DAX Marktüberblick am 27. März 2023: Einkaufsmanagerindizes deuten auf Schrumpfkurs hin

flatex: Der Deutsche Aktienindex konnte sich zum Wochenschluss nicht mehr gegen den Abwärtssog wehren, eine Erholung bis zum Xetra-Schluss bleib aus.

Zum Handelsende notierte der DAX mit einem Minus von 1,66 Prozent und 14.957,23 Punkten.

Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 4,57 Milliarden Euro.

Insgesamt trübte sich die Lage auch im restlichen Europa ein.

Die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich fielen allesamt stärker zurück.

Die Börse in Wien musste einen noch heftigeren Schlag ins Kontor in Kauf nehmen, denn der ATX rauschte mit 4,37 Prozent in die Tiefe und schloss mit 3.024,58 Punkten.

Der EuroStoxx50 beendete den Tag mit einem Abschlag von 1,82 Prozent und 4.130,62 Punkten.

Im Gegensatz dazu konnte sich die Wall Street am Schopfe packen und sich aus der Verlustzone befreien – man erreichte zumindest einen recht versöhnlichen Wochenschluss.

Die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 schlossen mit Zugewinnen, der marktbreite S&P500 konnte mit 0,56 Prozent am stärksten zulegen und beendete den Handel mit 3.970,99 Punkten.

 

 

Rückblick auf das 1. Quartal

Blicken wir einmal übergeordnet auf den Verlauf des ersten Quartals 2023, denn das endet am Freitag. Umschichtungen, das Schießen von Positionen und möglicherweise auch Rotationen könnten einmal mehr lanciert werden.

Der deutsche Leitindex DAX konnte sich auch der jüngsten Achterbahnfahrt zum Trotz immer noch recht stabil zeigen – seit dem Jahresbeginn ging es bis dato immerhin um 7,42 Prozent aufwärts.

In Paris konnte der CAC40 dies sogar noch mit einem Plus on 8,36 Prozent übertreffen. De markbreite Europe Stoxx600 erreichte immerhin noch ein Plus von 3,58 Prozent.

In den USA hingegen war das Bild recht uneinheitlich. Der Dow Jones enttäuschte bis dato und verlor im Vergleichszeitraum 2,74 Prozent, der S&P500 indes konnte um 3,42 Prozent hinzugewinnen.

Lediglich der NASDAQ100 konnte mit einem Plus von 16,7 Prozent die hier ausgewiesenen Werte bei weitem „outperformen“.

Ausgerechnet der in 2022 so zinssensitive Technologiesektor konnte sich bis dato also trotz der immer weiter angestiegenen US-Leitzinsen mehr als nur behaupten.

 

Einkaufsmanagerindizes deuten auf Schrumpfkurs hin

Im Hinblick auf die gesamte Zinsentwicklung der letzten Quartale und des Bankentrubels der letzten Wochen dürfte man mit Sorge auf die nächste absehbare Zeit blicken. Eine eher schleppende konjunkturelle Entwicklung könnte zusätzlich durch eine geringere Kreditvergabe ein Problem darstellen.

Die am Freitag publizierten Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und die Einkaufsmanagerindizes Gesamt (Composite) dürften insbesondere für den Bereich Industrie auf einen bevorstehenden Schrumpfkurs hinweisen.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im März wurde mit einem erschreckend schlechten Wert von 44,4 Punkten veröffentlicht.

Das US-Pendant dazu wurde mit 49,3 Punkten zumindest knapp vor der Expansionsschwelle publiziert.

 

Wirtschaftsdaten

Am heutigen Montag wäre in Bezug auf die Einschätzung der gegenwertigen konjunkturellen Lage in Deutschland der um 10:00 Uhr zur Veröffentlichung anstehende ifo-Geschäftsklimaindex mit in die Wertung aufzunehmen.

Der ifo-Index könnte heute nochmals schwächer ausfallen und auf das DAX-Sentiment drücken.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen kurz vor dem jeweiligen Handelsschluss noch gemischte Ergebnisse auf.

Die US-Futures konnten seit der asiatischen Handelszeit durchweg zulegen.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 15.076 Punkten.

 

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex ging am Freitag via Xetra mit einem Kursverlust von 1,66 Prozent bei 14.957,23 Punkten aus dem Handel.

Ausgehend vom Kursverlauf vom letzten Zwischenhoch des 07. März 2023 von 15.706,37 Punkten bis zum Verlaufstief des 20. März 2023 von 14.458,39 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite näher zu ermitteln.

Die Widerstände wären bei den Marken von 15.082/15.230/15.412 und 15.706 Punkten abzuleiten.

Bei den Marken zur Unterseite von 14.753 und 14.458 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 14.276/14.164/13.982 und 13.687 Punkten wären die nächsten Unterstützungsbereiche auszumachen.

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