Rohstoffwährungen weiterhin gefragt

Rohstoffwährungen sind 2026 bisher die großen Gewinner am Devisenmarkt. Gegenüber dem Euro legten die Währungen der wichtigsten Rohstoffexporteure seit Jahresanfang deutlich zu, während klassische Reservewährungen wie der US-Dollar nur moderat zulegten oder, wie der japanische Yen, leicht nachgaben.

An der Spitze der Performance-Liste seit Jahresanfang steht die norwegische Krone mit einem Plus von fast 9 Prozent gegenüber dem Euro. Die hohen Ölpreise stärken die Nachfrage nach der Währung des Ölexporteurs Norwegen und sorgen damit für anhaltenden Rückenwind. Auch im Mai setzte die Krone ihren Aufwärtstrend mit einem Plus von rund einem Prozent fort.

Auf dem zweiten Platz folgt der australische Dollar mit einem Zuwachs von über 7 Prozent seit Jahresanfang. Treiber der Bewegung war die schnelle und entschlossene Reaktion der Reserve Bank of Australia, die ihren Leitzins im laufenden Jahr bereits drei Mal um jeweils 25 Basispunkte anhob. Im Mai trat der Aufwärtsimpuls allerdings auf der Stelle.

Der neuseeländische Dollar verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von gut 3 Prozent, gefolgt vom Schweizer Franken mit knapp 2 Prozent. Der US-Dollar gewann ebenfalls an Wert, nachdem Leitzinsanhebungen in den USA realistischer wurden – sein Plus von unter einem Prozent seit Jahresanfang ist nahezu vollständig im Mai entstanden.

Am unteren Ende der Skala bewegen sich das britische Pfund, der kanadische Dollar und die schwedische Krone nahezu unverändert, während der japanische Yen als einzige der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro Federn lassen musste – mit einem Minus von rund einem Prozent seit Jahresanfang und einem weiteren Rücksetzer im Mai.

 

 

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