E.ON – Dividende unverändert bei 0,50 Euro, Rendite von 5,6%

Ayondo Markets: E.ON: 2016 soll die Wende bringen

Leidensfähig müssen die Aktionäre von E.ON bereits seit vielen Jahren sein: Während der Trend beim DAX seit 2009 klar nach oben zeigt, taumelt die Aktie des Düsseldorfer Energiekonzerns beständig abwärts. Gut 80 Prozent Verlust seit dem Rekordhoch von Anfang 2008 bei 51 Euro stehen in der Bilanz. Kürzlich meldete der Konzern für die ersten neun Monate einen Rekordverlust von 6,1 Mrd. Euro, im Gesamtjahr 2014 waren es 3,2 Mrd. Euro. Ein Ende der Talfahrt scheint nicht in Sicht.
 

Doch es gibt auch Licht am Ende des Tunnels. Anfang 2016 werden die Kohle- und Gaskraftwerke sowie der Energiehandel in die neue Gesellschaft Uniper abgespalten. Bei E.ON bleiben die Strom- und Gasnetze, das Ökostromgeschäft und auch die Atomkraftwerke. Mit der Trennung in „alte“ und „neue“ Energie sollen die Potenziale der beiden Bereiche besser ausgeschöpft werden. Den Planungen zufolge wird Uniper im Herbst 2016 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gehen, E.ON-Aktionäre erhalten dann neue Anteilsscheine.

Ob mit der wohl größten Aufspaltung in der deutschen Wirtschaftsgeschichte auch tatsächlich der Turnaround bei E.ON gelingen wird, ist eine Glaubensfrage. Bekannte Belastungsfaktoren wie die niedrigen Strompreise werden vorerst weiter die operative Entwicklung belasten. Hinzu kommen hohe Wertberichtigungen, zuletzt wurden Abschreibungen von 8,3 Mrd. Euro vorgenommen.

Trotz der enormen Herausforderungen bleibt die Dividende unverändert bei 0,50 Euro, was zu einer Rendite von 5,6 Prozent führt.

Damit bietet die Aktie die höchste Verzinsung unter den 30 Blue Chips. Allerdings ist dies nur ein schwacher Trost, wenn der Wert wie in den vergangenen elf Monaten um 35 Prozent abstürzt. Günstig erscheint die Aktie hingegen aufgrund der Bewertung. So liegt das 2016er-KGV von 10,7 deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Für das laufende Jahr liegen die Konsensschätzungen bei einem Gewinn je Aktie von 0,85 Euro, im vergangenen Jahr waren es 0,84 Euro. Für 2016 rechnen Analysten mit 0,75 Euro, in zwei Jahren sollte es wieder aufwärts gehen. Eine allmähliche Stabilisierung ist somit in Sicht.
 

Gleiches gilt für die technischen Perspektiven der Aktie. Der Kurssturz im Spätsommer erfolgte unter hohen Umsätzen – ein klassischer Ausverkauf. Anschließend kam es zu einer Erholung. Die vorläufige Range verläuft zwischen 8,60 Euro bis 10,30 Euro. Vorerst dürfte die Aktie in der Spanne laufen, erst bei einem Ausbruch kommt wieder neue Fantasie auf. Auf der Unterseite wäre mit einem Test des Jahrestiefs um sieben Euro zu rechnen, nach oben besteht Luft von rund 15 Prozent bis 11,80 Euro.
 

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von Feingold Research für Ayondo Markets

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