Aktie im Fokus: Tesla – Rentabilität verbessert sich weiter

XTB: Die Aktien von Tesla (TSLA.US) gerieten letzte Woche unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass die FSD-Software (Full Self-Driving) des Unternehmens auslaufen würde.

Nichtsdestotrotz erreicht der berühmte Elektroautohersteller einen weiteren wichtigen Meilenstein in Bezug auf die FSD-Technologie, nämlich das autonome Fahren, das ein wichtiger Wachstumsimpuls sein könnte.

Diejenigen, die die Geschichte von Tesla verfolgt haben, wissen, dass Elon Musk schon seit fast einem Jahrzehnt von vollständig selbstfahrenden Fahrzeugen spricht.

Zur Erinnerung: Tesla begann bereits im Oktober 2016 mit dem Bau der ersten Fahrzeuge, die für das autonome Fahren ausgelegt sind.

Zur Veranschaulichung sehen wir uns die nachstehende Grafik an, die die kumulierte Produktion von Tesla seit Anfang 2017 zeigt, ohne die rund 15.000 im vierten Quartal 2016 produzierten Fahrzeuge, die mit FSD-Hardware ausgestattet gewesen wären.

 

Kumulierte Produktion von FSD-Fahrzeugen. Quelle: Tesla

Kumulierte Produktion von FSD-Fahrzeugen. Quelle: Tesla

 

 

In den letzten Jahren wurden mehrere Versionen der FSD-Software veröffentlicht.

Vielleicht wird die nächste Version auf dem kommenden Investorentag am 1. März 2023 vorgestellt.

Auf den ersten Blick scheint das Thema selbstfahrende Autos eine ferne Zukunft zu sein, doch bei näherer Betrachtung könnte uns diese Funktion schon bald im Alltag begleiten.

 

Tesla-Finanzen

Die finanzielle Situation von Tesla zeigt allmählich das Wachstumspotenzial des Unternehmens, vor allem, wenn wir das letzte Jahrzehnt betrachten. Das Unternehmen verzeichnete eine Umsatzwachstumsrate von fast 45% und einen Bruttogewinn von 46,5%.

Im Zeitraum von 2013 bis Ende 2022 verzeichnete das EBITDA eine beeindruckende CAGR von 81,6%.

Das Unternehmen wurde in den letzten Jahren profitabel, und ab 2020 begann der Nettogewinn von 721 Mio. $ auf 12,56 Mrd. $ zu steigen, was einer CAGR von 317,31% entspricht.

Das Unternehmen verfügt über eine gesunde Bilanz mit nur 1 Mrd. USD an langfristigen Schulden und über 22 Mrd. USD an Barmitteln und kurzfristigen Anlagen.

 

 

Auch der freie Cashflow (“FCF”) bleibt auf einem guten Niveau:
Ende 2022 wurden 4,2 Mrd. $ erwirtschaftet, gegenüber -32,5 Mio. $ Ende 2013.

Es sei daran erinnert, dass Tesla 1,56 Mrd. $ an aktienbasierten Vergütungen (“SBC”) gezahlt hat, wodurch der den Anlegern tatsächlich zur Verfügung stehende freie Cashflow auf nur 1 Mrd. $ gesunken ist.

Tesla-Rentabilität verbessert sich weiter

Was die Rentabilität betrifft, so erzielt das Unternehmen beeindruckende Ergebnisse.

Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) sinkt und stabilisiert sich dann um 55.000 $, während die Betriebsmarge weiter steigt und sich 17% nähert.

 

Quelle: Jahresabschlüsse des Unternehmens für Q4'22.

Quelle: Jahresabschlüsse des Unternehmens für Q4’22.

 

Dies ist ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig es für Tesla war, einen Skaleneffekt zu erzielen.

Im Moment ist jeder Dollar zusätzlicher Einnahmen aufgrund der verbesserten betrieblichen Effizienz wertvoller.

Tesla hat im Jahr 2022 1,31 Millionen Fahrzeuge verkauft und rechnet damit, bis zum Ende dieses Geschäftsjahres 1,8 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen.

Dieser Plan ist ehrgeizig und geht von einer Steigerung von 50 % CAGR von 2020 bis 2023 aus.

Aus heutiger Sicht hat Tesla gute Chancen, dieses Ziel zu erreichen.

 

Quelle: Jahresabschlüsse des Unternehmens für Q4'22.

Quelle: Jahresabschlüsse des Unternehmens für Q4’22.

 

Tesla-Angebot

Derzeit stellt Tesla vier Fahrzeugtypen her: das Model 3, Y, S und X. Während das Model 3 und das Model Y auf den Massenmarkt abzielen, ist das bei den anderen beiden Modellen anders.

Die Einstiegspreise für das Model 3 und das Model Y schwanken jedoch zwischen 40.000 und 60.000 US-Dollar, was nicht für alle potenziellen Kunden attraktiv ist.

Die Preise der beiden anderen Modelle beginnen bei 100.000 Dollar.

 

Zukünftiges Potenzial von Tesla?

Tesla hat wiederholt erklärt, dass das Unternehmen den Produktionsprozess effizienter gestalten will, um den durchschnittlichen Verkaufspreis zu senken.

Es gibt jedoch andere Autohersteller, die in der Lage sind, Elektrofahrzeuge zu günstigeren Preisen zu verkaufen.

Tesla könnte mit der Produktion von Kleinstfahrzeugen beginnen, was jedoch eher dem Volumen als den Gewinnspannen zugute käme, da dieses Segment sehr wettbewerbsintensiv ist und viele Autohersteller ihre Elektroautos bereits produzieren oder bald produzieren werden.

Ein weiteres mögliches Szenario ist, dass Tesla sich zu einem Premium-Autohersteller entwickelt.

Damit würde das Unternehmen mit Marken wie Mercedes, BMW, Audi, Lexus und anderen konkurrieren.

Dies ist zwar ein Segment mit höheren Gewinnspannen, aber die Stückzahlen sind etwas geringer – Mercedes und BMW verkaufen rund 2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr.

Derzeit sieht es jedoch so aus, als sei Tesla mehr an der Produktion von Fahrzeugen der Economy-Klasse interessiert, die sich durch geringere Gewinnspannen und höhere Stückzahlen auszeichnen.

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