DE30: Deutsche Autoverkäufe überraschen im Mai

XTBDer Beginn der europäischen Sitzung am Dienstag war gemischt, wobei Aktien aus Deutschland rückläufig waren und Aktien aus den Niederlanden und Italien die Gewinne anführten. Die Anleger sind vorsichtig, da sie auf Meldungen der wichtigsten Zentralbanken der Welt, insbesondere der Fed, warten (Zinsentscheid wird morgen um 20:00 Uhr bekannt gegeben). Tech-Aktien fallen am stärksten, während Bergbauunternehmen zu den wenigen Sektoren gehören, die Zuwächse verbuchen.

 

Der DE30 erlebte zu Beginn der Sitzung am Dienstag einen beunruhigenden Rückgang und testete die 12.000 Punkte-Marke. Dennoch machte der deutsche Leitindex später eine scharfe Umkehrung und glich die gesamten Verlust wieder aus. Der DE30 notiert leicht unterhalb der 33-Tage-Linie (grüne Linie) und bei weiterem Aufwärtsmomentum wäre ein Durchbruch nicht auszuschließen. In solch einem Szenario wird die nächste zu beobachtende Unterstützungszone durch die lokalen Höchststände der Vorwoche (12.180 bis 12.200 Punkte) markiert. Quelle: xStation 5

 


ERSTMALS SEIT NEUN MONATEN STEIGEN DIE EUROPÄISCHEN AUTOVERKAUFSZAHLEN
Der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) veröffentlichte heute die Autoverkaufszahlen für Mai und diese zeigten eine überraschende Verbesserung. Die europäischen Automobilverkäufe erreichten im Mai 1,44 Mio. Autos, was einem Anstieg von 0,04% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg mag unbedeutend erscheinen, ist aber angesichts der jüngsten Daten tatsächlich signifikant. Die europäischen Autoverkäufe zeigten nämlich in den letzten drei Quartalen Rückgänge, und der Bericht für Mai ist der erste seit neun Monaten, der eine Verbesserung zeigt.

Großbritannien erlebte einen weiteren Einbruch (-4,6% im Jahresvergleich), da der Brexit die Verbraucher weiterhin von größeren Käufen abhielt.

Auf Europas größtem Automobilmarkt – Deutschland – stieg der Absatz jedoch um 9,1% gegenüber dem Vorjahr. Anreize der Automobilhersteller für den Wechsel von älteren Dieselfahrzeugen auf “saubere” Modelle sollen dort eine große Rolle gespielt haben. BMW (BMW.DE / WKN: 519000) gehörte zu den Unternehmen, die die größten Zuwächse erzielten, da der Umsatz im Vormonat um 8% im Jahresvergleich anstieg.

DE30-Übersicht um 9:52 Uhr. Infineon fällt aufgrund der Eigenkapitalfinanzierung der Cypress-Akquisition, während die Deutsche Lufthansa unter einer Herabstufung leidet. Quelle: xStation 5

 


 

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Infineon (IFX.US / WKN: 623100) gab bekannt, dass es eine beschleunigte Kapitalerhöhung durchgeführt und 1,545 Mrd. EUR aufgenommen hat. Das Kapital wird zur Finanzierung der kürzlich angekündigten Akquisition von Cypress Semiconductor (CY.US / ISIN: US2328061096) verwendet. Die Mittel wurden durch den Aktienverkauf beschafft, und die damit einhergehende Zinsverwässerung könnte der Grund für den heutigen Ausverkauf von Infineon sein.

Airbus (AIR.DE oder AIR.FR / ISIN: NL0000235190) und Air Lease haben gestern eine Absichtserklärung für insgesamt 100 Airbus-Jets unterzeichnet. Dies ist jedoch nicht das Ende der Großaufträge für Airbus-Flugzeuge, die während der diesjährigen „Paris Air Show” erteilt wurden. Bloomberg berichtete, dass American Airlines (AAL.US / ISIN: US02376R1023), die größte US-Fluggesellschaft, bis zu 50 Airbus A321XLR-Jets bestellen könnte. Der europäische Flugzeugbauer erreichte gestern ein neues Allzeithoch und weitere Ankündigungen könnten den Aktienkurs weiter stützen.

Die Aktionäre von Versum Materials stimmten der geplanten Fusion des Unternehmens mit Merck (MRK.DE / WKN: 659990) zu. Der Abschluss des Deals wird für die zweite Jahreshälfte 2019 erwartet. Es steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung.

Die Deutsche Lufthansa (LHA.DE / WKN: 823212) gehört heute zu den größten Nachzüglern des DE30. Die Fluggesellschaft erhielt eine Herabstufung durch die Société Générale. Die Bank senkte die Empfehlung für die Aktie von “Kaufen” auf “Halten”. Auch das Kursziel wurde von 28 EUR auf 17 EUR nach unten angepasst.

 


 

Nach einem schlechten Start in das zweite Quartal 2019 gelang es Merck sich von der Unterstützungszone um die 85,50 EUR zu erholen. Eine Aufwärtsbewegung brachte die Aktie auf das 38,2% Fibo-Niveau des Einbruchs von April bis Mai. Man beachte, dass sich im selben Bereich die Widerstandszone befindet, die im vergangenen Jahr mehrmals getestet wurde. Die 50- und 200-Tage-Linien stehen wiederum kurz vor einem „Death Cross” (oranger Kreis) – ein Muster, das theoretisch mit Rückgängen einhergeht. Quelle: xStation 5

 

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