DAX kämpft sich in die Pluszone vor – Zinssenkungsfantasie verhindert Schlimmeres an der Börse

CMC Markets: Die australische Notenbank hat den Leitzins gesenkt. Damit ist sie die erste Zentralbank in den Industriestaaten, die aufgrund der Wirtschaftsschwäche in China und der zu niedrigen Inflationsraten gegensteuert und den Märkten neue Liquidität verabreicht.

Die australische Notenbank hat den Leitzins gesenkt. Damit ist sie die erste Zentralbank in den Industriestaaten, die aufgrund der Wirtschaftsschwäche in China und der zu niedrigen Inflationsraten gegensteuert und den Märkten neue Liquidität verabreicht.

Die Aussicht auf eine weiterhin expansive Geldpolitik der weltweit wichtigsten Notenbanken verhindert im aktuell unsicheren Umfeld Schlimmeres an den Aktienmärkten. Auch die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung durch die Federal Reserve ist in den vergangenen Wochen gestiegen. US-Notenbanker Bullard sagte gestern, dass sich der Ausblick für den Welthandel eingetrübt habe und die Zinskurve das Signal sende, dass die finanziellen Bedingungen am Kapitalmarkt nicht zufriedenstellend seien.

Damit bereitet die Fed die Märkte verbal auf eine Zinssenkung vor.

 


 

Spannend wird die Frage, ob und wie die Europäische Zentralbank über ihre bereits angekündigten Langfristtender hinaus mit der Fed in einen Zinssenkungszyklus eintritt. Tut sie das, müsste sie die Zinsen in der Eurozone tief in den negativen Bereich befördern. Der Bund Future zumindest hat gestern sein Allzeithoch aus dem Sommer 2016 erneut getestet.

Offenbar gibt es im amerikanischen Kongress unterdessen Bemühungen seitens der Republikaner, die Strafzölle gegen Mexiko, die Trump verhängte, wieder aufzuheben. Das wurde im März schon einmal gegen finanzielle Mittel für den Bau einer Mauer zu Mexiko versucht, doch damals legte Trump sein Veto ein.

Wenn es dieses Mal klappen soll, braucht es eine Mehrheit im Kongress, dann würde auch das Veto Trumps nichts mehr nützen. Das Problem bei den angedrohten Strafzöllen gegen Mexiko ist, dass das Weiße Haus nicht definiert hat, was Mexiko jetzt genau tun soll. Das weckt die Angst, dass die Strafzölle vielleicht sogar im vollen Umfang kommen könnten.

 


 

Technisch geht es im Deutschen Aktienindex jetzt darum, die Marke von 11.835 Punkten schnell wieder zurückzuerobern.

Ein Überschreiten wäre technisch ein Erfolg für die Käufer, ein Rutsch unter 11.661 Punkte allerdings dürfte den Markt in Richtung 11.404 Punkte befördern.

 

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