DAX kann sich nach oben absetzen – Anleger fokussieren sich auf gute Zahlen
Die überwiegend positiven Unternehmensnachrichten kompensieren erfolgreich die weiter undurchsichtige Lage im Nahen Osten.
Aktuell fällt es schwer, sich dort ein klares Bild zu machen.
Die Meldung, dass ein Containerschiff der Reederei Maersk unbeschadet durch die Straße von Hormus gefahren ist, hat dem DAX heute wieder etwas Auftrieb gegeben.
Doch der Konflikt dürfte auch noch in den kommenden zwei bis drei Wochen ungewiss bleiben und entsprechende Auswirkungen auf die Energiepreise haben.
Damit steigen die Inflationserwartungen und bei den privaten Haushalten verschlechtert sich das Sentiment zunehmend.
DAX Chart
Zudem bauen viele Unternehmen Arbeitskräfte ab und ersetzen diese speziell im Technologiesektor durch KI. Das sind zumeist gut ausgebildete Arbeitskräfte mit entsprechenden Gehältern und der zugehörigen Kaufkraft. Für die kommenden Quartale braut sich damit ein gewissermaßen perfektes Stagflationsszenario zusammen.
Noch aber wollen die Investoren dies als Gesamtbild nicht erkennen. Stattdessen sorgen die Ergebnisse der US-Big-Techs und der Unternehmen aus der Finanz-, Rüstungs- und Energiebranche für Optimismus. Im S&P 500 haben über 80 Prozent der Unternehmen, die ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, die Erwartungen übertroffen. Die Frage bleibt allerdings, ob sich der positive Trend auch in den kommenden Quartalen in dem beschriebenen Gesamtumfeld fortsetzen kann.
Der DAX lebt derzeit sehr stark von den Vorgaben aus den USA und den Schwergewichten, die ebenfalls maßgeblich von Sondersituationen in vereinzelten Wirtschaftssektoren profitieren können.
Das lässt sich unter anderem an den Quartalszahlen von Rheinmetall erkennen.
Rheinmetall Aktie Chart
Ähnlich verhält es sich mit den Aktien von SAP und Siemens.
Der DAX bildet derzeit nicht die deutsche Wirtschaft ab, sondern wird von den global aufgestellten Konzernen bestimmt.
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