DAX Marktüberblick am 20. Juni 2022:

flatex: Der Deutsche Aktienindex gab sich am Freitag rund um den großen Verfallstag (Hexensabbat) an der Terminbörse Eurex recht entschlossen, mit einem versöhnlichen Ergebnis aus dem Handel gehen zu wollen. Die 13.000-Punkte-Marke wurde zumindest deutlich verteidigt.

Via Xetra schloss der DAX mit einem Kursplus von 0,67 Prozent bei 13.126,26 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 8,58 Milliarden Euro.

Die restlichen umsatzstarken europäischen Indizes beendeten den Freitag mit gemischten Ergebnissen. Während der Ibex35 in Madrid und der FTSE MIB in Mailand hinzugewinnen konnten, fielen die Indizes in Amsterdam, London, Paris und Zürich zurück.

Der EuroStoxx50 ging mit einem Zugewinn von 0,31 Prozent bei 3.438,46 Punkten aus dem Handel.

Noch kurz zum deutschen Leitindex DAX – die Konzerne Delivery Hero und Beiersdorf tauschten die Plätze. Delivery Hero steigt in den MDAX ab, während sich Beiersdorf wieder im DAX zurückmeldet.

An der Wall Street gingen die führenden US-Indizes NASDAQ100 und S&P500 mit Zugewinnen aus dem Handel, während er Dow Jones die 30.000-Punkte-Marke nicht zurückerobern konnte und mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 29.888,78 Zählern schloss.

 

Die deutsche Energielage

Zwar ist die Versorgungslage Deutschlands mit Gas noch als stabile zu bezeichnen, wie es DIHK-Präsident Adrian ausdrückte, doch dürften die durch Russlands staatlichen Konzern Gazprom jüngst deutlich gedrosselten Gasmengen vor allem für viele deutsche Unternehmen (und auch für den Verbraucher) sich zu einer kostspieligen Angelegenheit auswachsen.

Adrian gab zu Bedenken, dass im Falle des kompletten Ausbleibens russischer Gaslieferungen mit einem schweren Schlag für die deutsche Konjunktur zu rechnen sei.

In diesem Fall wäre eine Rezession als unausweichlich zu bezeichnen.

Die deutsche Wirtschaft dürfte auch nach Ansicht führender Ökonomen des ifo-Instituts oder auch des DIW im Falle gestoppter russischer Erdgaslieferungen einen beträchtlichen Schaden erleiden.

 

Kryptowährungen

Einen beträchtlichen Schaden erlitt das Chartbild einer Reihe von Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin crashte am Wochenende und fiel zwischenzeitlich sogar unter die Marke von 18.000 US-Dollar, peitschte aber am Sonntag sogar wieder über die Marke von 20.000 US-Dollar zurück.

Volatilität pur – im November markierte der Bitcoin noch knapp unterhalb von 69.000 US-Dollar ein Rekordhoch!

Während auf der einen Seite schon vom derben Kryptowinter gesprochen wurde, versuchten sich eine Reihe von Marktauguren auch mit Erklärungen.

Einerseits werden die hohen Energiepreise angeführt, die das Mining horrend teuer und damit unrentabel machen, andererseits sprach man auch in den Foren von Reddit davon, dass die Cryptowelt nun ihren ersten richtig harten Test zu bewältigen hätte, denn außer 2020 mit dem Corona-Crash, erfuhr die Welt von Bitcoin und Ethereum & Co noch keine globale Rezession.

Die Kryptowelt könnte sich ähnlich der New Economy an einem Punkt zwischen Ende 1999 und März 2000 zu den Zeiten der Dot.com-Blase befinden. Als einer der Hauptgründe für den Kryptocrash dürfte jedoch das Einfrieren von Kryptoassets von rund 12 Milliarden US-Dollar durch die Gesellschaft „Celsius“ sein.

 


 

Wirtschaftsdaten

Die neue Börsenwoche beginnt gemächlich. In den USA bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen.

Am Morgen wurden bereits um 08:00 Uhr die deutschen Erzeugerpreise für den Monat Mai ausgewiesen.

Im Verlauf des Vormittags werden um 11:00 Uhr Daten zur April-Bauleistung für die Eurozone erwartet und der Chicago National Activity Index für den Mai.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte und auch die US-Futures gaben am Morgen ein noch recht uneinheitliches Bild ab. Die US-Börsen bleiben heute geschlossen. Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 13.095 Punkten.

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex schloss am Freitag via Xetra mit einem Kursgewinn von 0,67 Prozent bei 13.126,26 Punkten. Ausgehend vom Kursverlauf vom letzten Zwischenhoch des 06. Juni 2022 von 14.709,38 Punkten bis zum jüngsten Verlaufstief des 16. Juni 2022 von 13.007,91 Punkten, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite möglicherweise näher abzuleiten. Die Widerstände kämen bei 13.409/13.658/13.859/14.059 und 14.308 Punkten in Frage. Bei der Marke von 13.008 Punkten und den Projektionen von 12.759/12.606/12.358 und 11.956 Punkten wären die jeweiligen Unterstützungsbereiche zu verorten.

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