Alpari: Interview mit Heiko Müller, Geschäftsführer Deutschland

Heiko Müller, Geschäftsführer Alpari DeutschlandDavid Ernsting, Chefredakteur von broker-test.de, sprach mit Heiko Müller, Geschäftsführer Alpari Deutschland über Neuigkeiten und Erweiterungen beim Forex-Broker und Änderungen der letzten Jahre. Auch ein persönlicher Ausblick auf das Jahr 2013 fehlt nicht.

Wie hat sich Alpari seit seinem Markteintritt in Deutschland im Jahr 2010 entwickelt, was hat sich seitdem geändert?

Heiko Müller: Wir hatten erfolgreiche Jahre in Deutschland und sind kontinuierlich gewachsen. Wir haben uns in der Gunst der Anleger ganz klar als der Spezialist für Devisen positionieren können. Besonders freuen wir uns, dass wir unseren hohen technologischen Anspruch stets einlösen und unseren Anlegern immer die besten Plattformen und Informationstechnologien bieten. Geändert hat sich, dass wir der Vernetzung der Anlageklassen immer mehr Rechnung tragen. Denn da sich stetig, teils auch in Abhängigkeit zu den Bewegungen an den Devisenmärkten, Chancen bei Aktienindizes oder Rohstoffen ergeben, ermöglichen wir Anlegern auch den Handel mit CFDs auf eine zunehmende Anzahl an weiteren Anlageklassen. Das findet bei uns alles praktischerweise über ein einziges Konto statt.

Glauben Sie, dass diese Handelssegmente in Deutschland noch Wachstumspotential haben?

Heiko Müller: Aber unbedingt. Man kann zwar die angelsächsische Welt nicht eins zu eins als Vorbild heranziehen. Aber wenn man beobachtet, wie viele Menschen dort die Zugänge zu den Devisenmärkten aktiv nutzen, dann lässt sich für Deutschland langfristig durchaus einiges an Potenzial ableiten.
Gerade für Devisen spricht, dass sich viele Anleger mit dieser Anlageklasse noch so gut wie überhaupt nicht auseinandergesetzt haben. Gleichzeitig werden Devisen für jeden Einzelnen aufgrund der zunehmenden Schwankungen und der Eingriffe der Politik ein immer relevanteres Thema. Hier besteht also Nachholbedarf.

Vor Kurzem haben Sie damit begonnen Ihren Newsbereich in Deutschland weiter auszubauen. Mit Jörg Rohmann, der zuvor Analyst für die Energie- und Energierohstoffsparte bei RWE war, haben Sie dafür einen Chefanalysten mit herausragender Research-Fähigkeit gewinnen können. Welche Trading News bieten Sie Tradern konkret an?

Heiko Müller: Jörg Rohmann, unser neuer Chefanalyst für Deutschland, hat aufgrund seiner Erfahrung einen globalen Blick auf das Marktgeschehen. Das bedeutet, dass er die Zusammenhänge zwischen Devisen, Anleihen, Aktien, Rohstoffen und Immobilien und anderen Assetklassen sehr treffend und tiefgehend analysiert. Denn keine Anlageklasse sollte nur für sich stehen und kann nur für sich analysiert werden. Jörg Rohmann hat darüber hinaus die Fähigkeit, diese Interdependenzen treffsicher und auf den Punkt zu vermitteln.

Wir freuen uns sehr, ihn an Bord zu haben und sind uns sicher, dass er unseren Kunden einen enormen Mehrwert bei ihren Anlageentscheidungen bietet. Da Rohmann sowohl ein hervorragender technischer Analyst als auch ein Experte in fundamentaler Analyse ist, können wir Anlegern fundiertes und tagesaktuelles Research aus beiden Bereichen bieten. Rohmann wird sowohl interessante Chartformationen ausfindig machen, als auch übergeordnete Zusammenhänge an den Märkten aufzeigen.

Vor Kurzem haben Sie dazu auch den „Newsroom“ live geschaltet. Wie kann dieser Trader unterstützen?

Heiko Müller: Der Alpari Newsroom ist eine aktuelle Innovation, die es in der Form und Fülle bisher nicht gab und die Anleger bei ihrer Suche nach validen und fundierten Analysen und Informationen unterstützen soll. In dieses Portal fließen die aktuellen Analysen unseres Chefanalysten Jörg Rohmann ein. Täglich wird hier ein Tagesausblick und eine technische Analyse veröffentlicht, sowie das laufende Marktgeschehen kommentiert.
Beides kann für Anleger sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung sein.

Auch bei den Handelsplattformen gab es in letzter Zeit Neuerungen. Was hat sich getan und mit welchen Funktionen und Innovationen können Trader bei Ihnen in den nächsten Monaten noch rechnen?

Heiko Müller: Alpari war einer der ersten Anbieter, der MT 5 – also den MetaTrader 5 – eingeführt hat. Und dies auch gleich als App, also als Mobile Application für alle gängigen Smartphones. Dazu kommen beispielsweise verbesserte Möglichkeiten, zu Interbankenmarkt-Konditionen zu handeln – und das mit interessanten Kontogrößen auch bereits für Privatanleger.

Im Analyse- und Informationsbereich ist neben dem bereits erwähnten Newsroom auch TraderConnect zu nennen. Diese Plattform verbindet den Handel und soziale Netzwerke und ermöglicht den Austausch zwischen unseren Kunden. Diese Werkzeuge unterstreichen auch unsere Bemühungen, stets die beste Unterstützung für unsere Anleger zu bieten. Außerdem werden in den nächsten Monaten weitere Innovationen folgen, um eine ganzheitliche Handelserfahrung für den Kunden zu bieten.

Können Sie näher auf TraderConnect eingehen?

Heiko Müller: TraderConnect ist im Prinzip ein innovatives, soziales Trader-Netzwerk, das den Erfahrungsaustausch zwischen Anlegern ermöglicht.

So können Investoren schnell dazulernen und ihre Strategien verbessern. Mit solch einer Plattform wird ein Forum geboten, durch das bei Anlegern die Lernkurve – und damit auch die Erfolgskurve – deutlich steiler verlaufen wird. Ambitionierte Trader können zudem ihre Strategien veröffentlichen und Anleger, die vielleicht weniger Zeit zum Handeln haben, können die erfolgreichsten Portfolios darunter für sich auswählen und von deren Entwicklung profitieren. Wir sind stolz, Anlegern diese neue Möglichkeit zur Verfügung stellen zu können und damit den aktuellen Entwicklungen rund um das „Social Web“ auch im Bereich Devisenhandel Rechnung zu tragen.

Aber auch sonst waren Sie recht aktiv und haben die gerade zu Ende gegangene „Automated Trading Championship“ als Hauptsponsor begleitet. Können Sie diesen spannenden Event für unsere Leser kurz zusammenfassen?

Heiko Müller: Das automatisierte Handeln ist ein hochspannendes Phänomen. Die Programmierer der entsprechenden Strategien bringen Höchstleistung und befinden sich in einem ständigen Innovationswettbewerb, von dem der Anleger profitieren kann. Um diesem Thema ein breiteres Forum zu geben und mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, haben wir diesen internationalen Wettbewerb als Hauptsponsor begleitet. Bei diesem treten die besten Programmierer aus aller Welt mit ihren Systemen gegeneinander an. Alle Programme müssen in der MetaQuotes Language 5 für MT 5 geschrieben sein. Das Ergebnis ist ein Beweis für die Attraktivität der automatisierten Handelssysteme.

Wie ist Ihr persönlicher Ausblick für Euro, Gold und Dax in den nächsten 6 Monaten?

Heiko Müller: Die Frage bekommt man als Geschäftsführer von Alpari häufiger gestellt. Natürlich habe ich meine private Meinung zu den verschiedenen Anlageklassen, aber am Ende muss man sagen, dass diese Fachfragen auch am besten von den entsprechenden Analysten beantwortet werden können. Denn seien wir mal ehrlich, warum sollte ein Geschäftsführer, Marketingleiter oder Vertriebschef ein besseres Verständnis für die Kurse haben als die Trader, bei denen nicht wenige von ihrer Markteinschätzung leben?

Daher verweise ich an dieser Stelle gerne an unseren neuen Chefanalysten, Jörg Rohmann. Danach wird der Euro in diesem Jahr tendenziell von den verbalen EZB-Interventionen profitieren. Da die Fed in den USA gleichzeitig ihre Abwertungspolitik beibehalten wird, erwarten wir, dass sich der Euro in einem relativ engen Korridor zwischen 1,20 und 1,40 EUR/USD stabilisiert. Gold dürfte laut unserem Chefanalysten Rohmann noch einmal etwas steigen. Es könnte sich aber bereits bei um die 2000 USD ein markantes Hoch ausbilden. Der DAX ist bereits gut gelaufen, hier sehen wir eher Abwärtsrisiken – oder Chancen, je nach Positionierung – da durch die Abwertung des Yen die japanischen Unternehmen einige Anteile am Weltmarkt zulasten der deutschen Unternehmen gewinnen dürften.

Vielen Dank für das Interview!

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