Steigender Ölpreis und hohe Anleiherenditen zerren am DAX
Der Blick der Anleger bleibt auf die Ölpreise gerichtet, bei denen sich die 100-Dollar-Marke als der neuralgische Punkt herausstellt, an dem Investitionsentscheidungen getroffen werden.
Notierungen unterhalb lösen vereinzelte Käufe am Aktienmarkt aus und Kurse oberhalb verderben den Appetit der Anleger auf die Risikopapiere fast vollständig.
Die steigenden Energiepreise und ihre Folgekosten drücken zum einen auf das Konsumklima und rufen zum anderen die Notenbanken mit Leitzinserhöhungen auf die Agenda.
Beides sind keine Kaufargumente für Aktien – auch und gerade, weil die hohen Anleiherenditen als echte Anlagealternative den Aktienkursen gegenüberstehen.
Öl Chart
Viele Vermögensverwalter liebäugeln bereits mit Umschichtungen und sorgen so für Mittelabflüsse aus den Aktienmärkten.
Die Rohstoffabhängigkeit ist hoch und die Unternehmen haben mit fallenden Margen zu kämpfen, die mittelfristig kaum durch weiteren Personalabbau oder andere Kostensenkungsmaßnahmen aufzufangen sind.
Die Stimmung an der Wall Street ist deutlich positiver als an den europäischen Finanzmärkten. Der Arbeitsmarkt ist robuster und der Konsum zeigt nur geringe Abkühlungserscheinungen. Zudem sorgen die Aktienkurse der Halbleiter- und KI‑Unternehmen für gute Laune und kompensieren so auch die steigenden Renditen an den Anleihemärkten.
DAX Chart
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