DE30: Energieversorger profitieren von Quartalsberichten

XTBNach Rückgängen an der Wall Street und in Asien eröffneten am Mittwoch die wichtigsten europäischen Aktienindizes tiefer. In den ersten Handelsminuten verzeichneten die italienischen und belgischen Aktien die stärksten Rückgänge, während Aktien aus Polen und Russland am widerstandsfähigsten waren. Reiseveranstalter und Automobilhersteller waren die einzigen Branchengruppen des STOXX Europe 600, die heute höher eröffneten. Bergbauunternehmen und Raffinerien wiesen wiederum die schwächste Performance auf. 

Am deutschen Aktienmarkt verschlechtert sich die Stimmung, da der DE30 bisher kein höheres Hoch ausbilden konnte. Ein Unterschreiten der 11.050 Punkte würde wiederum die Abwärtsstruktur aufrechterhalten. In solch einem Szenario wäre ein Rückgang nahe des 78,6% Fibo-Retracements (10.800 Punkte) möglich, dort ist nämlich die obere Grenze der Konsolidierung ab dem zweiten Halbjahr 2016 zu finden. Quelle: xStation 5


Bloomberg veröffentlichte einen erfreulichen Bericht für die europäische und globale Automobilindustrie. Die Nachrichtenagentur berichtete, dass die USA derzeit über das Fortfahren beim Thema Autozölle nachdenke. Washington soll diese nämlich vorerst auf Eis legen, da einige Spitzenbeamte nationale Sicherheitsfragen prüfen, die die Grundlage für die geplanten Strafzölle waren. US-Handelsminister Wilbur Ross hat bis Februar Zeit, dem US-Präsidenten Donald Trump seine Ergebnisse in dieser Angelegenheit zu präsentieren.

Sobald er das getan hat, wird Trump 90 Tage Zeit haben, um zu entscheiden, ob die Zollpolitik für Autos fortgesetzt werden soll oder nicht. Die Idee dahinter: Die Ankurbelung der heimischen Automobilindustrie, denn die Lieferketten der US-Autohersteller sind über die ganze Welt verteilt.

Die Erhebung von Zöllen würde diese Ketten daher erheblich verzerren.

Allerdings werden dadurch nicht nur ausländische, sondern auch US-Autos teurer, was letztendlich hauptsächlich den Kunden schadet.

Während die Europäische Union mit Italien eine schwere Zeit durchmacht, scheint sich ein anderes Land erholen zu können: Die griechische Regierung hat der EU-Kommission zwei mögliche Haushaltsentwürfe für 2019 vorgelegt – mit und ohne Rentenkürzungen. Da Griechenland in beiden Versionen einen erheblichen Haushaltsüberschuss prognostiziert, haben die deutschen Behörden angekündigt, dass sie sich nicht für die Kürzung der Rentenzahlungen aussprechen werden, zumindest wenn die EU-Kommission die im Vorschlagsentwurf enthaltenen Schätzungen bestätigt.

Ein solches Ergebnis (Vermeidung von Rentenkürzungen) wäre für die griechische Regierungspartei Syriza mehr als wünschenswert, da ihr dies vor den Parlamentswahlen im nächsten Jahr helfen könnte. Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass Syriza, die Partei von Ministerpräsident Alexis Tsipras, bei den Umfragen gegen die Neue Demokratie (“Nea Dimokratia”, größte Oppositionspartei) verliert.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: -1,36%
– FTSE 100 (UK100): -1,04%
– CAC 40 (FRA40): -1,44%
– IBEX (SPA35): -1,16%
– FTSE MIB (ITA40): -1,89%


Wirecard bricht trotz eines optimistischen Quartalsberichts und angehobener Gewinnprognose ein. Quelle: Bloomberg

 

Unternehmensnachrichten
Die Deutsche Lufthansa (LHA.DE / WKN: 823212) ist am Mittwochmorgen der stärkste DE30-Titel. Das Unternehmen wurde durch Kepler Cheuvreux von “Reduce” auf “Hold” aufgestuft. Das 12-Monats-Kursziel liegt bei 19,30 EUR und damit 5,4 % unter dem Schlusskurs vom Dienstag.

Merck KGaA (MRK.DE / WKN: 659990) ist heute Morgen einer der schwächsten deutschen Blue Chips. Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose für 2018 angepasst. Merck erwartet nun ein EBITDA von 3,7 Mrd. EUR. Hauptgrund für die reduzierte Prognose sind die Abwertungen der südamerikanischen Währungen. Das Unternehmen verkauft seine Medikamente und Chemikalien an Pharmaunternehmen in der Region und ist daher einem erheblichen Wechselkursrisiko ausgesetzt.

E.ON (EOAN.DE / WKN: ENAG99) und RWE (RWE.DE / WKN: 703712), die zwei größten deutschen Energieversorger, gehören heute zu den führenden DE30-Titeln. Der Grund dafür ist jedoch nicht branchenspezifisch, sondern unternehmensspezifisch: Beide Unternehmen veröffentlichten heute ihre Ergebnisberichte. In beiden Fällen erhielten Anleger anständige Umsatzkennzahlen. Auch E.ON konnte die Schätzung für den Gewinn je Aktie von 0,03 € übertreffen und einen Gewinn von 0,072 € erzielen. RWE verzeichnete wiederum einen Verlust von 0,062 € je Aktie.

Ein weiteres Unternehmen, das heute seinen Quartalsbericht veröffentlichte, ist Wirecard (WDI.DE / WKN: 747206). Das Ergebnis des Unternehmens entsprach den Markterwartungen, wobei die meisten Gewinnkennzahlen leicht positiv überraschten. Darüber hinaus hob Wirecard seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an und begründete dies mit dem starken Wachstum des digitalen Zahlungsverkehrs. Dennoch haben sich die Investoren heute dazu entschlossen, die Aktien des Unternehmens zu verkaufen, und im Gegenzug beobachten wir einen starken Rückgang des Aktienkurses.

 

Nachdem Wirecard in den ersten acht Monaten des Jahres von 93,07 EUR auf 198,80 EUR anstieg, begann sich die Kursentwicklung zu verschlechtern. Mit dem heutigen starken Rückgang brach die Aktie unter ihr letztes relevantes Unterstützungsniveau ein, das durch das 78,6% Fibo-Retracement des Ende Juni begonnenen Aufwärtsimpulses gekennzeichnet war. Die 200-Tage-Linie (violette Linie) könnte die nächste zu beobachtende Unterstützung sein. Quelle: xStation 5

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