Bedeutung der Euro-Dollar-Lücke am Wochenende | Einfluss von Frankreichs Wahl auf Brexit

ThinkMarkets: Einfluss der Wahl Frankreichs auf Brexit

Das französische Volk hat trotz der neulichen Terrorattacken erfolgreich gezeigt, dass die Nation die Fähigkeit hat, das Land zusammenzuhalten und sich sein Urteilsvermögen nicht trüben lässt. Viva La France. Das Ergebnis des ersten Wahlganges Frankreichs hat ein starkes Ausgangssignal für die bevorstehende Wahl Großbritanniens gesendet, und der Verhandlungsprozess wird kein Kinderspiel. Marcons Rhetorik dreht sich vollständig darum, die Eurozone zu stärken und die Integration zu steigern. Sowohl Theresa May die Primärministerin Großbritanniens, als auch die anderen Kandidaten die für das Amt in 10 Dowing Street kandidieren, müssen einen harten Wahlkampf führen um diese Herausforderung zu bewältigen. Sie müssten ihre Strategien klar offenlegen. Zudem müssen sie das Volk zweifellos davon überzeugen, dass sie die geeigneten Politiken haben, jedes Risiko abzuwehren, das als Endresultat dieser Entscheidung auftreten könnte.
 

Gegenwärtig führt Theresa May bei den Wahlumfragen, und ihre Haltung stimmt mehr mit Le Pens Antiglobalisierung und verstärkten Grenzkontrollen überein. Wenn Le Pen gewinnt, worauf die aktuellen Wahlumfragen nicht hindeuten, wäre es wahrscheinlicher, dass sie gewisse Angelegenheiten einfacher erledigen könnte, doch im Falle des Sieges von Macron ist alles möglich.
 

Macron hat wiederholt gesagt, dass Großbritannien kein gerechtes Abkommen erhalten solle, (was die Lage nicht erleichtert). Macrons Sieg würde ebenfalls bedeuten, dass er hart kämpfen müsste, um alle Großbanken (der Sektor in dem am meisten auf dem Spiel steht) davon zu überzeugen, Frankreich als ihren Hauptsitz zu wählen um das regulatorische und betriebliche Umfeld zu vergünstigen. Sein höchstes Engagement ist es, die Eurozone sowie die Europäische Union vereinigt bleiben zu lassen, und dies verschafft ihm eine Menge an Pluspunkten. Daher würde ein Sieg Macrons Mays Weg beschwerlicher machen, und ihr Pfad würde sich versteilen und verschmälern.

Die aktuellen Wahlumfragen zeigen, dass Macron bei weitem der am meisten bevorzugte Kandidat im zweiten Wahlgang ist, welcher am 7. Mai stattfindet.

 

Euro/Dollar legt sich auf 1,0937

Die Lücke zwischen Euro und Dollar war am Wochenende größer und setzte sich nach einer Erholung durch die Ergebnisse der Neuigkeiten zur französischen Wahl auf den Level von 1,937. Auf diesem Punkt legte sich der Staub und nur wenige Trader sind gewillt das Risiko jenseits dieses Trades auf ihrer Tagesordnung zu halten. Wir denken, dass der aktuelle Trade nach wie vor das Potential hat über diesen Level auszubrechen, und es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Level von 1,10 erreicht wird. Doch damit der aktuelle Schwung weiter bestehen bleiben kann, darf die 200-Tage-Linie nicht unterschritten werden. Dies würde Tradern versichern, dass genug Schwung im Trade vorhanden ist. Falls die 200-Tage-Linie nicht erreicht wird, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Wochenend-Lücke geschlossen werden kann und der Preis den Supportlevel nahe der 50-Tage-Linie erreichen könnte.


Mit einem tieferen Eindringen in die Bedeutung der Wochenendlücke für das Euro/Dollar Paar  sieht man, dass diese die größte Lücke seit seines vorherigen Schlusskurses nach der Erfindung der gemeinsamen Währung war. Nichtsdestotrotz ist der signifikante Faktor der Schlusskurs des oben erwähnten Kerzendiagrammes.


Französische Renditen fallen, Aktien steigen

Die französischen Aktien erholen sich, während Investoren sich über das Ergebnis der Neuigkeiten über die französischen Wahlen freuen. Investoren belohnen den CAC40, der Hauptindex des Landes, indem sie die Aktienpreise in die Höhe treiben, und die französischen 10-jährigen Anleihen sinken als Ergebnis daraus. Die Beziehung zwischen den Anleihen und Aktien ist negativ- erstere steigen während letztere sinken.

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