Interview mit Maurice Hemmling von WH SelfInvest: Wie der Broker mit direktem Börsenzugang, institutioneller Infrastruktur und Fokus auf Optionen & Futures anspruchsvolle Trader überzeugt
David Ernsting, Broker-Test Chefredakteur, im Interview mit Maurice Hemmling, Senior Sales Manager und Zertifizierter Derivatehändler (Eurex) bei WH SelfInvest, über direkten Börsenzugang (DMA), den Handel von Optionen und Futures an internationalen Terminbörsen, Portfolio-Margin, professionelle Trading-Tools wie die TWS sowie Chancen und Risiken im aktuellen Marktumfeld.

Maurice Hemmling, Senior Sales Manager und Zertifizierter Derivatehändler (Eurex) bei WH SelfInvest
WH Selfinvest ist seit 1998 am Markt und hat sich vor allem als Futures- und Options-Broker einen Namen gemacht – ein Segment, das viele Neobroker gar nicht bedienen. Wie würden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt in einem Satz beschreiben?
Wir vereinen die institutionelle Qualität einer Hochleistungs-Infrastruktur für den globalen Terminhandel mit einem umfassenden Ökosystem aus Experten-Webinaren, Schulungen und exklusiven Depot-Zusatzleistungen – und das mit einer persönlichen Betreuung, bei der Sie mit echten Fachleuten sprechen statt mit einem anonymen Chat-Bot.
Optionen und Futures sind für viele Anleger noch immer ein Buch mit sieben Siegeln – obwohl sie zu den ältesten Finanzinstrumenten überhaupt zählen. Was genau können Kunden bei WH Selfinvest handeln?
Das ist ein wichtiger Punkt: Viele verbinden Optionen und Futures mit Spekulation, dabei sind sie ursprünglich Werkzeuge zur Absicherung. Bei WH SelfInvest handeln unsere Kunden direkt an den weltweit führenden Terminbörsen wie der Eurex, CME oder ICE.
Dabei steht ihnen das gesamte Spektrum börsengehandelter Derivate zur Verfügung. Das reicht von klassischen Aktienoptionen und Indizes bis hin zu spezialisierten Futures-Optionen auf Rohstoffe oder Zinsprodukte – ergänzt um moderne Instrumente wie 0DTE-Optionen (Zero Days to Expiration) für extrem kurzfristige Strategien.
Der direkte Börsenzugang – also echter DMA-Handel ohne Market-Maker-Umweg – ist bei Optionen besonders wichtig. Wie funktioniert das Orderrouting bei WH SelfInvest konkret, und welchen Unterschied macht das für die Ausführungsqualität?
Der direkte Börsenzugang ist das Herzstück unserer Infrastruktur. Im Gegensatz zu vielen Brokern, die Orders an einen einzigen Market Maker gegen Bezahlung weiterleiten (Payment for Order Flow), setzen wir auf echten DMA-Handel (Direct Market Access).
Unser DMA-Handel leitet dabei Orders ohne Zwischenstation oder Market-Maker-Intervention direkt ins Orderbuch der jeweiligen Börse (wie Eurex, CME oder ICE).
Das minimiert die Slippage und stellt sicher, dass unsere Kunden stets den echten Marktpreis und eine sofortige Rückmeldung erhalten – ein entscheidender Performance-Vorteil, besonders in volatilen Optionsmärkten.
Kommen wir zur TraderWorkStation-Plattform (TWS): Was bietet sie speziell für Options-Trader – Stichwort Optionsketten, Greeks, StrategyBuilder – und für wen ist sie geeignet?
Die Trader Workstation (TWS) ist das Kraftpaket für unsere Options-Trader. Sie bietet mit dem OptionTrader eine zentrale Schaltstelle, in der Optionsketten, Marktdaten und die Griechen (Greeks) in Echtzeit übersichtlich dargestellt werden. Besonders hervorzuheben ist der StrategyBuilder: Er erlaubt es Tradern, komplexe Multi-Leg-Strategien wie Iron Condors oder Butterflys mit wenigen Klicks zu erstellen, das Performance-Profil vorab zu simulieren und die Order als ein einziges Paket an die Börse zu senden.
Aber auch die mobilen Varianten zeigen einen vielfältigen Handlungsspielraum: Im Webportal können Kunden ohne Software-Installation direkt auf intuitive Optionsketten zugreifen und den ‚StrategyBuilder‘ nutzen, um Positionen zu eröffnen oder zu rollen.
Die Mobile App steht dem in nichts nach: Sie ist speziell für die schnelle Überwachung und Anpassung von Positionen optimiert.
Dank Echtzeit-Push-Benachrichtigungen zu Kurszielen oder Margin-Status und einer vollwertigen Integration der Greeks haben unsere Trader ihr Risiko-Profil buchstäblich in der Hosentasche.
Das ist besonders für Stillhalter wichtig, die nicht den ganzen Tag vor dem Schirm sitzen, aber bei Marktveränderungen sofort handlungsfähig sein wollen.
Optionen und Futures gelten als kapitalintensiv. Welche Mindesteinlage ist nötig, und wie funktioniert bei WH SelfInvest die Margin-Berechnung, wenn jemand Optionen und Futures kombiniert im Portfolio hält?
Optionen und Futures erfordern in der Tat eine solide Kapitalbasis. Grundsätzlich liegt die Mindesteinlage bei 2.000 EUR, allerdings wird man damit im aktiven Derivate-Handel nicht allzu weit kommen. Wir empfehlen unseren Kunden daher, die Einlage passend zur geplanten Strategie und mit einem ausreichenden Marginpuffer zu wählen.
Was die Margin-Berechnung betrifft, nutzen wir die Portfolio-Margin. Das bedeutet, dass sowohl Barsalden als auch bestehende Wertpapiere zur Absicherung herangezogen werden. Die Margin selbst wird dabei vom Echtzeit-Risikosystem der jeweiligen Terminbörse festgelegt, was unseren Kunden zwei entscheidende Vorteile bietet:
Erstens – Risikobasierte Kapitaleffizienz: Hält ein Kunde eine Kombination aus Optionen und/oder Futures, werden diese nicht isoliert betrachtet. Das System erkennt Korrelationen und Absicherungen (Hedges). Wenn Sie beispielsweise eine Option durch einen Future absichern, sinkt das Gesamtrisiko Ihres Portfolios – und damit automatisch auch die erforderliche Margin. Das setzt Kapital frei und erhöht die Effizienz massiv.
Zweitens – Transparenz in Echtzeit: Die Margin wird kontinuierlich neu berechnet. Im Gegensatz zu Brokern, die oft nur einmal täglich abrechnen, sieht der Trader bei uns in der TWS oder App sekundengenau, wie viel Spielraum sein Portfolio noch hat.
Die Gebührenstruktur bei WH SelfInvest ist im Marktvergleich sehr wettbewerbsfähig. Gibt es darüber hinaus versteckte Kosten die Anleger kennen sollten?
Ein klares: Nein. Transparenz ist unsere Maxime: Neben unseren wettbewerbsfähigen Ordergebühren gibt es bei uns keine versteckten Kosten. Lediglich die möglicherweise anfallenden offiziellen Börsen- und Clearinggebühren werden eins zu eins weitergegeben. Dabei verzichten wir bewusst auf intransparente Modelle.
Bei uns gilt das Prinzip: Sie bekommen exakt die Qualität, für die Sie bezahlen – eine professionelle Infrastruktur, direkten Marktzugang und echte Expertise statt billiger Kompromisse.
Für welche Art von Anleger oder Trader ist der Optionshandel bei WH SelfInvest eigentlich gedacht – den erfahrenen Stillhalter, der regelmäßig Prämien vereinnahmt, oder auch den aktiven direktionalen Trader?
WH SelfInvest ist die Heimat für beide Welten: Wir bieten dem einkommensorientierten Stillhalter die nötige Stabilität und Margin-Effizienz für regelmäßige Prämieneinnahmen, unterstützen aber auch den direktionalen Trader mit blitzschneller Ausführung und tiefgehenden Analyse-Tools.
Unsere Infrastruktur ist so konzipiert, dass sie die spezifischen Bedürfnisse beider Profile ohne Kompromisse bedient. Der Stillhalter profitiert massiv von unserer risikobasierten Portfolio-Margin, welche Kapital für den Verkauf von Prämien effizient freisetzt.
Wiederum freut der direktionale Trader sich über DMA und Tools wie den StrategyBuilder.
Optionen sind ein mächtiges Werkzeug – aber auch eines, das bei falscher Anwendung zu erheblichen Verlusten führen kann. Welche Risikomanagement-Features bietet WH Selfinvest, und wie schützen Sie Kunden vor Positionen, die unkontrolliert ins Minus laufen?
Echtzeit-Margin-Monitoring: Unser System berechnet die Anforderungen kontinuierlich. Sinkt der Wert der Sicherheiten unter die Mindestgrenze, greift ein automatisierter Prozess, der Positionen schrittweise liquidiert. Dieser ‚harte‘ Schutz verhindert, dass Verluste unkontrolliert das restliche Kapital gefährden.
Schutz vor Nachschusspflicht: Für unsere deutschen Privatkunden setzen wir die regulatorischen Anforderungen strikt um. Ein privater Trader kann bei uns niemals mehr als sein eingesetztes Kapital verlieren; das System ist so kalibriert, dass es rechtzeitig eingreift, bevor ein negatives Saldo entsteht.
Automatisierte Order-Zusätze: In unseren Plattformen wie der TWS können Trader beim Eröffnen einer Position direkt ein ‚Sicherheitsnetz‘ aus Stop-Loss- und Take-Profit-Orders weben, um Risiken von Beginn an strikt zu begrenzen.
Vorab-Risikoprüfung: Vor jeder Orderausführung zeigt das System exakt an, wie sich der Trade auf die verfügbare Margin und das Gesamtrisiko auswirkt. So gibt es keine bösen Überraschungen.
WH SelfInvest bietet ein umfangreiches Schulungsangebot mit Webinaren und Trading-Bibliothek. Gibt es konkrete Formate speziell für Optionshandel – und wie würden Sie einem Einsteiger empfehlen, sich dem Thema schrittweise anzunähern?
Bei unseren Webinaren wird jeder fündig – vom vollblut Optionsprofi bis zum blutigen Anfänger. Gerade Einsteigern empfehle ich, zunächst die Basis-Positionen und die Mechanik dahinter zu verstehen und dies ausgiebig mit einem PaperTrading-Konto (Demo) zu üben.
Ein konkreter Anlaufpunkt ist unser Experte Thorsten Eberhart, der alle zwei Wochen ein spezielles Einsteigerwebinar zum Thema Optionen veranstaltet. Oder wer schon etwas tiefer in der Marterie ist: Die Webinarreihe mit Andrei Anissimov (Trader IQ). Ansonsten lohnt sich natürlich auch ein Blick auf den WH SelfInvest YouTube-Kanal: Dort bieten wir umfangreichen Content, der sowohl die strategische Seite als auch das ‚Handwerk‘ in der Plattform detailliert beleuchtet.
Mein Tipp für den Start: Nutzen Sie die Theorie aus den Webinaren und setzen Sie diese direkt im Demo-Konto um.
Und falls beim ersten ‚echten‘ Trade doch einmal Unsicherheit aufkommt, rufen Sie uns einfach an.
Bei uns sprechen Sie mit echten Fachleuten statt mit einem anonymen Chat-Bot, die Ihnen bei der technischen Umsetzung sofort assistieren.
Zum Abschluss ein Blick auf die Märkte: Volatilität und geopolitische Unsicherheit haben zuletzt stark zugenommen. Welche Optionsstrategien sind in diesem Umfeld besonders interessant – und wo sehen Sie persönlich die größten Chancen für Options-Trader in den kommenden Monaten?
In einem Umfeld erhöhter Volatilität und geopolitischer Dynamik sehe ich große Chancen in ‚Volatility-Spread-Strategien‘ sowie im gezielten Einsatz von ‚Iron Condors‘, um von seitwärts tendierenden Märkten bei gleichzeitig hoher Prämie zu profitieren.
Da die implizite Volatilität bei Unsicherheit steigt, sind die Prämien für Stillhalter derzeit besonders attraktiv.
Das Chancen-Risiko-Verhältnis ist in solchen Phasen oft günstig, sofern man das Handwerk beherrscht.
Mein persönlicher Ausblick: Wir bewegen uns in einem Markt, der keine Einbahnstraße mehr ist.
Die größten Chancen liegen nicht im bloßen ‚Buy and Hold‘, sondern im aktiven Risikomanagement und dem Nutzen der Volatilität als Werkzeug.
Disclaimer & Risikohinweis
76% der Privatanleger verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
CFDs (Contracts for Difference) sind komplexe Finanzinstrumente und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko für Ihr eingesetztes Kapital. Stellen Sie daher sicher, daß Sie die Funktionsweise von CFDs verstehen und sich das Risiko eines Verlustes leisten können.
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Infos über WH SelfInvest
WH SelfInvest wurde 1998 in Luxemburg gegründet und hat sich seit dem kontinuierlich zu einem Spezialbroker für Futures, Devisen und CFDs sowie Aktien weiter entwickelt.
WH SelfInvest betreut aktuell Trader aus über 28 Ländern und ist seit 2009 auch mit einem Büro in Frankfurt am Main v...
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