XTB: DAX: Die Ruhe vor dem Wochenende.

Der DAX konnte zuletzt neun Tage in Folge Gewinne verzeichnen. Von seinem Eröffnungskurs am 10. Juli bei 6.387,9 Punkten konnte er mehr als 400 Punkte zulegen und notiert im frühen Handel bei ca. 6.767 Zählern. Getrieben wurde der Kurs von den Quartalsberichten der US-Konzerne, die mehrheitlich überzeugen konnten. Ebenfalls halten sich Gerüchte im Markt, dass die Federal Reserve neue geldpolitische Maßnahmen einleiten könnte.

 

Die jüngste Rallye, die die Fortsetzung eines Trends darstellt, der bei 5.986 Punkten am 4. Juni begonnen hatte, sollte vor dem Wochenende eine Verschnaufpause einlegen. Heute gibt es weniger Impulse als im Verlauf der Handelswoche. Einzig und allein der Quartalsbericht von General Electric (GE) könnte heute für Bewegung sorgen. Aufgrund seiner Diversifikation über viele Branchen und Märkte hinweg dient das Ergebnis von GE als guter Indikator dafür, wie die Weltkonjunktur sich im vergangenen Quartal entwickelt hat.

 

Charttechnisch kann die Rallye noch bis 6.834 Punkten weitergehen, denn dort erreicht der DAX seinen nächsten Widerstand. Allerdings steht die jüngste Kursentwicklung auf wackeligen Füßen. Man sollte bedenken, dass ein Großteil der Aufschläge durch die Hoffnungen auf QE3 begründet ist, und dass der Markt negative Konjunktursignale, wie gestern vom US-Arbeitsmarkt und vom Philly Fed Index, komplett ignoriert hat und sich auf die Unternehmensnachrichten aus den zurückliegenden drei Monaten gestützt hat.

 

Auffällig ist auch, dass mittlerweile alle Asset-Klassen miteinander korrelieren. Alte Beziehungen wie Gold invers zu Aktien und umgekehrt scheinen nicht mehr zu gelten. Das liegt daran, dass viel Liquidität und damit Anlagebedarf bei den institutionellen Investoren besteht. Diese haben oft Vorgaben, die ihnen nur erlauben auf steigende Kurse zu setzen. Ist also ein Trend erkennbar drücken alle ihr Geld in den Markt, was zu steigenden Kursen auf breiter Front führt. Keiner will es verpassen auf den anfahrenden Zug aufzuspringen – ungeachtet der damit verbundenen Risiken.

 

Mittlerweile ziehen die Marktteilnehmer auch Gelder aus negativ verzinsten Anleihen ab und schichten in Aktien um. Während sie die eine Markt-Ineffizienz abbauen, könnten sie sie an anderer Stelle wieder aufbauen. Vor allem konjunkturempfindliche Titel wie Infineon und HeidelbergCement waren zuletzt gefragt, weil diese überproportional von steigenden Märkten profitieren. Gerade diese Zykliker wären aber von einer schwachen Weltkonjunktur betroffen. Steigende Kurse bei diesen Werten symbolisieren also keine gesteigerten Cash-Flows in der Zukunft, sondern den Anlagenotstand der Investoren.

Vor dem Wochenende werden die Anleger eine Verschnaufpause einlegen und ihre Positionierung überdenken. Ohne große Impulse könnte es heute zu Gewinnmitnahmen kommen. Der RSI zeigt an, dass wir leicht überkauft sind und niemand weiß was das Wochenende bringt.

 

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

von Nikolas Mauder

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