6 Gründe, warum Syrien die Märkte beeinflussen könnte

XTB: Die Märkte scheinen dieser Tage nicht zur Ruhe zu kommen. Gerade als die Befürchtungen zum Thema Handelskonflikt etwas nachgelassen haben, tauchen neue geopolitische Risiken auf. Trumps Reaktion auf einen vermeintlichen Chemieangriff war stark, ein klarer Hinweis darauf, dass er den Einsatz gegen Russland erhöht. In dieser Analyse gehen wir darauf ein, warum Syrien einen übermäßigen Einfluss auf die Märkte haben könnte. Besonders betrachten wir dabei die möglichen Auswirkungen auf OIL, USDTRY und US500.

    • Trump eröffnet eine neue Front mit Russland, während die Handelsstreitigkeiten mit China weiterhin ungelöst bleiben. Dies könnte der größte Anstieg des geopolitischen Risikos in den letzten Monaten sein, außerdem sollten die Risikoprämien steigen.
    • Sanktionen und Militäraktionen können insbesondere im Falle von Öl zu Handelsunterbrechenungen führen
    • Bei der Ölsorte Brent wurde mit 72 USD pro Barrel der höchste Preis seit Ende 2014 erreicht. Ein höherer Ölpreis würde die Industrieländer doppelt treffen: Erstens, da sie Netto-Importeure von Energie sind (vor allem Japan und Europa) und zweitens eine höhere Inflation zu einer früheren Zinserhöhungen führen könnte.
    • Kreditausfälle in Schwellenländern könnten eine Kapitalflucht auslösen. Russland war bereits gezwungen, die Auktionen von Anleihen einzustellen und einige große Emittenten von Unternehmensanleihen könnten dort mit Problemen konfrontiert sein. Die Türkei befand sich bereits am Rande der Währungskrise und ist mit einer hohen Auslandsverschuldung konfrontiert. Mit der Rubel -und Lira-Entwicklung sowie dem Kapital-Dumping ist in Russland und/oder der Türkei mit Ausfällen zu rechnen, die möglicherweise auch auf andere Märkte übergreifen könnten.
    • Die Krise in der Türkei könnte die NATO-Zusammenarbeit gefährden und die Einwanderungskrise in Europa wiederbeleben.
    • Die wichtigsten Börsenindizes hängen nur knapp über den wichtigsten Unterstützungszonen (siehe S&P 500 unten). Sollten diese gebrochen werden, würde dies erhebliche Nachteile für die Märkte mit sich bringen.

Ölsorte Brent (OIL)
Der Ölpreis steigt weiter in seinem langfristigen Aufwärtstrendkanal. Die 70 USD-Marke stellte jedoch in diesem Jahr einen Widerstand dar und mit erhöhter Positionierung war diese schwer zu knacken und verursachte sogar zweimal einen Rückzug. Die Wochenkerze könnte hier das Spiel verändern. Nach einem klaren Ausbruch nach oben scheint der Weg erst einmal frei zu sein, da keine Widerstände in Sicht sind. Andererseits liegt der Preis an der oberen Grenze des Trendkanals, sodass auch hier ein Ausbruch erforderlich ist, um die Bären endgültig abzuwehren.

 

Chartbild

 

Der Ölpreis durchbricht die 70 USD-Marke, nur die obere Grenze des Trendanals stellt noch eine letzte Hürde dar. Quelle: xStation 5  

USDTRY
Die türkische Lira stand in letzter Zeit unter enormem Druck, da das Land mit hoher Inflation, Leistungsbilanzdefiziten und einer Überhitzung der Wirtschaft zu kämpfen hat. Die fortschreitende Abwertung lässt die Inflation wieder ansteigen (insbesondere bei höheren Ölpreisen) und verschärft das Problem der Auslandsverschuldung. Also ist die TRY auch ohne Geopolitik in Schwierigkeiten, da die Türkische Zentralbank (nächste Sitzung am 25. April) unter erheblichen Druck steht, die Zinsen zu erhöhen, dies aber aufgrund politischen Drucks möglicherweise nicht tut. Bei 4,20 gibt es derzeit einen Widerstand, allerdings scheint dieser nicht allzu stark zu sein. Selbst wenn sich die Lira erholt, gibt es im Bereich 3,95 bis 4,00 stärkere Unterstützung.

 

Chart Analyse

 

USDTRY steigt aufgrund der Kapitalflucht aus der Türkei und Russland. Quelle: xStation 5 

S&P 500 (US500)
Die Bullen auf diesem Markt hoffen immer noch auf die Ausbildung eines doppelten Bodens. Aber die relative Schwäche sowie die Nähe des Unterstützungsbereiches lässt daran erinnern, dass ein Durchbruch nach unten immer noch ein alternatives Szenario zu sein scheint. Beachten Sie, dass das Volumen bei fallenden Kerzen immer noch höher ist, ein Zeichen dafür, dass die Bären noch nicht aufgeben haben.

 

Chart Analyse

 

Der US500 scheint immer noch auf die Ausbildung eines doppelten Bodens zu warten. Quelle: xStation 5

 

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