EUR/USD: Auf und Ab des Dollar

Zu Beginn der Woche scheiterte der Euro bei seinem erneuten Anlauf die psychologisch wichtige 1,50er Marke zu knacken und ging sogar erst bis unter 1,49US-$ zurück. Am Dienstag konnte der Euro dann wieder zu legen.

Nachdem zuerst der Fed-Vertreter Bullard sich für eine weiter expansive Geldpolitik stark gemacht hatte, wurde am späten Abend das Sitzungsprotokoll der letzten Fed-Sitzung im November veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass die Fed zwar mit einer deutlichen Verbesserung des Wirtschaftswachstums rechnet, aber gleichzeitig eher pessimistisch für den Arbeitsmarkt in den USA bleibt. So rechnet die Fed für 2010 trotz eines Wirtschaftswachstums von 2,5 bis 3,5 Prozent mit einer weiterhin hohen Arbeitslosenquote knapp unter 10%. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote mit 10,2% auf einem 26-Jahreshoch. Die Aussichten gaben dem Euro weiteren Auftrieb, da ein schwacher Arbeitsmarkt den Druck eine restriktivere Geldpolitik zu betreiben vermindert. In der nächsten Woche werden die Daten über die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes im November weiteren Aufschluss über das weitere Vorgehen der Fed geben. Wenngleich die Chancen, eine plötzlichen Kursänderung der Fed als äußerst gering einzuschätzen sind.

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Am Mittwoch konnte der Euro den Schwung des Vortages nutzen und stieg weiter Richtung 1,51US-$. Daneben zeigte sich, dass auch in Deutschland, stellvertretend für die gesamte Eurozone, eine Konjunkturerholung zu verzeichnen ist. Das deutsche BIP stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent und damit so stark wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Während in Amerika aufgrund des Feiertags am Donnerstag nicht gehandelt wurde, konnte der Dollar einen Teil seiner Verluste vom Vortag wieder wettmachen.

Wie könnte es im EUR/USD weiter gehen?

Der Euro setzt seinen im März gestarteten Aufwärtstrend weiter fort. Nachdem der Euro Ende Oktober auf seinem Weg nach oben eine kurze Verschnaufpause einlegte, gewann die Bewegung im November wieder deutlich an Dynamik.

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet ein Euro 1,5010US-$.Klicken Sie hier, um eine grafische Darstellung zu erhalten:

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet ein Euro 1,5010US-$.

Die Aufwärtstrendlinie im 4h-Chart hat weiterhin Bestand und diente dem Euro am vergangenen Freitag sogar als Unterstützung. Aktuell verläuft die Linie im Bereich 1,4920. Weitere Unterstützungen erhält der Kurs im Bereich von 1,5000US-$ und kann darunter bei 1,4960US-$. Schließt der Euro unterhalb der Aufwärtstrendlinie, gilt der Aufwärtstrend zumindest kurzfristig als gebrochen. Auf dem Weg nach oben erwartet den Euro zunächst Widerstand bei 1,5040. Erst im Bereich um 1,5375US-$ liegt der nächste markante Widerstand.

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Der RSI notiert mit einem Wert von 50,64 im neutralen Bereich.

Der MACD steht kurz davor ein Shortsignal zu generieren. Dies würde die gute Gesamtsituation für den Euro ein wenig eintrüben.

Auch auf Basis des 4h-Charts besteht ein intakter Aufwärtstrend. Der Dollar befindet sich derzeit in einer Erholung. EUR/USD generiert demnach folgende Fibonacci-Marken vom

Hoch vom 25.11: 0% – 1,5145 / 23,6% – 1,5065 / 38,2% – 1,5015 / 50% – 1,4980 / 61,8% – 1,4935 /100% – 1,4810.

Trader sollten diese Fibonacci-Marken im Blick behalten und beim abprallen des Kurses von diesen Marken auf eine Trendfortsetzung spekulieren. Der Stopp wäre dann knapp über diesen Marken anzusetzen.

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