DAX Marktüberblick am 22. September 2022: Fed schickt die Aktienmärkte auf Talfahrt

flatex: Der Deutsche Aktienindex konnte kurz vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch um 0,76 Prozent zulegen und schloss via Xetra mit 12.767,15 Punkten.

Dennoch blieb das Handelsvolumen via Xetra mit gerade einmal 2,29 Milliarden Euro recht dünn.

Der XDAX schloss in Frankfurt um 22:15 Uhr mit 12.590,23 Zählern erheblich tiefer.

Die restlichen umsatzstarken europäischen Indizes lieferten recht unterschiedliche Ergebnisse ab. Die Indizes in Amsterdam, London, Mailand und Paris konnte Zugewinne verbuchen, während der Ibex35 in Madrid und der SMI in Zürich nachgaben.

Letzterer wurde zusätzlich vom immer stärkeren Schweizer Franken gen Süden gepresst – EUR/CHF notierte am Abend nach dem FOMC-Zinsentscheid bei beinahe rund 0,95 – der Franken gab sich somit einmal mehr „bretthart“.

 

Fed schickt die Aktienmärkte auf Talfahrt

Die Federal Reserve schickte in erster Line den US-Aktienmarkt auf Talfahrt – dies wirkte sodann auf die europäischen Indizes im Späthandel negativ durch.

Russlands Teilmobilmachung gab dem Markt den Rest und drückte ebenso auf die Marktstimmung – die Märkte schalteten wieder von Risikofreude auf Risikoaversion zurück.

Die Fed hatte das Zinsband wie erwartet auf 3,00 bis 3,25 Prozent angehoben. Das Hauptziel der Fed: Der Kampf gegen die Inflation.

Obendrein kündigte man bereits im Statement an, dass weitere Zinserhöhungen als angemessen erscheinen. Das bedeutet somit schon mal allein von der weiteren Zinsentwicklung nicht viel Gutes für die Aktienmärkte.

Die Fed-Projektionen erledigten dann den Rest und drückten zusätzlich auf die Marktstimmung. Die Fed revidierte im Vergleich zu den letzten Projektionen vom Monat Juni die BIP-Prognosen für die US-Wirtschaft für dieses nochmal nach unten.

Für das Jahr 2022 wird nunmehr nur noch mit einem mickrigen BIP-Plus von 0,2 Prozent gerechnet, in 2023 geht man von einem Plus von 1,2 Prozent (zuvor 1,7 Prozent) und in 2024 von einem Plus von 1,7 Prozent (zuvor 1,9 Prozent) aus.

Bereits für das Jahr 2023 sieht man eine Rückkehr zur Kerninflation auf 2,8 Prozent und in 2024 auf 2,3 Prozent aus.

Der Preis für diese „niedrigere“ Inflation ist jedoch eine höhere Arbeitslosenrate – das nimmt man weiter billigend in Kauf. In 2022 soll die US-Arbeitslosenrate bereits auf 3,8 Prozent ansteigen, in 2023 und 2024 auf 4,4 Prozent.

Im Vergleich zu den Jahren 2020/2021 sicherlich nicht hoch, dennoch für den US-Konsum und das Wachstum und somit für den US-Schuldendienst eigentlich fatal.

An der Wall Street gingen die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt mit höheren Kursverlausten aus dem Handel. Die Indizes könnten nun die Juni-Tiefs wieder anpeilen.

 


 

Wirtschaftsdaten

Am heutigen Donnerstag stehen gleich zwei Zinsentscheidungen an. Um 09:30 Uhr gibt die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Zinsentscheid bekannt und um 13:00 Uhr gibt die Bank of England ihre Entscheidung bekannt.

Aus den USA wäre um 14:30 Uhr wie immer donnerstags auf die wöchentlichen Daten der Erstanträge und der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe zu achten.

Um 16:0 Uhr wäre noch das September-Verbrauchervertrauen für die Eurozone zu bewerten und um 17:00 Uhr wird der Kansas Fed Index für das Verarbeitende Gewerbe im September veröffentlicht.

Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die Konzerne Accenture plc (IE), Darden Restaurants, FactSet Research Systems, Costco Wholesale und FedEx von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

 

 

Hongkong, Sydney, Taipeh, Tokio – wo immer man hinblickt rote Zahlen. Die Fed hat den Markt mal wieder „abgeschossen“ und das sieht man zusätzlich anhand der US-Futures, die am Morgen vor den europäischen Markteröffnungen auf Tauchstation gingen.

Die ersten DAX-Indikationen wurden seit dem frühen Morgen bereits in der asiatischen Handelszeit unterhalb von 12.500 Punkten ausgewiesen – gingen teils bis 12.446 Punkte abwärts.

 


 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex schloss am Mittwoch via Xetra mit einem Kursgewinn von 0,76 Prozent bei 12.767,15 Punkten.

Ausgehend vom letzten Zwischentief des 05. Juli 2022 von 12.390,95 Punkten bis zum Zwischenhoch des 16. August 2022 von 13.947,85 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite näher abzuleiten.

Die Widerstände wären bei den Marken von 12.986/13.169/13.353/13.580 und 13.948 Punkten zu ermitteln.

Bei den Marken von 12.758 und 12.391 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 12.163/12.024/11.796 und 11.429 Punkten lägen die nächsten Unterstützungsbereiche bereit.

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