DAX testet die 12.000er Marke – Entscheidungstag für die Lufthansa

CMC Markets: Die Ausbreitung des Coronavirus bleibt das beherrschende Thema auf dem Börsenparkett. Während die USA einen neuen Rekord beim Zuwachs der täglichen Neuinfektionen quer über das Land verteilt melden, verunsichern einzelne Hotspots in Deutschland die Anleger. Die US-Regierung will keine Lockdown-Maßnahmen mehr ergreifen, auch wenn die Infektionszahlen steigen. Ein Blick aber auf Länder wie Schweden zeigt, dass dieses Experiment schief gegangen ist und ohne Lockdown sich mehr Menschen infizieren und vor allem sehr viel mehr Covid-19-Todesfälle zu beklagen sind.

Kranke Menschen oder Menschen, die Angst haben, sich zu infizieren, bleiben zuhause, egal ob es der Staat anordnet oder nicht. Schon jetzt zeigt sich, dass von der US-Regierung verschickte Schecks und Zuwendungen dazu führen, dass viele Amerikaner nicht zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehren wollen – aus Angst, sich zu infizieren. Zudem schmälern die erhöhten Sicherheits- und Hygieneauflagen noch sehr lange Zeit die Produktivität jeder geleisteten Arbeitsstunde.

Daher warnt der IWF vor einer tieferen Rezession als bislang angenommen und betont, dass sich die Aktienmärkte von der Realität fast vollständig abgekoppelt hätten.

Die Menschen sind jetzt in einer Situation angekommen, in der niemand die erreichte Normalität wieder hergeben möchte.

 


 

Analog dazu haben die Investoren die Kursgewinne der vergangenen Wochen bereits als dauerhaft eingestuft. Beides, erneute Lockdown-Gefahren und das Risiko einer zweiten Verkaufswelle am Aktienmarkt, hängen aber zusammen.

Noch führte die wieder steigende Unsicherheit nicht zu einer ernsthaften Korrektur im Deutschen Aktienindex, sie sorgte aber sehr wohl für das vorläufige Ende der Erholungsrally.

Bei der Lufthansa geht es heute um alles. Der deutsche Traditionskonzern lässt in einer außerordentlichen, virtuellen Hauptversammlung 38 Prozent seiner Aktionäre über seine Zukunft entscheiden. Großaktionär Thiele will für das Rettungspaket stimmen, wie er vorab der FAZ sagte. Sollte dann doch alles anders kommen, könnte die Lufthansa einen Plan B in der Hinterhand haben, um eine Insolvenz noch abzuwenden. Denn diese wäre gefährlich – für Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und die Zukunft der Lufthansa als deutsches Unternehmen. Airlines aus dem Ausland könnten ihre Hand nach dem Traditionskonzern ausstrecken. Kunden könnten ihre bereits geleisteten Vorauszahlungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro nur noch teilweise oder gar nicht mehr zurückerstattet bekommen, wenn Tickets ihre Gültigkeit verlieren. Der Image-Schaden für die Lufthansa wäre immens.

Heute nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht die amerikanische Notenbank das Ergebnis ihres Bankenstresstests.

Dieser kann darüber entscheiden, wie ungehindert die Deutsche Bank Geschäfte in den USA in Zukunft tätigen kann oder nicht.

Die Nervosität im Vorfeld könnte sich heute schon auf den Aktienkurs der Deutschen Bank auswirken.

 

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