prozent auf 17,7 Prozent. Das durchschnittliche Volumen der Kundenorders lag bei 14.850. Die Zahl der Kundenorders fiel um 21,5 Prozent auf 25.331 Orders.

Das Handelsvolumen bei den Produkten mit komplettem Kapitalschutz reduzierte sich im November nur leicht von 159 Mill. Euro auf 157 Mill. Euro. Die Zahl der Kundenorders sank gegenüber dem Oktober um 6,6 Prozent auf 9.890 Orders. Jedoch blieb ihr Marktanteil stabil und konnte sogar leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent zulegen. Die durchschnittliche Ordergröße belief sich auf 15.848 Euro.

Der Handel bei den Express-Zertifikaten beruhigte sich im November deutlich. Das Handelsvolumen ging um 8,8 Prozent auf 127 Mill. Euro zurück. Ihr Marktanteil veränderte sich kaum und lag bei 6,0 Prozent. Das durchschnittliche Volumen der Kundenorders betrug 14.231 Euro.

Das Handelsvolumen der Anlagezertifikate lag im November insgesamt bei 2,12 Mrd. Euro nach 2,37 Mrd. Euro im Oktober.

Als Basiswert dominierten trotz einer leichten Abschwächung nach wie vor Indizes. Der Umsatz bei den Indexprodukten betrug 1,10 Mrd. Euro und lag damit um 13,1 Prozent niedriger als im Oktober. Der Marktanteil ging um 1,5 Prozentpunkte auf 51,9 Prozent zurück.

Auch der Umsatz der Anlageprodukte mit Aktien als Basiswert ging im November zurück. Das Handelsvolumen sank um 5,9 Prozent auf 729 Mill. Euro. Der Anteil am Gesamtumsatz blieb jedoch stabil und lag bei 34,3 Prozent.

Auch die Rohstoff-Zertifikate konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Der Umsatz lag mit 182 Mill. Euro um 8,3 Prozent niedriger als noch im Oktober. Die Rohstoffprodukte kamen damit auf einen Marktanteil von 8,6 Prozent.

Bei den Optionsscheinen gingen die Umsätze nach dem regen Handel im Vormonat im November wieder zurück. Das Handelsvolumen sank um 10,9 Prozent auf 645 Mill. Euro. Die durchschnittliche Ordergröße betrug 5.357 Euro.

Das Handelsvolumen der Optionsscheine mit Indizes als Basiswert fiel von 388 Mill. Euro im Oktober auf 364 Mill. Euro. Der Marktanteil nahm jedoch um 2,9 Prozentpunkte auf 56,5 Prozent zu. Der Umsatz bei den Aktienoptionsscheinen sank um 19,2 Prozent auf 194 Mill. Euro, wodurch sich ihr Marktanteil um 3,1 Prozentpunkte auf 30,1 Prozent verringerte.

Auch der Handel bei den Knock-out-Produkten beruhigte sich im November. Nach einem Umsatz von 1,53 Mrd. Euro im Oktober verzeichneten die Börsen in Stuttgart und Frankfurt im November ein Volumen von 1,36 Mrd. Euro. Die Zahl der Kundenorders fiel um 5,9 Prozent auf 272.884 Orders. Die durchschnittliche Ordergröße erreichte ein Volumen von 5.001 Euro.

Das Umsatzvolumen bei den Indexprodukten verringerte sich im November um 15,6 Prozent auf 895 Mill. Euro, der Marktanteil sank um 3,5 Prozentpunkte auf 65,6 Prozent.

Das Handelsvolumen bei den Aktienprodukten fiel um 17,7 Prozent auf 168 Mill. Euro. Der Marktanteil betrug 12,3 Prozent.

Dagegen nahm das Interesse der Anleger an Rohstoffprodukten im November zu. Das Handelsvolumen bei den Knock-out-Produkten auf Rohstoffe wuchs um 11,2 Prozent auf 224 Mill. Euro. Der Marktanteil nahm parallel um 3,3 Prozentpunkte auf 16,4 Prozent zu.

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