Aktie im Fokus: ASML – Analysten der UBS sehen über 50% Kurspotential

Die Aktie des EuroStoxx50-Konzerns ASML notierte am 29. Juli 2026 auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 1.333,00 Euro. Seitdem kletterte das Wertpapier bis auf ein Zwischenhoch vom 17. August 2026 auf 1.632,00 Euro.

Zuletzt handelte die ASML Aktie im Bereich rund um die 1.764,85 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher abzuleiten.

  • Die Widerstände kämen bei 1.632,00 Euro, 1.816,78 Euro, 1.931,00 Euro, 2.115,78 Euro, 2.230,00 Euro und 2.344,22 Euro in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären bei 1.447,22 Euro, 1.403,56 Euro und 1.333,00 Euro auszumachen.

 

ASML Chart

 

ASML Kursziele

Die Experten der UBS vergaben ein Ziel von 2.350,00 Euro. Dieses Ziel wäre mit dem hier technisch ermittelten Widerstand von 2.344,22 Euro recht passabel zu erklären. Zum Erreichen des Ziels wäre lediglich ein leichtes technisches Überschießen zur Oberseite von Nöten. Prozentual betrachtet liegt der Widerstand nicht weit weg vom Kursziel.

ASML Chart

 

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

ASML: die Fundamentaldaten

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von ASML liegt bei 27,0, was auf eine ambitionierte Bewertung hindeutet. Noch deutlicher wird dies beim Kurs-Buchwert-Verhältnis von 25,0 sowie beim Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von 46,0. Diese Kennzahlen zeigen, dass der Markt einen erheblichen Aufschlag auf die bilanziellen Substanzwerte und die operative Ertragskraft des Unternehmens einpreist.

Die Ertragskraft von ASML fällt dabei ausgesprochen hoch aus. Die operative Marge liegt bei 37,1%, die Eigenkapitalrendite bei 53,9%. Gestützt wird diese Profitabilität von einem Umsatzwachstum von 21,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Bei der Ausschüttung zeigt sich ein anderes Bild: Die Dividendenrendite von 0,5% ist gering, während die Ausschüttungsquote von 31,5% darauf hindeutet, dass der überwiegende Teil der Gewinne im Unternehmen verbleibt, etwa für Investitionen oder Aktienrückkäufe.

 

ASML – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
27,0×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
0,5%
Dividendenrendite
31,5%
Ausschüttungsquote
37,1%
Operative Marge
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 14. Oktober 2026.

ASML: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger dürfte ASML in der aktuellen Konstellation nur bedingt geeignet erscheinen. Die Dividendenrendite von lediglich 0,5% bietet kaum einen Puffer für schwankungsscheue Portfolios, und auch die Bewertungskennzahlen sprechen eine deutliche Sprache: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27,0, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 25,0 sowie ein Unternehmenswert zum EBITDA von 46,0 signalisieren eine ambitionierte Bewertung, die bei enttäuschenden Nachrichten empfindlich korrigiert werden könnte. Wer Wert auf Substanz und geringe Bewertungsrisiken legt, dürfte hier eher zurückhaltend agieren.

Risikoaffine Anleger könnten der Aktie hingegen mehr abgewinnen. Sowohl die Charttechnik als auch die Analysteneinschätzung deuten mit einem Potential von jeweils 56% bis zum nächsten Widerstand beziehungsweise dem Kursziel der UBS von 2.350,00 Euro in eine ähnliche Richtung, was diese Einschätzung zusätzlich untermauert. Wer bereit ist, die hohe fundamentale Bewertung zugunsten des ausgewiesenen Kurspotentials in Kauf zu nehmen, dürfte in dieser Konstellation eine Chance sehen, auch wenn das Erreichen des Ziels laut Analyse ein leichtes technisches Überschießen voraussetzen würde.

Kurzfristig orientierte Anleger dürften vor allem die enge Verzahnung von charttechnischem Widerstand bei 2.344,22 Euro und Analystenziel im Blick behalten. Da beide Marken so nah beieinander liegen, könnte sich dieser Bereich als wichtige Orientierungszone für kurzfristige Handelsentscheidungen erweisen, wobei ein Scheitern an diesem Widerstand ebenso denkbar wäre wie ein Ausbruch darüber hinaus.

Langfristig orientierte Anleger könnten sich hingegen stärker an den operativen Kennzahlen orientieren. Eine operative Marge von 37,1%, eine Eigenkapitalrendite von 53,9% sowie ein Umsatzwachstum von 21,3% gegenüber dem Vorjahresquartal deuten auf eine fundamental robuste Geschäftsentwicklung hin, die die hohe Bewertung zumindest teilweise erklären könnte. Gerade im Widerspruch zwischen der sportlichen Bewertung einerseits und der operativen Stärke andererseits liegt für langfristig denkende Anleger die zentrale Abwägung, ob die Qualität des Geschäftsmodells den aufgerufenen Preis auf Dauer rechtfertigen könnte.

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