DAX vor spannender Woche – Powell-Anhörung, China und der US-Arbeitsmarkt 

CMC Markets: Noch vermittelt der DAX den Eindruck, als könne ihn nichts aus der Bahn werfen, der entsprechende Volatilitätsindex notiert auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren.

Aber diese Woche hat es in sich. Eine eventuell angelaufene 18.000er Marke muss gegen entscheidende Termine verteidigt werden.

Wenn Kurse zu stark steigen, können bereits kleine Enttäuschungen eine größere Verkaufswelle auslösen.

Der Ausbruch im Goldpreis am Freitag auf den höchsten Schlusskurs der Geschichte zeigt, dass Anleger gleichzeitig Schutz suchen vor einem Umfeld, in dem nicht wie in den vergangenen Wochen alles für Aktien glatt laufen könnte.

 

Powell zögert: Keine Eile bei Zinssenkungen trotz Markt-Erwartungen

Jerome Powell wird bei seiner Anhörung vor dem Kongress wahrscheinlich erneut bekräftigen, dass er es nicht eilig hat, die Leitzinsen zu senken.

Ohnehin ist bereits eine Debatte darüber entbrannt, ob die US-Notenbank in ihrem Plan, die Leitzinsen dreimal zu senken, sogar noch weiter zurückrudern könnte.

Angesichts der Stärke des US-Wirtschaftswachstums und steigender Aktienkurse besteht kein dringender Bedarf für geldpolitische Lockerungsmaßnahmen.

Es ist aber fraglich, ob die Märkte auf eine solche Botschaft vorbereitet sind.

Anleger rechnen im Moment fest mit einer Zinssenkung im Juni.

Wenn dieser Termin wackelt, könnte die Volatilität spürbar steigen.

 

China vor Volkskongress: Hoffnung auf Wachstum, aber kein “großer Wumms”

In China beginnt morgen der 14. Nationale Volkskongress.

Chinesische Aktien sind im Vorfeld um 12 Prozent gestiegen, weil sich Anleger definitive Stützungsmaßnahmen zur Stabilisierung des Wachstums erhoffen.

Die chinesische Währung ist allerdings für einen großen Wumms in der Fiskal- und Geldpolitik zu schwach und China wird keine Instabilität in der eigenen Währung riskieren, um sich in geld- und fiskalpolitische Abenteuer zu begeben, bevor die US-Notenbank nicht Klarheit geschaffen hat.

Aller Voraussicht nach wird die Regierung weiter Bereitschaft signalisieren, der Wirtschaft zur Seite stehen zu wollen, der große Wumms aber könnte ausbleiben.

 

EZB unter Druck: Fed-Zurückhaltung zwingt zu Positionierung

Bleibt die Fed bei ihrer stoischen Haltung, gerät auch die EZB zunehmend unter Zugzwang.

Eigentlich folgte sie der Fed in der Vergangenheit in geldpolitischen Entscheidungen, ohne diese anzuführen.

Die EZB muss am Donnerstag erklären, ob und wie sie ihre geldpolitische Führungsrolle bekleiden will, wenn die Fed erst viel später an der Zinsschraube dreht.

Die Wahrscheinlichkeit für irgendwelche definitiven geldpolitischen Entscheidungen liegt im niedrigen einstelligen Bereich.

 

US-Arbeitsmarkt: Zinserwartungen und Aktienmärkte vor Neubewertung

Am Freitag gibt es dann noch die Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Der Arbeitsmarkt war zuletzt robust und nährte damit das Narrativ einer weichen Landung der US-Wirtschaft.

Nach diesem Motto könnte es weitergehen. Die Omnipotenz geldpolitischer Entscheidungen des Jahres 2023 am Aktienmarkt ist passé.

Sie ist längst der Freude über starke Wachstumszahlen und Unternehmensergebnisse gewichen.

Wenn Jerome Powell allerdings die Zinssenkungserwartungen weiter nach hinten verschiebt und dann noch sehr starke Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden, könnte es zu einem spürbaren Renditeanstieg und einer Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen kommen, die auch an den zuletzt stark gestiegenen Aktienmärkten nicht spurlos vorüber gehen dürften.

 

DAX – Interaktiver Chart

 

Themen im Artikel

Infos über CMC Markets

  • Forex Broker
  • CFD Broker
  • Krypto Broker
CMC Markets:

CMC Markets bietet Tradern CFDs auf über 12.000 Basiswerte an. Neben Devisen, Indizes, ETFs, Rohstoffen, Kryptowährungen und Staatsanleihen können bei CMC Markets auch über 10.000 Aktien als CFDs gehandelt werden. Neben der eigenen NextGeneration Handelsplattform werden auch eine TradingApp so...

Disclaimer & Risikohinweis

72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Dynamic Portfolio Swaps (DPS) sind komplexe Instrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Diese Produkte eignen sich nicht für alle Anleger. Investieren Sie nur Gelder, die Sie verlieren können und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten.

CMC Markets News

Weitere Trading News