DE30: Rendite-Suchende drücken Anleihespreads in Europa nach unten

XTB: Der Start des Handels am Dienstag war in Europa nicht positiv, da die Anleger die jüngsten Äußerungen des Irans verarbeiten, nachdem die USA am Montag erneut Sanktionen verhängten. Obwohl diese Sanktionen persönlich sind – betreffen Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie andere iranische Spitzenbeamte – werden sie sich wahrscheinlich nur geringfügig auf die Wirtschaft auswirken, was jedoch zu einer Verschärfung des anhaltenden geopolitischen Konflikts zwischen den beiden Ländern führen könnte.

Die Märkte reagierten folgendermaßen:
Aktien in Asien fielen, der Goldpreis stieg und die Staatsanleihen legten zu. Der Trend der heutigen Asien-Sitzung ist auch in Europa zu beobachten, wo die wichtigsten Indizes um rund 0,3% nachgaben.

 

In der Eurozone hat seit Jahresbeginn eine deutliche Verdichtung der Risikoprämie stattgefunden. Quelle: Bloomberg

 


 

Die gestiegene Nachfrage nach weniger risikoreichen Anlagen spiegelt sich auch in dem neuen Tiefststand der deutschen 10-jährigen Anleiherendite wider, die unter -0,33% gefallen ist. Erwähnenswert ist, dass seit Anfang des Jahres eine deutliche Verdichtung der Renditedifferenzen von Anleihen (sog. „Spreads”) in Relation zu deutschen Bundesanleihen beobachtet werden kann (siehe Grafik, gelbes Rechteck stellt Vergleich der aktuellen Spreads mit dem durchschnittlichen Spread seit Anfang 2019 dar).

Man kann feststellen, dass sich nur die Spreads in Finnland und den Niederlanden nicht verringert haben, wobei der Unterschied nicht besonders relevant ist. Wichtig für die Zukunft könnte sein, dass einige südeuropäische Länder, wie Griechenland, Portugal oder Italien, trotz ihrer überhöhten Verschuldung einen deutlichen Rückgang der Risikokosten zu verzeichnen haben (denken Sie daran, dass Italien Anfang des Jahres mit einem Überschuldungsverfahren konfrontiert wurde).

Die oben genannte Verdichtung bedeutet, dass Anleger trotz der dortigen Risiken Anleihen italienischer oder griechischer Regierungen gekauft haben.

Der Grund für ein solches Verhalten ist einfach:
Die Jagd nach Renditen im Umfeld unerbittlich drückender Renditen in den wichtigsten europäischen Ländern.

 

Der DE30 handelt immer noch über der Schlüsselunterstützung von 12.200 Punkten, sodass die Käufer unter diesem Gesichtspunkt noch nicht zum Scheitern verurteilt zu sein scheinen. Die Bewegung unterhalb dieser Linie könnte jedoch der Beginn eines tieferen Pullbacks bis hin zu den Werten nahe der 11.600 Punkte-Marke sein. Quelle: xStation 5

 


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Betrachtet man die DE30-Übersicht, so kann man eine weit verbreitete Underperformance der Aktien feststellen. Eine interessante Nachricht betrifft Volkswagen, das sich auf den Börsengang seiner Lkw-Sparte Traton vorbereitet.

Jürgen Pieper, Analyst des Bankhauses Metzler, sagte nämlich, dass die Bewertung von VW auf Basis der Summe aller Teile mehr als doppelt so hoch sein könnte.

Unter der Annahme einer stetigen Steigerung des Geschäfts hat Pieper das Kursziel für den Automobilhersteller auf 250 EUR festgelegt, was eine atemberaubende Steigerung von 70% entspricht.

Die Mehrheit der DE30-Titel werden im frühen europäischen Handel am Dienstag tiefer gehandelt. Quelle: Bloomberg

 

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