Welche Social Trading Anbieter gibt es?

Die drei größten Anbieter für Social Trading sind aktuell eToro, Ayondo und Wikifolio.

Im Folgenden wollen wir jeweils diese Anbietern jeweils kurz einzeln vorstellen. 

eToro, ayondo und Wikifolio

eToro
eToro ist einer der Pioniere im Bereich des Social Trading. Unternehmensangaben zufolge sind hier aktuell rund 4,5 Millionen Anleger aktiv. Schon im Jahr 2014 konnte eToro mehr als 120 Millionen Trades verzeichnen - Tendenz steigend.

Seinen Ursprung hat der Social Trading Anbieter im Jahr 2007 in Israel. Damit ist eToro zugleich der erste Anbieter am Markt gewesen. Gleichzeit bietet eToro auch den Devisenhandel und CFD Trading an.

Ende 2014 hat eToro mithilfe eines Großinvestoren aus China und mit einer russischen Bank eine Finanzierungsrunde (15 Millionen Dollar) hinter sich gebracht. Anfang 2015 konnten unter anderem von der Commerzbank weitere 39 Millionen Dollar akquiriert werden.

ayondo
ayondo Social Trading (siehe auch Ayondo Social Trading App) zählt eigenen Angaben zufolge rund 210.000 Nutzer aus 195 verschiedenen Ländern. Der Markteinstieg erfolgte im Jahr 2011. Im Jahr 2013 wurde ayondo Social Trading in die Liste der "50 wichtigsten Technologieunternehmen im Bereich FinTech" aufgenommen.

Die Mindesteinlage ist bei ayondo mit 1.000 Euro höher als bei Wikifolio und eToro. Auch hier ist ein Demokonto verfügbar. Seinen Sitz hat Ayondo in Frankfurt am Main und London.

Wikifolio
Dieser Social Trading Dienst wurde im Jahr 2011 gegründet. Bis Mitte 2015 wurde bereits ein Volumen von über 5,4 Milliarden Dollar abgewickelt.

Auf die Erhebung einer Verwaltungsgebühr wird verzichtet. Dafür existiert eine Performancegebühr (rund 10-15 Prozent vom Gewinn).

Hinter dem Social Trading steckt die in Wien (Österreich) ansässige wikifolio Financial Technologies GmbH. Dadurch, dass es sich nicht um ein Unternehmen des Banksektors handelt, wird Wikifolio nicht durch eine Finanzaufsichtsbehörde reguliert.

Die Anlagestrategien (Wikifolios) können als Zertifikate gehandelt werden, welche von Lang & Schwarz emittiert werden und das jeweilige Wikifolio nachbilden. 

Es findet also über Wikifolio selbst kein Handel statt. Vielmehr können die Follower die Wikifolios wie Aktien und andere Zertifikate ganz normal über ihren Broker kaufen und verkaufen.

  eToro ayondo Wikifolio ZuluTrade TradingView
Produkte CFD, Forex CFD, Forex Zertifikate CFD, Forex Keine
Mindesteinlage 200 Euro 1.000 Euro Keine 50 Euro Keine
Demokonto Ja Ja über Broker Ja Nein
Sitz Israel Deutschland, Großbritannien Österreich USA USA
Vorteile
  • Erstes Social Trading am Markt
  • Broker und Social Trading
  • Regulie­rung in DE
  • Keine Perfor­mance-Gebühr für Follower
  • Sitz in AT
  • Erfolgsbasierte Vergütung
  • Leicht verständliche Plattform
  • Kostenlose Basisversion
  • Große Reichweite
Nachteile
  • Über­durch­schnitt­liche Gebühren
  • Hohe Mindest­ein­lage
  • Breite Spreads
  • Höhreres Risiko durch Investition in Zertifikate
  • Hohe Gebühren
  • Unzureichende Filter­ein­stel­lungen
  • Kein Handel möglich

Social Trading Fazit

Als Anleger sollte man die Funktionsweise und das Risiko des Social Tradings kennen, bevor man hier sein Kapital investiert. Das bedeutet auch, dass der Follower auf einen Fehlanreiz setzen kann – bis zum Totalverlust ist hier theoretisch alles möglich. Zwar profitiert der Anleger vom Know-how der Signalgeber, allerdings geht damit ein gewisser Kontrollverlust einher.

Als Follower sollte man seine Trader, denen man folgen will, deshalb mit größter Sorgsamkeit auswählen, um das Risiko möglichst gering zu halten.

Als Signalgeber bzw. Top-Trader hat man die Möglichkeit, über die Zeit ein Renommee aufzubauen und über die verschiedenen Vergütungsmodelle zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften.

Bei der Anbieter-Auswahl sollte möglichst darauf geachtet werden, dass die Signalgeber mit Echtgeldkonten agieren. Insgesamt scheint Social Trading eine effektive Möglichkeit zu sein, selbst Laien für die Aktienwelt begeistern zu können.

Fakt ist: Die Social-Trading-Bewegung hat Potenzial und steht noch relativ am Anfang ihrer Entwicklung.

Social Trading:

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