Aktie im Fokus: BASF mit 4,2% Dividendenrendite – charttechnisch weiteres Kurspotential

Die im DAX enthaltene Aktie des Konzerns „BASF“ notierte am 01. Juli 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 46,04 Euro. Seitdem konnte sich die Aktie bis zum 09. September 2026 auf ein Zwischenhoch von 54,24 Euro.

Zuletzt handelte die BASF Aktie im Bereich rund um die 52,00 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite zu ermitteln.

  • Die Widerstände fänden sich bei 52,30 Euro und 54,24 Euro.
  • Die Unterstützungen wären bei 50,14 Euro, 49,17 Euro, 47,97 Euro, 46,04 Euro, 44,10 Euro, 42,90 Euro, 40,97 Euro und 39,77 Euro abzuleiten.

 

BASF Kursziele

Die Experten von J.P. Morgan vergaben ein Ziel von 40,00 Euro. Dieses Ziel wäre mit der hier technisch ermittelten Unterstützung von 39,77 Euro recht passabel zu erklären.

BASF Chart

 

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

BASF: die Fundamentaldaten

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,8 auf Basis der aktuellen Gewinne und 18,4 auf Basis der erwarteten Gewinne notiert die BASF-Aktie in einem Bereich, der auf eine gewisse Erwartung an steigende Gewinne hindeutet. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,3 zeigt, dass der Marktwert das bilanzielle Eigenkapital nur moderat übersteigt. Der Unternehmenswert im Verhältnis zum EBITDA liegt bei 7,6, was in die gleiche Richtung weist wie die übrigen Bewertungskennzahlen.

Auf der operativen Seite fällt die Marge von 5,2% vergleichsweise niedrig aus, ebenso die Eigenkapitalrendite von 6,1%. Beide Kennzahlen deuten auf eine derzeit begrenzte Ertragskraft im Verhältnis zum eingesetzten Kapital hin. Demgegenüber steht ein Umsatzwachstum von 16,4% gegenüber dem Vorjahresquartal, das auf eine spürbare Belebung des Geschäftsvolumens hinweist, ohne dass sich dies bislang in gleichem Maße in der Profitabilität niederschlägt.

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Ausschüttung: Die Dividendenrendite liegt bei 4,2% und damit auf einem Niveau, das für einkommensorientierte Anleger von Bedeutung sein dürfte. Die Ausschüttungsquote von 60,2% zeigt, dass ein erheblicher Teil der Gewinne an die Aktionäre weitergereicht wird. Angesichts der zugleich moderaten operativen Marge und Eigenkapitalrendite bindet diese Ausschüttungspolitik einen relevanten Anteil der Ertragskraft, was bei der Einordnung der Dividendenhöhe zu berücksichtigen ist.

In der Gesamtschau ergibt sich das Bild eines Unternehmens, dessen Bewertung moderat erscheint, dessen Ertragskennzahlen derzeit auf ein eher niedriges Niveau hindeuten und dessen Ausschüttungspolitik im Verhältnis zu den erwirtschafteten Gewinnen als vergleichsweise großzügig einzustufen ist.

 

BASF – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
21,8×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (aktuell)
18,4×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
4,2%
Dividendenrendite
60,2%
Ausschüttungsquote
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 28. Oktober 2026.

BASF: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger dürfte bei BASF vor allem die Dividendenrendite von 4,2% ins Auge fallen, die bei einer Ausschüttungsquote von 60,2% auf den ersten Blick solide finanziert wirkt. Allerdings relativieren die operative Marge von lediglich 5,2% und die Eigenkapitalrendite von 6,1% dieses freundliche Bild, da sie auf eine vergleichsweise schwache operative Ertragskraft hinweisen. Hinzu kommt, dass das höchste genannte Analystenziel von J.P. Morgan mit 40,00 Euro rund 23% unter dem aktuellen Kursniveau liegt – ein Signal, das vorsichtige Anleger kaum ignorieren sollten, selbst wenn die Charttechnik dieses Ziel mit der Unterstützung bei 39,77 Euro als nachvollziehbar erscheinen lässt.

Risikoaffine Anleger könnten sich stattdessen stärker auf das Umsatzwachstum von +16,4% gegenüber dem Vorjahresquartal sowie auf das von 21,8 auf 18,4 sinkende erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis stützen. Diese Kennzahlen deuten darauf hin, dass sich die Ertragslage künftig verbessern könnte, was einen gewissen spekulativen Reiz bietet – vorausgesetzt, die aktuell schwache operative Marge lässt sich tatsächlich steigern. Wer bereit ist, das Risiko einer Diskrepanz zwischen fundamentaler Hoffnung und der eher skeptischen Analystenmeinung in Kauf zu nehmen, findet hier durchaus Ansatzpunkte.

Kurzfristig orientierte Anleger stehen vor einem bemerkenswerten Widerspruch der Datenlage: Charttechnisch besteht bis zum nächsten Widerstand nur ein begrenztes Potential von +4%, während das höchste Analystenziel mit einem Abschlag von 23% zum aktuellen Kurs sogar eine spürbare Korrektur nahelegt. Diese Gegensätzlichkeit zwischen kurzfristig moderatem Aufwärtsspielraum und einer deutlich zurückhaltenderen Einschätzung von J.P. Morgan spricht eher für Zurückhaltung bei kurzfristig angelegten Positionen.

Langfristig orientierte Anleger könnten dagegen das moderate Unternehmenswert-EBITDA-Verhältnis von 7,6 sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,3 als Indiz für eine nicht überzogene Bewertung werten, zumal sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis in den kommenden Jahren offenbar verbessern soll. In Kombination mit der beständigen Dividendenrendite von 4,2% ergibt sich so ein Profil, das trotz der aktuell schwachen Eigenkapitalrendite und operativen Marge über einen längeren Anlagehorizont Substanz bieten könnte – wobei die divergierenden Signale aus Chart und Analystenmeinung auch hier zur Beobachtung mahnen.

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