Adidas steigert Gewinn um 12% – Dividende erhöht

  • Konzernumsatz steigt währungsbereinigt um 10%
  • Deutliches Wachstum bei adidas (+12%) und Reebok (+6%)
  • Bruttomarge erhöht sich um 0,6 Prozentpunkte auf 48,3%
  • Zugrunde liegender Gewinn legt um 12% auf 720 Mio. € zu
  • Management beabsichtigt, Dividende von 1,60 € je Aktie vorzuschlagen


Ausblick:

  • Währungsbereinigter Konzernumsatz wächst voraussichtlich um 10% bis 12%
  • Operative Marge bleibt voraussichtlich mindestens stabil gegenüber dem Vorjahresniveau
  • Gewinn erhöht sich voraussichtlich um 10% bis 12% auf etwa 800 Mio. €



Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt im vierten Quartal 2015 um 12%


Adidas
:

“2015 war ein sehr erfolgreiches Jahr für den adidas Konzern. Wir haben alle unsere wichtigsten Finanzziele erreicht und unsere ursprünglichen Ziele für Umsatz und Gewinn sogar übertroffen”, sagte Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns. “2015 ist das perfekte Beispiel eines erfolgreichen Comebacks im Sport. Als Konzern sind wir heute stärker und besser in Form als je zuvor.”


Zweistelliges Wachstum in Westeuropa, China, Lateinamerika und MEAA

Nach Marktsegmenten betrachtet erhöhte sich im vierten Quartal 2015 der zusammengefasste währungsbereinigte Umsatz der Marken adidas und Reebok weiterhin besonders deutlich in Westeuropa, China, Lateinamerika und MEAA, die jeweils zweistellige Wachstumsraten verzeichneten. In Westeuropa erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz im vierten Quartal um 30%, mit zweistelligen Umsatzsteigerungen in Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien. In Nordamerika und China lag der Umsatz im vierten Quartal mit währungsbereinigten Zuwächsen in Höhe von 8% bzw. 16% deutlich über dem Vorjahresniveau.

In Russland/GUS ging der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt um 16% zurück. In Lateinamerika wuchs der währungsbereinigte Umsatz im vierten Quartal um 12%. Dies war vor allem das Ergebnis zweistelliger Zuwächse in Kolumbien, Argentinien, Peru und Mexiko. In Japan ging der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt um 4% zurück. In MEAA legte der Umsatz im vierten Quartal, vor allem aufgrund des zweistelligen Umsatzwachstums in Südkorea, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, der Türkei und Südafrika, währungsbereinigt um 17% zu.

In den Anderen Geschäftssegmenten verringerte sich der währungsbereinigte Umsatz im vierten Quartal um 3%. Zweistellige Zuwächse in den Anderen zentral geführten Geschäftsbereichen wurden durch zweistellige Rückgänge bei TaylorMade-adidas Golf und leichte Rückgänge bei Reebok-CCM Hockey mehr als aufgehoben.


Bruttomarge verbessert sich im vierten Quartal um 2,3 Prozentpunkte

Das Bruttoergebnis des Konzerns stieg im vierten Quartal 2015 um 21% auf 1,966 Mrd. € (2014: 1,621 Mrd. €). Die Bruttomarge verbesserte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 47,2% (2014: 44,9%). Negative Währungseffekte und höhere Beschaffungskosten wurden von den positiven Effekten eines günstigeren Preis-, Vertriebskanal- und Produktmix mehr als kompensiert.


Geplante Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beeinflusst das Betriebsergebnis

Aufgrund der geplanten Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die positiven Effekte einer höheren Bruttomarge mehr als aufhob, verzeichnete der Konzern im vierten Quartal 2015 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte einen Verlust aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 7 Mio. € (2014: positives Betriebsergebnis in Höhe von 38 Mio. €). Dies spiegelt eine negative operative Marge in Höhe von 0,2% wider (2014: positive operative Marge in Höhe von 1,1%).

Infolgedessen verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 17 Mio. € (2014: Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 10 Mio. €). Der auf Anteilseigner entfallende Nettoverlust, der neben dem Nettoverlust aus den fortgeführten Geschäftsbereichen auch den Nettoverlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen umfasst, belief sich ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf 28 Mio. € (2014: auf Anteilseigner entfallender Nettoverlust in Höhe von 62 Mio. €).


Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt 2015 um 10%

Der Konzernumsatz wuchs im Geschäftsjahr 2015 auf währungsbereinigter Basis um 10%. Verantwortlich hierfür waren vor allem ein zweistelliges Umsatzwachstum bei der Marke adidas sowie ein Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich bei Reebok. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz nahm 2015 um 16% zu und erreichte 16,915 Mrd. € (2014: 14,534 Mrd. €). Der Umsatz von adidas legte, vor allem infolge zweistelliger Zuwächse in Westeuropa, China, Lateinamerika und MEAA, auf währungsbereinigter Basis um 12% zu. Der Umsatz von Reebok lag auf währungsbereinigter Basis um 6% über dem Vorjahresniveau. Dieser Anstieg spiegelt das zweistellige Wachstum in Westeuropa, China, Lateinamerika und MEAA wider. Der Umsatz von TaylorMade-adidas Golf verringerte sich währungsbereinigt um 13%. Verantwortlich hierfür waren Umsatzrückgänge in allen Märkten mit Ausnahme von Lateinamerika und MEAA.


Bruttomarge des Konzerns verbessert sich um 0,6 Prozentpunkte

Das Bruttoergebnis des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 um 18% auf 8,168 Mrd. € (2014: 6,924 Mrd. €). Die Bruttomarge verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 48,3% (2014: 47,6%). Verantwortlich hierfür war vor allem ein günstigerer Preis-, Vertriebskanal- und Produktmix bei adidas und Reebok, der negative Währungseffekte und höhere Beschaffungskosten sowie niedrigere Produktmargen bei TaylorMade-adidas Golf mehr als kompensierte.


Nettofinanzverbindlichkeiten erhöhen sich auf 460 Mio. €

Die Nettofinanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 460 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 275 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert (2014: 185 Mio. €). Hauptgrund hierfür war die Verwendung flüssiger Mittel in Höhe von 301 Mio. € für das Aktienrückkaufprogramm.


Starke Umsatz- und Gewinndynamik setzt sich 2016 voraussichtlich fort

Der adidas Konzern erwartet, dass der Konzernumsatz im Jahr 2016 währungsbereinigt zwischen 10% und 12% wachsen wird. Steigende Konsumausgaben sowie das weitere Wachstum und die anhaltende Expansion der Sportartikelbranche werden die positive Umsatzentwicklung unterstützen. Darüber hinaus werden das umfassende Angebot an neuen und innovativen Produkten, die vermehrten Aktivitäten zur Stärkung der Marken und die positiven Effekte im Zusammenhang mit sportlichen Großereignissen wie der UEFA EURO 2016 die Umsatzentwicklung des Konzerns fördern.

Es wird erwartet, dass die Kosten für die Beschaffungsaktivitäten des Konzerns in asiatischen Ländern aufgrund der weniger günstigen US-Dollar-Hedging-Kurse und der höheren Lohnkosten steigen werden. Positive Effekte, resultierend aus einem besseren Preis- und Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung bei adidas und Reebok sowie einem verbesserten Vertriebskanalmix auf Konzernebene, vor allem infolge des weiteren Ausbaus der  Aktivitäten rund um selbst kontrollierte Verkaufsflächen, dürften dies jedoch größtenteils kompensieren. Höhere Produktmargen bei TaylorMade-adidas Golf werden den  Prognosen zufolge ebenfalls dazu beitragen, den Rückgang der Bruttomarge insgesamt zu begrenzen. Infolgedessen geht der Konzern davon aus, dass die Bruttomarge trotz der wesentlich höheren Kosten lediglich um 50 bis 100 Basispunkte unter dem Vorjahresniveau liegen und einen Wert zwischen 47,3% und 47,8% erreichen wird (2014: 48,3%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz werden im Jahr 2016 den Prognosen des Konzerns zufolge zurückgehen (2015: 43,1%). Die Aufwendungen für Point-of-Sale- und Marketinginvestitionen im Verhältnis zum Umsatz werden voraussichtlich in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen (2015: 13,9%),  die Betriebsgemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz hingegen unter dem Vorjahresniveau (2015: 29,2%). Höheren Aufwendungen für Verwaltung und Personal in der Vertriebs- und Marketingorganisation des Konzerns zur Unterstützung der erfolgreichen Umsetzung von ,Creating the New’ stehen wesentliche Verbesserungen in anderen Bereichen gegenüber.

Das Management geht davon aus, dass die operative Marge ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens stabil gegenüber dem Vorjahr bleiben wird (2015: 6,5%). Die Verbesserung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz dürfte den Rückgang der Bruttomarge mindestens kompensieren. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte wird den Erwartungen zufolge um 10% bis 12% auf einen Wert von etwa 800 Mio. € steigen (2015: 720 Mio. €).


Management beabsichtigt, Dividende von 1,60 € vorzuschlagen

Angesichts der hervorragenden operativen Ergebnisse im Geschäftsjahr 2015 und der soliden Finanzlage des Konzerns sowie der Zuversicht des Managements bezüglich der langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der adidas AG der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Dividende von 1,60 € je Aktie vorschlagen (2014: 1,50 €). Basierend auf der Anzahl der ausstehenden Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 2015 bedeutet dies eine Dividendenausschüttung in Höhe von 320 Mio. € (2014: 306 Mio. €) und einen Ausschüttungssatz von 47,9% des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Ausschüttungsquote liegt damit am oberen Ende des erhöhten Zielkorridors. Gemäß der Dividendenpolitik des Konzerns sollen fortan zwischen 30% und 50% des auf Anteilseigener entfallenden Gewinns ausgeschüttet werden.

Herbert Hainer: “2016 wird ein weiterer erfolgreicher Schritt sein, um das beste Sportartikelunternehmen der Welt zu werden und unsere langfristigen Finanzziele zu erreichen. Unsere Marken profitieren von der stetig wachsenden Relevanz, die Sport im Leben der Menschen rund um den Globus hat. Unsere Produkte werden von Konsumenten aus aller Welt stark nachgefragt. Unsere Auftragsbücher sind über alle wichtigen Performance- und Lifestyle-Kategorien hinweg gut gefüllt, unsere Marken stehen in den Startlöchern für die großen Sportevents dieses Jahres. Das alles macht uns zuversichtlich, dass wir dieses Jahr Umsatz und Gewinn erneut im zweistelligen Bereich steigern werden.”


Hinweis der Redaktion:

Insidertrades Adidas

 

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