Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus, und die weltweiten Aktienmärkte leiden

Als Donald Trump im April letzten Jahres seine „Liberation Day“-Zölle ankündigte, befürchteten viele Marktteilnehmer, dass eine zweite Amtszeit Trumps verheerende Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben könnte. Nach einem anfänglichen Rückgang folgte jedoch eine Phase stetigen Wachstums, da mit mehreren wichtigen Handelspartnern für die USA vorteilhafte Vereinbarungen getroffen wurden.

Zwischen dem Tiefstand Anfang April und Ende 2025 legten die beiden großen Indizes Nasdaq 100 und S&P 500 um durchschnittlich 35% zu und erzielten damit eine stattliche Jahresrendite von über 20%. Zu Beginn des Jahres 2026 startete das Weiße Haus jedoch eine Initiative zu militärisch erzwungenen Regimewechseln, zunächst in Venezuela und nun im Iran.

Die Absetzung unkooperativer Staatschefs in diesen beiden wichtigen Ölförderländern würde theoretisch dazu beitragen, den Status der USA als Weltmacht zu festigen, doch in der Praxis ging dies kurzfristig zu Lasten der heimischen Aktienmärkte. Zum Ende des ersten Quartals 2026 haben US-Aktien seit Jahresbeginn rund 1% verloren, was sich zweifellos auf das Anlegervertrauen für den Rest des Jahres auswirken wird.

Weitere Folgen der Konflikte, die die Auswirkungen wahrscheinlich noch verschärfen werden, sind steigende Ölpreise und mögliche Inflationsrisiken, die eine umfassende Intervention der Zentralbanken verhindern.

Aber wie werden sich diese Faktoren in der Realität auf US-Aktien auswirken, und gibt es eine Alternative zu Gold oder Bargeld?

 

War Bucks

Der Krieg der USA gegen den Iran und die allgemeine Krise im Nahen Osten haben sich als Katalysator für den Abschwung an den Aktienmärkten herausgestellt. Der rapide steigende Ölpreis und die globale Unsicherheit, die durch diese plötzliche Eskalation eines ursprünglich regionalen Konflikts ausgelöst wurden, werden sich sicherlich auf die Produktivität und die allgemeine Stimmung in der Wirtschaft auswirken.

Da der Ölpreis diese Woche kurzzeitig 119 Dollar erreichte, bevor er sich schließlich bei etwa 100 Dollar pro Barrel einpendelte, sind die Kosten für die Unternehmen nicht nur viel höher als zuvor, sondern auch äußerst unvorhersehbar. Nach Angaben des Prognosemarktes Kalshi stieg die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in diesem Jahr am Montagmorgen auf bis zu 35%, gegenüber etwa 20% Anfang Februar.

 

Brent Öl Chart

 

Da eine Lösung derzeit nicht in Sicht ist, wächst mit jedem Tag das Risiko eines anhaltenden Bärenmarktes, in dem US-Aktien um 20% oder mehr fallen könnten. Ein solcher Markteinbruch würde wahrscheinlich die Ausgabebereitschaft selbst wohlhabenderer Haushalte dämpfen, was ohne starke Interventionen das verfügbare Einkommen für Aktieninvestitionen verringern und den Bärenmarkt verlängern würde.

Die Fed unter ihrem neuen, Trump-freundlichen Chef Kevin Warsh dürfte jedoch Maßnahmen zur Abmilderung ergreifen. Es ist kein Geheimnis, dass Warsh ausgewählt wurde, um die Zinssenkungen durchzuführen, die Trump seit einiger Zeit von Powell forderte. Der Preisdruck stabilisierte sich im Februar wie vorhergesagt bei 2,4%, was Zinssenkungen im April oder Mai ermöglichen würde.

Der Krieg mit dem Iran und steigende Ölpreise könnten diesen Trend jedoch im März umkehren und Warsh je nach Ausmaß des Anstiegs in seinen Maßnahmen einschränken.

Weitere wichtige Daten, die es zu beobachten gilt, sind die Beschäftigungszahlen und der PMI, da diese Kennzahlen Aufschluss über das Ausmaß der Stimulierungsmaßnahmen geben, die die Fed ergreifen kann.

Kurz gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass die USA einen schweren, lang anhaltenden Abschwung erleben werden, aber je nach Schwere der Krise und der Reaktion darauf könnten wir ein Jahr mit negativen oder nur geringen Renditen erleben.

 

Blick nach Osten

Während der US-Aktienmarkt mit erheblichem Gegenwind zu kämpfen hatte und die Indizes Nasdaq und S&P500 erhebliche Verluste verzeichneten, zeigt sich das globale Bild differenzierter. Mehrere vielversprechende Schwellenländer haben sich angesichts der jüngsten geopolitischen Turbulenzen als widerstandsfähiger erwiesen.

Insbesondere chinesische Aktien haben die Krise seit Beginn des Konflikts besser überstanden als ihre internationalen Pendants, wobei der CSI300 Index nur 0,1% verloren hat. Angesichts der starken Abhängigkeit Chinas von Energieimporten ist dies eine überraschend verhaltene Reaktion.

Diese relative Stabilität lässt sich zum Teil auf Chinas konzertierte Bemühungen der letzten Jahre zurückführen, die Energiewende voranzutreiben und die Einführung von Elektrofahrzeugen zu fördern. Diese strategischen Initiativen haben dazu beigetragen, die Wirtschaft vor den vollen Auswirkungen steigender Kraftstoffkosten zu schützen.

Darüber hinaus hat sich der Yuan gegenüber dem US-Dollar stabil gehalten, und die Renditen von Staatsanleihen sind weitgehend unverändert geblieben, was die finanzielle Widerstandsfähigkeit Chinas weiter gestärkt hat.

In anderen Teilen Asiens ist das Bild gemischter: Japan, Südkorea und Indien verzeichnen Rückgänge zwischen 5% und 10%. Die Kombination aus niedrigen aktuellen Bewertungen, die deutlich unter dem Niveau der Pandemiezeit liegen, und einer soliden Dynamik, mit einem Anstieg des CSI300- und des China A50-Index um 20% bzw. 10% in den letzten 12 Monaten, bietet Anlegern jedoch interessante Chancen.

Technologiegiganten wie Alibaba und Tencent werden mit einem KGV von unter 20 gehandelt und bieten attraktive langfristige Wachstumsaussichten. Unternehmen wie Haier Smart Home und Midea bieten hingegen faire Bewertungen in Verbindung mit Dividendenrenditen von über 5%.

Angesichts der turbulenten Zeiten, in denen sich die Weltwirtschaft befindet, unterstreicht die unterschiedliche Entwicklung der internationalen Märkte, wie wichtig es ist, bei Anlagestrategien einen differenzierten, geografisch diversifizierten Ansatz zu verfolgen.

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