Aktie im Fokus: HeidelbergCement mit starken Zahlen

Der Konzernumsatz von Januar bis September 2020 ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % auf 13.140 (i.V.: 14.273) Mio € gesunken. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der Rückgang 6,9 %. Konsolidierungskreisveränderungen wirkten sich mit 4 Mio € und Wechselkurseffekte mit 159 Mio € negativ auf den Umsatz aus.

Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen stieg um 119 Mio € bzw. 4,6 % auf 2.731 (i.V.: 2.612) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der operative Anstieg 156 Mio € und lag damit um 6,1 % über dem Vorjahr. Hierzu hat insbesondere die starke operative Entwicklung im dritten Quartal mit einem Ergebnisanstieg um 13,1 % und auf vergleichbarer Basis um 16,5 % beigetragen.

Die operative Marge verbesserte sich hierbei um fast 400 Basispunkte auf 27,2 % (i.V.: 23,2 %). Neben erfolgreichen Preiserhöhungen und gesunkenen Energiekosten wirkten sich insbesondere deutliche Einsparungen aus dem im Februar 2020 gestarteten Aktionsplan COPE positiv auf das Ergebnis aus. Ebenso beginnt der Aktionsplan Nordamerika zu greifen.

Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs stieg um 8,4 % auf 1.715 (i.V.: 1.583) Mio €. Zur Verbesserung des Ergebnisses des laufenden Geschäftsbetriebs trugen Veränderungen im Konsolidierungskreis mit 3 Mio € bei, Wechselkurseffekte dagegen belasteten das Ergebnis mit 31 Mio €.

 


 

Vermögens- und Finanzlage

In den ersten neun Monaten 2020 konnte trotz des schwierigen Marktumfelds der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche um 447 Mio € auf 1.489 (i.V.: 992) Mio € gesteigert werden. Hier machten sich die Kosteneinsparungen, geringere Investitionen und die aktive Steuerung der Posten des Umlaufvermögens im Rahmen des Aktionsplans COPE bemerkbar.

Aufgrund der soliden operativen Entwicklung stieg der freie Cashflow der letzten 12 Monate deutlich auf rund 2,3 (i.V.: 1,6) Mrd €. Die Nettofinanzschulden beliefen sich zum 30. September 2020 auf 7,9 (i.V.: 9,7) Mrd €. Im Vergleich zum 30. September 2019 sanken die Nettofinanzschulden deutlich um 1,8 Mrd €. Dies zeigt die enorme Finanzkraft des Unternehmens, die besonders in der aktuellen Corona-Krise von Vorteil ist.

Dank der starken Cashflow-Entwicklung und der strikten Ausgabendisziplin sanken die Nettofinanzschulden gegenüber dem Jahresende 2019 (8,4 Mrd €) um 0,5 Mrd €.

Der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen der letzten 12 Monate, lag Ende September 2020 bei 2,1x. Der langfristig angestrebte Zielkorridor liegt bei 1,5x bis 2,0x.

„Wir erwarten auch im vierten Quartal wieder einen starken Cashflow“, so Dr. Lorenz Näger, Finanzvorstand von HeidelbergCement. „Daher gehen wir davon aus, dass wir die obere Grenze unseres Zielkorridors für den Verschuldungsgrad bereits zum Jahresende 2020 erreichen werden.“

Die Ratingagentur S&P Global Ratings hat am 12. Oktober 2020 das bestehende Rating von HeidelbergCement (BBB-) bestätigt und den Ausblick von stabil auf positiv angehoben.

Hohe Priorität auf Nachhaltigkeit

HeidelbergCement treibt mit hoher Priorität das Thema Nachhaltigkeit voran. Im September 2020 hat das Unternehmen zum fünften Mal in Folge ein AA-Rating im MSCI ESG Rating erreicht. Mit diesem Rating wird HeidelbergCement in die Kategorie “Leader” im Bereich ESG (Environment Social Governance) eingestuft. Der Konzern erhielt überdurchschnittlich gute Bewertungen in allen Rating-Kriterien.

Daneben hat das Unternehmen weitere Fortschritte bei der Entwicklung nachhaltiger und CO2-emissionsarme Produkte gemacht. Mit i.tech® 3D liefert HeidelbergCement einen innovativen Beton für das erste gedruckte Wohnhaus Deutschlands. Das Hightech-Material wurde von der HeidelbergCement-Tochter Italcementi speziell für den 3D-Druck entwickelt und ist für vielseitige Anwendungen und verschiedene 3D-Druckertypen geeignet.

Bis 2025 will das Unternehmen die spezifischen Netto-CO2-Emissionen auf unter 525 kg pro Tonne zementartigem Material verringern. Dieser Wert entspricht einer Reduktion von 30 % gegenüber dem Jahr 1990 und war bislang erst für 2030 angestrebt worden. HeidelbergCement hat den Anspruch, Vorreiter in der Baustoffindustrie bei der schrittweisen Reduktion von CO2-Emissionen zu sein. Bis spätestens 2050 will das Unternehmen CO2-neutralen Beton anbieten.

Ausblick 2020

Die Geschäfte von HeidelbergCement haben sich im bisherigen Verlauf des Jahres als äußerst widerstandsfähig erwiesen. Das Unternehmen hat frühzeitig alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis durch den Coronavirus-bedingten Rückgang der Bauaktivitäten bestmöglich abzufedern.

Aufgrund der sehr starken Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2020 geht HeidelbergCement nun davon aus, im Gesamtjahr 2020 ein Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen über dem Vorjahr zu erzielen. Das Unternehmen erwartet eine weitere Reduzierung des Verschuldungsgrads auf 2,0x oder besser.

Für die Zukunft rechnet HeidelbergCement mittel- und langfristig mit unverändert guten Perspektiven für nachhaltiges und profitables Wachstum. Dabei geht der Konzern davon aus, dass die Bauaktivitäten in einzelnen Kernmärkten mittelfristig von staatlichen Infrastruktur- und sonstigen Konjunkturprogrammen profitieren dürften.

 


 

Risiken und Chancen

Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2020 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich im Geschäftsbericht 2019 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 58 ff. sowie im Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 63 ff. dargestellt.

Wie die weltwirtschaftliche Entwicklung durch die Verbreitung des Coronavirus beeinträchtigt wird, war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Geschäftsberichts am 18. März 2020 nicht vorhersehbar.

Nach dem beispiellosen Einbruch im Frühjahr hat sich die Weltwirtschaft zwar wieder etwas erholt, aber die erneute Zuspitzung der Pandemie im Herbst mit weiteren Lockdowns in vielen Ländern hat die Hoffnung auf einen raschen Aufschwung wieder etwas gedämpft. Dennoch erwartet das Unternehmen in der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken.

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