DAX: Trübe Stimmung am Markt

flatex: Die globalen Aktienmärkte traten vor allem am Donnerstag und Freitag der abgelaufenen Handelswoche in einen stärkeren Abverkauf ein. Die Ankündigung der US-Administration, China mit Strafzöllen auf eine Reihe von Warengruppen im Volumen von rund 60 Mrd. US-Dollar zu belegen, verdarb den letzten Marktbullen die Kauflaune. Der Deutsche Aktienindex ging mit einem Tagesverlust von 1,77% und einem Xetra-Schlusskurs von 11.866,31 Punkten ins Wochenende und rückte damit auf 2018er-Basis auf ein Minus in Höhe von 7,98%.

Mit dieser Negativperformance bekam der deutsche Leitindex im direkten Vergleich zu den weiteren europäischen Aktienmärkten die rote Laterne gereicht. Das Handelsvolumen via Xetra und Börse Frankfurt betrug rund 5,575 Mrd. Euro. Europas Leitindex EuroStoxx50 beendete den Handelstag mit einem Minus von 1,50% bei 3.298,07 Zählern.

Unterdessen wurde in den USA ein 1,3 Billionen-US-Dollar-Haushalt beschlossen. Dieses Ausgabenpaket soll die Finanzierung bis zum September sicherstellen und somit einen weiteren möglichen Regierungsstillstand (Shutdown) erst einmal vertagen. Auf den EUR/USD-Wechselkurs wirkte sich dies dennoch nicht nachhaltig aus. Der EUR/USD-Kurs wirkte rund um die Marke von 1,2350 wie festgenagelt und dies trotz Fed-Zinserhöhung und stärkeren Abverkäufen an den globalen Aktienmärkten.

An der Wall Street wiesen die Kurstafeln am Freitag wie in Asien und Europa Verluste auf. Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 gingen mit höheren Tagesverlusten aus dem Handel. Besonders hohe Abschläge gab es mit einem Minus von 2,61 Prozent und einem Schlussstand von 6.508,09 Punkten beim NASDAQ100. Der Dow Jones fiel um 1,77 Prozent auf 23.533,20 Punkte und verlor demnach vom Rekordhoch rund 11,5 Prozent.

Die neue Börsenwoche beginnt nur mit wenigen volkswirtschaftlichen Daten. Am Nachmittag wird um 14:30 Uhr der Chicago Fed National Activity Index für den Februar veröffentlicht und um 16:30 Uhr steht der Dallas Fed Index für das verarbeitende Gewerbe im März zur Marktbewertung an. Von der Unternehmensseite berichteten am Morgen bereits CA Immo (AT) und Adler Real Estate (DE) von ihren Jahreszahlen. Am Nachmittag werden aus den USA unter anderem Quartalsergebnisse von Athenex, Paychex, Propetro Holding und Red Hat ausgewiesen.

Die neue Börsenwoche startete an den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten überwiegend mit Kursverlusten. Am frühen Morgen konnte sich nur der südkoreanische Kospi in der Gewinnzone halten. Die US-Futures notierten aber durchweg im grünen Bereich. Die ersten Indikationen für den DAX lagen bei 11.890 Punkten.

Charttechnik

Zum Wochenschluss setzte der DAX seine Abwärtsbewegung fort und schloss mit einem Minus von 1,77 Prozent bei 11.866,31 Punkten. Der Blick könnte auf einen längerfristigen Chartverlauf zu richten sein. Ausgehend vom Verlaufstief des 29. August 2017 bei 11.868,84 Punkten bis zum Rekordhoch des 23. Januar 2018 bei 13.596,89 Punkten könnten die nächsten übergeordneten Ziele auf der Ober- und Unterseite zu ermitteln sein.

Die Widerstände fänden sich bei 12.044/12.277 und 12.528 Punkten. Die Unterstützungen kämen bei 11.462/11.211 und 10.802 Punkten in Betracht. Der Xetra-DAX näherte sich per Freitagsschlusskurs beinahe dem überverkauften Bereich unterhalb der 30er-RSI-Marke.

Weitere Analysen zum DAX:
DAX: Zunehmendes Angst-Barometer
DAX: Langfristiger Aufwärtstrend in Sichtweite
DAX schließt unter 12.000 Punkten – Wall Street fängt sich etwas

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 73,1% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge