Marktlage: Neue Rekorde an der Wall Street sind ein gutes Omen

XTB: USA: Totgesagte leben länger! Einen besseren Tag als gestern hätte sich die Wall Street kaum für ihr Comeback wählen können. Genau in dem Moment, bevor die Zweifel noch größer hätten werden können, setzten die US-amerikanischen Märkte ein bemerkenswertes Ausrufezeichen. Zum ersten Mal seit dem 31. Dezember 1999 (!) beendeten gleich drei Indizes den Handelstag mit neuen Rekordnotierungen. Als Leitwolf voran der Dow-Jones mit seinen 30 Standardwerten: Der Leitindex strafte alle Skeptiker Lügen und schaffte etwas, mit dem zum jetzigen Zeitpunkt kaum jemand mehr gerechnet hat – ein neues Alltime-High. Der Kursanstieg um 117,86 Punkte, entsprechend einem Aufgeld von +0,64%, führte hinauf zu einem Zählerstand von 18.613,52 bei Sitzungsendende.

 

Fast im Gleichschritt legten der marktbreite S&P 500 und der Nasdaq-Composite um 0,46 Prozentpunkte zu. Während das erstgenannte Börsenbarometer mit der Notierung von 2.189,79 aus dem Handel ging, standen beim gut 5.000 Titel umfassenden Index schlussendlich 5.228,40 Punkte zu Buche. Der von Technologie-Werten dominierte Nasdaq-100-Index hingegen ist trotz einem Aufpreis von +0,42% und einem Schlusskurs von 4.803,31 Punkten noch gut 80 Zähler von seinem Höchstkurs aus März 2000 entfernt. Kräftigster Kurstreiber waren die haussierenden Ölpreise, die in Ermangelung an frischen, konjunkturellen Impulsen schon seit Tagen maßgeblich an der Preisfindung beteiligt sind. Bis zu +4,5% ging es gestern für die bedeutenden Sorten WTI- und Brent-Oil hinauf – ein Zuwachs, der die Aktien aus dem Ölsektor und damit auch die Indizes beflügelten.

 

Als neutral hingegen wurden die gestern veröffentlichen Konjunkturdaten von den US-Anlegern aufgenommen – auch weil sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Importpreise im Rahmen der Erwartungen bewegten. Selbst leichte Signale einer aufkommenden Inflation hatten kaum Bedeutung für die Kursentwicklung. Dennoch positionierten sich die Investoren eher vorsichtig. So gingen gestern 779 Millionen Aktien über die Counter der Händler – 16 Millionen mehr als am Vortag. Den 1.908 Kursgewinnern an der New York Stock Exchange NYSE standen dabei 1.140 Kursverlierer gegenüber. Auf identem Vortageskurs schlossen 82 Titel. Bei den Einzelwerten beeindruckten besonders die satten Kursgewinne von 16,2% bei Kohl’s beziehungsweise 17,1% bei Macy’s. Beide Kaufhausbetreiber konnten mit weitaus besseren Zwischenergebnissen als erwartet aufwarten.

Asien: Beeindruckt von der Entwicklung an der Wall Street zeigten sich die ostasiatischen Handelsplätze. Die festeren Kurse erhielten zusätzliche Unterstützung durch einen nochmals stabileren Ölpreis und in Tokio durch einen nachgebenden Yen. Hier machte der Nikkei-225-Index nach dem Feiertag ein sattes Plus von +1,06% und ging mit einer Schlussnotierung von 16.912,22 Zählern ins Wochenende. Profiteure der leichteren Währung waren insbesondere die Automobilwerte. Toyota Motor beispielsweise verzeichnete ein Plus von +1,00%, Mazda Motor gar einen Aufschlag von +2,00%.

 

Die Sharp-Aktie schoss um +15% nach oben, nachdem die chinesischen Kartell-Behörden dem Kauf des japanischen Elektronikkonzerns, durch den in Taiwan gelisteten Telekomausrüster Foxconn Technology, zugestimmt hatten. Neue Konjunkturdaten aus China konnten die Handelsplätze in Hongkong und Schanghai indes kaum inspirieren. Der Hang-Seng-Index ging infolge des weltweiten Aufschwungs mit einem Plus von +0,74% und einer Notierung von 22.747,46 aus dem Handel, der Shanghai-Composite machte ein moderates Plus von +0,17% und schloss bei 3.007,61 Punkten.

DAX: Blut geleckt!? Es scheint, als ob die jüngsten Kurserfolge des deutschen Leitindex die einst vielen Skeptiker zum Umdenken animiert haben. Wie sonst könnte man den Kaufrausch erklären, den das Börsenbarometer um weitere +0,86% nach oben auf das neue Jahreshoch von 10.742,84 Zählern per Handelsschluss trieb? Unterstützt von der Rekordjagd an der Wall Street und beflügelt von der Vorstellung von weiterhin global extrem niedrigen Zinsen, wurden bei großer Volatilität auf unterschiedlichsten Niveaus deutliche Kaufsignale ausgelöst.


Die Flut von deutlich besseren Quartals- beziehungsweise Halbjahreszahlen lieferte entsprechende Impulse. Besonders gefragt waren die Aktien von Henkel. Mit einem Tagesplus von gut 5% setzten sie sich an die Spitze des DAX. Mit einem Aufpreis von +0,41% zählte auch RWE zu den Tagessiegern im deutschen Leitindex. Auch an anderen europäischen Handelsplätzen kannte der Markt nur ein Richtung – die gen Norden.

 

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schwang sich um +1,01% nach oben auf 3.049,03 Punkte. Aufwärts ging es auch beim Pariser 6.90CAC, der mit  +1,17% schloss. Der Londoner Leitindex FTSE 100 legte 0,51 Prozentpunkte zu und kam auf einen Schlusskurs von 6.901,38 Zähler. Ob sich die Kursphantasien der Investoren heute auch in weiterhin haussierenden Notierungen niederschlagen, bleibt abzuwarten. Marktkenner rechnen zum Start in den letzten Handelstag der Woche auf Grund der neuen Rekorde an der Wall Street mit festeren Kursen, schließen allerdings Gewinnmitnahmen auch nicht aus.

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