Verkauf à découvert

Der Leerverkauf einer Aktie ist eine meist an amerikanischen Börsen durchgeführte Methode zur Erwirtschaftung von Kursgewinnen, ohne zu Beginn eines Geschäftes im Besitz der Wertpapiere zu sein. Bei diesem (auch als Blankoverkauf, Short Sale oder Verkauf à découvert bezeichneten) Verkauf von Aktien besitzt der Verkäufer bei Geschäftsabschluss die Wertpapiere (noch) nicht. Er spekuliert aber darauf, dass die Kurse dieser Aktien fallen werden, so dass er sie zum Lieferzeitpunkt (an deutschen Börsen innerhalb von 2 Börsentagen, an amerikanischen innerhalb von 3 Tagen) zu einem niedrigeren Kurs erwerben kann. Der Kursunterschied ist dann sein Gewinn (Differenzgeschäft). Kann der Verkäufer die Aktien bis zum Liefertermin nicht kaufen, so muss er diese leihen. Das schmälert seinen Gewinn, da zusätzliche Leihgebühren bei einem Dritten anfallen. Das Risiko bei Leerverkäufen ist somit recht hoch. Obwohl der Verkäufer bearish eingestellt ist, also fallende Kurse erwartet, kann tatsächlich der Kurs auch steigen. Dann ist mit einem Leerverkauf kein Gewinn zu erzielen.