Brexit im Anmarsch! Broker reagieren – das sollten Trader nun wissen!

QTrade: Am 23. Juni ist es soweit! Die Briten stimmen über den Verbleib in der EU ab und Marktteilnehmer erwarten im Vorfeld und nach der Entscheidung heftige Turbulenzen an den Märkten. Aus diesem Grund haben mehrere CFD-Broker, darunter bspw. die Saxo Bank, FXCM und einige weitere die Margin für CFDs und Devisenpaare, die von der Entscheidung beeinflusst werden könnten, erhöht. Hierunter vor allem Aktien-CFDs auf englische Aktien, den FTSE-CFD sowie GBP-Devisen. In der Regel wurde der Hebel, je nach Risikoneigung des Brokers, auf 1:15 bis maximal 1:100 reduziert von vormals oft 1:400.

 

Franken-Debakel soll nicht noch einmal passieren!

Als im Januar 2015 die Schweizer Notenbank die Interventionen am Devisenmarkt aufgab, rauschte der Kurs von EUR/CHF in die Tiefe und sorgte bei manchen Tradern und Brokern zu horrenden Verlusten. Darunter auch die einleitend erwähnten Broker mit Verlusten von über 100 Millionen Euro. Damals kam es zu einem Problem mit der Abwicklung der Trades.

 

Während Trader oftmals noch Positionen schließen konnten (teilweise auch zu wirklich schlechten Preisen), konnten die Broker die Transaktionen nicht mehr am Interbankenmarkt absichern. Dadurch hatte der Broker enorme Verluste auf seinen eigenen Handelskonten und konnte gleichzeitig bei seinen Privatkunden die ausstehenden Summen nicht mehr eintreiben. Dies führte zu Abschreibungen und einem deutlichen Druck auf die Gewinne.

 

Sicherheit geht vor!

Um zu vermeiden, dass sich eine Situation wie im Januar 2015 wiederholt, wird die Margin angehoben. Dies dient dem Schutz der Trader, da dadurch zu horrende Verluste vermieden werden können, wenn man sich falsch positioniert hat. Aufgrund eines möglichen „Austrocknens“ der Liquidität im Bankenmarkt nach der Entscheidung, könnte es zudem zu starken Ausschlägen kommen.

 

Wie sollten Trader dem Brexit begegnen?

Ich selbst habe schon viele wichtige Ereignisse an den Börsen miterlebt. Und es hat sich für mich immer gelohnt, nicht während extrem marktbewegenden Nachrichtenmeldungen im Markt zu sein (natürlich nur, wenn man diese vorher kennt). Trader sollten abwarten und erst traden wenn die Lage wieder klarer ist. Persönlich erwarte ich im Gegenzug zu anderen Tradern keine großen Bewegungen durch die Brexit-Entscheidung. Ich rechne mit einem Verbleib der Briten in der EU und keinen großen Ausschlägen. Aber dies ist nur meine persönliche Einschätzung.

 

Autor: Sebastian Hell

 

 

07.06. – Die Brexit-Befürworter liegen vorn

 

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