Marktausblick: Die Profiteure der US-Zinssenkungen – Gold, Silber oder Platin sind offensichtliche Gewinner einer expansiven Geldpolitik

XTB: Am heutigen Mittwoch wird der am meisten erwartete Zinsentscheid getroffen. Die Märkte gehen davon aus, dass die Fed zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt die Zinsen senkt. Was ist von der Fed noch zu erwarten? Auf welche Märkte sollte man sich konzentrieren? Diese Analyse liefert einige Antworten:

ZINSENTSCHEID: ZINSKÜRZUNG UND DANN?
Die Fed wird am Mittwoch um 20:00 Uhr ihren Zinsentscheid bekannt geben, begleitet von einer Erklärung sowie einer anschließenden Pressekonferenz (20:30 Uhr). Die Anleger sind sich einer Zinssenkung von 25 Basispunkten so gut wie sicher. Die Chancen für eine größere Kürzung (50 Basispunkte) sind angesichts einiger anständiger US-Daten (NFP und BIP) marginal, während keine Senkung des Zinsniveaus auf starke Enttäuschung stoßen würde – etwas, das die Fed vermeiden will.

Da die Kürzung erwartet wird, hängt die Reaktion des Marktes von den Aussichten für künftige geldpolitische Maßnahmen ab, was während der Pressekonferenz geklärt werden könnte. Wird Fed-Chef Jerome Powell die Kürzung als einmaliges Ereignis beschreiben oder könnten weitere geldpolitische Impulse folgen?

Die Märkte hoffen auf Letzteres.

In diesem Fall sollte man sich auf folgende drei Märkte konzentrieren:

 


GOLD
Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin sind offensichtliche Gewinner einer expansiven Geldpolitik. Niedrigere Zinssätze machen viele sichere Alternativen zu Gold (insbesondere Bargeld) weniger attraktiv. Darüber hinaus ermutigt die Fed andere Zentralbanken ebenfalls zu handeln, und viele Anleger sehen Edelmetalle als eine Möglichkeit, um „Papiergeld” zu umgehen.

Der Goldpreis ist seit der letzten FOMC-Sitzung um 6% gestiegen, der Markt ist technisch gesehen etwas überkauft.

Bei Zinssenkungen sollten Rückschläge jedoch von kurzer Dauer sein.

 

 

Die zwei vergangenen Lockerungszyklen trugen dazu bei, dass der Goldpreis deutlich gestiegen ist. Quelle: xStation 5

S&P 500 (US500)
Die Fed ist ein wichtiger Grund, warum die US-Aktien nahe am Allzeithoch notieren. Der US500 hat seit dem letzten FOMC-Treffen trotz globaler Konjunkturschwäche um mehr als 3% zugelegt. Nicht alle Indizes schnitten so gut ab. Aber kann die Geldpolitik der Fed allein die Märkte immer höher und höher treiben?

Vieles wird von der Wirtschaft abhängen.

 


 

In den 90ern stieg der US500 Innerhalb eines Jahres nach der ersten Kürzung von 20% (1995) auf 35% (1998), auch weil sich die Wirtschaft gut behaupten könnte.

Doch in den Jahren 2001 und 2007 fiel er um mehr als 20% (mit weiteren Folgen), da die Kürzung die Wirtschaft nicht vor dem Eintritt in eine Rezession hindern konnte.

 

Niedrige Zinsen werden für Aktien als positiv angesehen, es sei denn sie kündigen eine Rezession an, wie sie in den Jahren 2001 und 2007 stattgefunden hat. Quelle: XTB Research

 

BUND10Y
Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen hat von dem Schritt der Fed profitiert.

Wie ist das möglich?

 


 

Die geldpolitische Lockerung durch die Fed ebnet den Weg für andere Zentralbanken, sich dieser Entwicklung anzuschließen.

Die EZB wird dieser Gruppe angehören, und da sie bereits negative Zinssätze aufweist, spekulieren die Anleger darauf, dass die Zentralbank erneut Anleihekäufe tätigen wird.

 

Das Signal der Fed für eine expansive Geldpolitik hat beim BUND10Y für eine massive Rallye gesorgt. Quelle: xStation 5

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