DAX unter Druck, Wall Street stabil, EURO und Yen im Fokus – Wo Trader jetzt genau hinschauen müssen
Der Zenit der laufenden Berichtssaison in den USA ist inzwischen überschritten. Während an der Wall Street viele große Unternehmen ihre Zahlen bereits vorgelegt haben, beginnt in Deutschland nun eine Phase, die für den deutschen Leitindex DAX richtig spannend werden dürfte.
Denn in der kommenden Woche stehen gleich mehrere Schwergewichte mit ihren Quartalszahlen und Ausblicken auf der Agenda.
Mit dabei sind unter anderem Hannover Rück, Siemens Energy, Münchener Rück, Bayer AG, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom, Merck KGaA, E.ON und RWE.
Genau diese Unternehmen könnten dem DAX in den kommenden Handelstagen die Richtung vorgeben.
DAX: Die Marke von 24.000 Punkten wird zur Schaltzentrale
Der deutsche Leitindex zeigte sich in der vergangenen Woche deutlich schwächer. Belastungsfaktoren waren dabei vor allem die anhaltenden Probleme einzelner deutscher Großkonzerne sowie die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Konflikt.
Viele Marktteilnehmer hielten sich deshalb mit Käufen zurück.
Statt dessen standen kurzfristig eher Setups auf der Short-Seite im Fokus.

Und genau daraus ergibt sich jetzt eine hochinteressante Ausgangslage.
Im DAX wird die Zone um die Marke von 23.500 Punkten in der kommenden Woche zur entscheidenden technischen Schaltstelle.
Solange diese Marke verteidigt wird, besteht die Chance auf eine Stabilisierung und einen erneuten Versuch der Käufer, den Markt nach oben zu treiben.
Fällt der DAX jedoch nachhaltig unter diese Zone, dürfte sich die Korrekturbewegung deutlich ausweiten.
DAX Chart
Für aktive Traderinnen und Trader ist das nahezu ein ideales Umfeld. Denn genau an solchen Schlüsselmarken entstehen oft dynamische Bewegungen mit klar definierten Chancen-Risiko-Verhältnissen. Entscheidend wird sein, wie der Markt auf die anstehenden Unternehmenszahlen reagiert und ob die Käuferseite genügend Stärke aufbauen kann.
Wall Street bleibt bemerkenswert robust
Während der DAX zuletzt deutlich unter Druck geriet, zeigen sich die großen US-Indizes weiterhin erstaunlich stabil. Vor allem der NASDAQ Composite konnte seine Stärke verteidigen und notierte zuletzt erneut in der Nähe seiner Allzeithochs.

Auch der S&P 500 präsentierte sich robust und hielt sich trotz zwischenzeitlicher Schwankungen auf hohem Niveau.

Etwas anders war die Lage hingegen im Dow Jones Industrial Average.
Hier wurden jüngste Ausbruchsversuche immer wieder verkauft.
Trotzdem gilt insgesamt: Die US-Indizes verteidigen aktuell ihre Aufwärtstrends.

Im Falle größerer Rücksetzer bleiben dabei wichtige Unterstützungszonen im Fokus:
· Dow Jones: Bereich um 48.400 Punkte
· S&P 500: Zone um 7.150 – 7.200 Punkte
· Nasdaq: Unterstützungen um 28.000 Punkte sowie im Bereich 26.900 bis 27.000 Punkte
Gerade diese Marken dürften für kurzfristige Trader spannend bleiben.
Denn solange die US-Indizes oberhalb dieser Bereiche notieren, bleibt der übergeordnete Trend intakt.
Euro-Dollar vor möglichem Ausbruch
Auch am Devisenmarkt bleibt die Situation hochinteressant. Der US-Dollar-Index schwankt derzeit stark und befindet sich im Bereich um 98 USD in einer wichtigen Unterstützungszone. Genau daraus ergeben sich spannende Chancen im EUR/USD.

Im Tageschart zeigt sich im Bereich um 1,18 US-Dollar ein massiver Widerstand. Sollte dem Dollar in den kommenden Tagen die Kraft ausgehen, könnte genau diese Marke nach oben durchbrochen werden. In diesem Fall wäre ein weiterer Anstieg des Euro in Richtung 1,19 bis 1,20 US-Dollar durchaus realistisch.
Auf der Unterseite bleibt die Zone um 1,1660 Dollar eine zentrale Unterstützung innerhalb der aktuellen Seitwärtsbewegung.
EUR/USD Chart
USD/JPY: Intervention bleibt das große Thema
Besonders spannend bleibt weiterhin der USD/JPY.
Hier sorgt vor allem das Thema möglicher Interventionen der japanischen Notenbank weiterhin für Nervosität.

Sollte das Währungspaar unter die letzten Zwischentiefs im Bereich von 155 JPY fallen, könnte dies ein größeres Short-Setup aktivieren. In diesem Fall wären weitere Abgaben bis in Richtung 152 JPY durchaus denkbar.
Gerade im USD/JPY bleiben damit kurzfristige Momentum-Bewegungen hochwahrscheinlich.
Bitcoin bleibt im Aufwärtstrend
Im Kryptosektor richtet sich der Fokus weiterhin klar auf Bitcoin. Der Markt konnte zuletzt dynamisch über die Marke von 80.000 US-Dollar ansteigen und bestätigt damit weiterhin den intakten Aufwärtstrend.
Wichtige Unterstützungen liegen aktuell im Bereich zwischen 74.800 und 75.000 Dollar.
Rücksetzer dürften von vielen Marktteilnehmern weiterhin eher als Kaufchance im Trend interpretiert werden.

Auf der Oberseite rücken nun die nächsten Zielbereiche um 85.000 sowie später 90.000 US-Dollar in den Fokus.
Damit wünsche ich Ihnen ein entspanntes Wochenende und einen erfolgreichen Start in die kommende Handelswoche.
Bitcoin Chart
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