DE30: Bundesfinanzministerium erwägt Steuererleichterungen im Bereich F&E

XTBDie europäischen Anleger starteten den letzten Handelstag der Woche mit gemischter Stimmung. Die meisten Blue-Chip-Indizes aus Westeuropa verzeichneten in den ersten Minuten nach der Eröffnung leichte Rückgänge, während im östlichen Teil des Kontinents die Bullen dominierten.

Polnische Aktien legten am meisten zu, während belgische Aktien am meisten zurückblieben.

Der Einbruch der Lagerbestände kompensierte die Beiträge der privaten und öffentlichen Ausgaben und Investitionen. Der Nettoexport hatte keinen Einfluss auf das endgültige BIP für das vierte Quartal 2018. Quelle: Macrobond, XTB Research

 


 

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte heute um 8:00 Uhr die revidierten BIP-Daten. Obwohl Revisionen selten größere Abweichungen von den vorläufigen Messwerten aufweisen, lohnt es sich diese zu beobachten, da sie in der Regel wesentlich detailliertere Daten liefern. Die deutsche Wirtschaft blieb im letzten Quartal 2018 unverändert, da das BIP-Wachstum auf Quartalsbasis bei 0% lag.

Der private Konsum stieg im vierten Quartal 2018 um 0,2% im Quartalsvergleich, während die öffentlichen Ausgaben und Investitionen bei 1,6% bzw. 0,9% lagen. Allerdings könnte man sich fragen, warum das BIP-Wachstum trotz dieser recht robusten Steigerungen bei 0% lag. Als Grund wäre ein deutlicher Rückgang der Lagerbestände zu nennen.

Der private Konsum trug 0,1 Prozentpunkte zum Wachstum in Deutschland bei, während die Investitionen und die Staatsausgaben um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte zulegten. Der Einbruch der Lagerbestände war jedoch groß genug, um alle oben genannten Beiträge auszugleichen.

Die Nettoexporte trugen im letzten Quartal 2018 überhaupt nicht zum BIP bei (Importe und Exporte hatten einen Netto-Null-Effekt auf das BIP). Während die Erholung in der größten Volkswirtschaft Europas mehr als erwünscht ist, bleiben die Aussichten angesichts der jüngsten pessimistischen Umfragedaten eher schwach.

Erst vor wenigen Minuten wurde der ifo-Geschäftsklimaindex für Februar veröffentlicht, der mit 98,5 Punkten unter den Erwartungen.

 

Trotz der gestrigen schwachen Performance bewegte sich der DE30 heute nach oben. Der deutsche Leitindex könnte einen Test der 11.440 Punkte-Marke in Betracht ziehen, bei dem das 38,2% Fibo-Niveau der zu Beginn des Vorjahres begonnenen Abwärtsbewegung zu finden ist. Quelle: xStation 5

 


 

Die deutschen Behörden könnten versuchen, das Wachstum durch einen unternehmensfreundlichen Ansatz zu stimulieren. Laut einem Bericht von Reuters plant das Bundesfinanzministerium Steuervergünstigungen für inländische Unternehmen in Höhe von bis zu 1,5 Mrd. EUR jährlich. Steuererleichterungen würden kleine und mittlere Unternehmen betreffen und dazu dienen, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu erhöhen.

Die deutschen Beamten weigerten sich jedoch, sich zu der Angelegenheit zu äußern, da noch immer Gespräche zwischen den Ministerien geführt werden.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: +0,29%
– FTSE 100 (UK100): +0,25%
– CAC 40 (FRA40): +0,25%
– IBEX (SPA35): +0,28%
– FTSE MIB (ITA40): +0,36%

 

Wirecard setzt seine Erholung fort, da der CEO sagt, dass es keinen Grund zur Sorge um das Geschäft gibt. Quelle: Bloomberg

 


 

Unternehmensnachrichten
Überraschend ist, dass Fresenius (FRE.DE / WKN: 578560) heute zu den schwächsten DE30-Werten gehört. Das Unternehmen gab bekannt, dass es den Richter des “Delaware Chancery Court” um die Genehmigung bat, von Akorn (AKRX.US / ISIN: US0097281069) eine Entschädigung für die gescheiterte Fusion zu verlangen. Fresenius sagte, wenn es nicht um Akorns falsche Darstellung ginge, würde es nie ein Interesse an der Übernahme bekunden. Das deutsche Unternehmen will bis zu 100 Mio. USD für die fallbezogenen Kosten zurückfordern. Der Wille, für seine Rechte zu kämpfen, sollte als positiver Faktor für den Aktienkurs angesehen werden, heute ist jedoch eher eine entgegengesetzte Bewegung zu beobachten.

Markus Braun, Vorstandsvorsitzender von Wirecard (WDI.DE / WKN: 747206), sagte, dass sein Unternehmen weiterhin über ein starkes operatives Geschäft verfügt und dass die aktuellen Turbulenzen an den Aktienmärkten daran nichts geändert haben. Die Führungskraft sagte auch, dass sein Unternehmen prüfen werde, ob es eine rechtliche Maßnahme gegen die Financial Times einleiten soll oder nicht.

Laut Braun deuten die Berichte der Financial Times auf einen großen Bilanzskandal bei Wirecard hin, was zu einem potenziellen Umsatzrückgang von 6,9 Mio. EUR führen könnte.

Dieser Wert entspricht etwa 0,35% des Jahresumsatzes des Unternehmens.

Infineon (IFX.DE / WKN: 623100) gehört heute im DE30 zu den Outperformern. Das Unternehmen wird nun auch  von der US-Investmentbank Cowen beobachtet, die der Aktie eine “Outperform”-Empfehlung gab. Das einjährige Kursziel wurde auf 26 EUR festgelegt, was einem Anstieg von 32% gegenüber dem gestrigen Schlusskurs entspricht.

 


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