4 Alternativen zum Dispokredit

Targobank: Wenn es am Monatsende eng wird auf dem Konto, bietet der sogenannte Dispositionskredit – kurz Dispo – für viele Menschen einen zusätzlichen Spielraum. Knapp die Hälfte der deutschen Bankkunden gibt an, diesen von der Bank gewährten Kreditrahmen mehr oder weniger regelmäßig zu nutzen. Zur Dauerlösung sollte das jedoch nicht werden, da der Zinssatz vergleichsweise hoch ausfallen kann. Wir zeigen vier Alternativen.

Kurzfristige Lösung und Alternativen
Wenn das Konto mal für ein paar Tage in die Miesen rutscht, ist das für die meisten Bankkunden kein Anlass zur Beunruhigung. Für kurzfristige geringfügige Überziehungen fallen die Dispozinsen nicht sonderlich ins Gewicht.

1. Der Ratenkredit
Der Ratenkredit, auch Konsumentenkredit genannt, ist ein Darlehen über einen festen Betrag, der in gleichen Monatsraten zurückgezahlt wird. Die einzelne Rate setzt sich zusammen aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil. Weil die Bank bei Vereinbarung eines Ratenkredits Sicherheiten hat – etwa eine Lohnabtretung, die im Fall des Falles greift – ist der Zinssatz eines Ratenkredits in der Regel deutlich niedriger als der eines Dispositionskredits.

Die Laufzeit bewegt sich meist zwischen 12 und 84 Monaten. Benötigt man also einen größeren Betrag, zum Beispiel um die eigenen vier Wände zu renovieren, ist ein Ratenkredit eine oft gewählte Finanzierungsmöglichkeit.

2. Der Kleinkredit
Der Kleinkredit ist eine Variante des Ratenkredits, die sich in erster Linie dadurch vom “großen Bruder” unterscheidet, dass sie für kleinere Beträge gedacht ist. Zum Beispiel für die Reparatur oder den Austausch der Waschmaschine, die von heute auf morgen den Geist aufgibt.

Aufgrund des niedrigen Kreditbetrages ist es möglich, sehr kurze Laufzeiten von zwei bis sechs Monaten zu vereinbaren. Und – siehe Waschmaschine – auch für kurzfristige Engpässe ist das Geld geeignet: Die Beantragung läuft oft komplett online und auf Wunsch bekommt man den Kreditbetrag per Express-Auszahlung auf sein Girokonto überwiesen.

3. Der Händlerkredit
Wer eine bestimmte Anschaffung finanzieren möchte – etwa einen neuen Fernseher oder ein Auto – kann häufig auch direkt beim Händler ein Finanzierungsangebot bekommen. Viele große Elektronik- und Möbelmärkte bieten direkt vor Ort Finanzierungen an, und auch Autohändler bieten in der Regel günstige Ratenzahlungsmodelle.

Gerade bei der Autofinanzierung lohnt es sich dennoch, die Konditionen des Autohändlers mit dem Ratenkredit-Angebot einer Bank zu vergleichen. So kann es durchaus günstiger sein, den Kredit bei der Bank aufzunehmen und beim Autohändler für Barzahlung möglicherweise einen Rabatt auszuhandeln.

4. Die Kreditkarte
Auch eine Kreditkarte kann man für einen kurzfristigen Finanzierungsbedarf nutzen – vor allem die in Deutschland am meisten verbreitete Form der sogenannten “Charge Card”. Bei diesem Kartentyp werden die Umsätze einmal monatlich per Lastschriftverfahren vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht. Vom Zeitpunkt des Einkaufs bis zur Belastung seines Kontos erhält der Karteninhaber somit einen zinslosen Kredit.

Alternativ dazu können Kreditkartenkunden über die Kreditkarte auch sogenannte „revolvierende“ Kredite nutzen. Die Rückzahlung erfolgt dabei in Teilen, über mehrere Monate verteilt. Der verbleibende Betrag der Kreditsumme wird in den Folgemonat übertragen. Dafür berechnen die Banken allerdings Zinsen, die im Zweifelsfall sogar höher sein können als beim Dispo.

Welche Finanzierungsart am Ende des Tages am besten geeignet ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab – allen voran von der individuellen, finanziellen Situation des Kunden. Wer unsicher ist, sollte sich am besten bei der Bank seines Vertrauens informieren und beraten lassen.

 

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