EUR/USD: Der lang erwartete Ausbruch

Admiral MarketsIn der letzten Woche konnte der EUR/USD den Ausbruch aus der wochenlangen Seitwärtsphase erreichen. Es wird sich nun zeigen, wie die zukünftige Entwicklung weitergeht, vor allem im Rahmen des Handelsstreits zwischen den USA und China. US-Präsident Trump hält weiter drohend Strafzölle auf europäischen Stahl und Autos in der Hand und wird diese Karte möglicherweise bald spielen.

Technischen Analyse
Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2214 und damit unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR gab zunächst etwas nach und rutschte bis in den Bereich der 1,2160. Von hier aus konnte er sich im Frühhandel am Donnerstagmorgen bis zum Nachmittag wieder etwas erholen.

Im Rahmen der EZB PK ging es fast bis an das Hoch am Mittwochmorgen. Diese Bewegung wurde im Nachgang aber wieder ab verkauft. Der EUR fiel bis in den Bereich der 1,2100 und unterschritt dieses Level dann am Freitag. Zwar gelang am Freitagnachmittag noch eine Erholung und der EUR konnte einen Wochenschluss über der 1,2100 formatieren, zu Wochenbeginn setzte sich die Schwäche aber weiter fort.

Der EUR fiel bis Dienstagnachmittag unter die 1,2000. Erst bei 1,1981 gelang die Stabilisierung und eine Art Bodenbildung. Der Rücklauf ging aber im Frühhandel nur knapp über die 1,2000.

In den letzten fünf Handelstagen setzte der EUR weiter zurück. Er war nicht in der Lage sich noch einmal über die 1,2250 zu schieben. Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag damit deutlich unter dem Level der Vorperiode. Ebenso formatierte der EUR ein Tief, das deutlich unter dem letzten Betrachtungszeitraum lag.

Der EUR rutschte erstmals seit Mitte Januar wieder unter die 1,200. Die Range lag auf dem Level der Vorperiode aber über dem Jahresdurchschnitt.

Der EUR hat sich in den letzten fünf Handelstagen nicht über die 1,2200 schieben können und hat damit nicht die Anlaufziele auf der Oberseite erreicht. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,2018/16 noch unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 1,2011/09. Damit hat das Setup nicht richtig gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,2218 Vorwoche 1,2396
  • Wochentief*: 1,1981 Vorwoche 1,2181
  • Wochenschluss: 1,2130 Vorwoche 1,2286
  • Wochen-Range*: 237 Pips Vorwoche 232 Pips

Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS: 1,2045/89…..1,2139/60…1,2244/84…..1,2329/74……1,2403/16….1,2505/68…..1,2651
  • EUR/USD-US: 1,1980/61….1,1881/62/18….1,1722….1,1697/36…..1,1534

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,2285 und 1,1880
  • Intraday-Marken: 1,2240 und 1,2012
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage
Der EUR hat sich in den letzten Handelstagen unter der EMA20 im 4h Chart etabliert. Er hat damit den prognostizierten Weg eingeschlagen. Zu Beginn dieser Handelswoche ist er auch wieder unter die 1,2090 gerutscht, was bärisch zu interpretieren ist. Der EUR notiert damit so tief wie Mitte Januar nicht mehr. Das Chartbild ist damit angeschlagen, ein Anlaufen der 1,2400 oder des Jahreshoch sind im Augenblick mehr als unwahrscheinlich.

Im Daily hat das Währungspaar EUR/USD am Dienstag bis unter die EMA200 (1,2010) zurückgesetzt. In diesem Bereich könnten sich die Notierungen wieder erholen. Die EMA200 (im Daily) hat der EUR das letzte Mal vor gut 12 Monaten berührt. Ein Tagesschluss unter dieser Linie würde einen Hinweis darauf geben, dass sich weitere Rücksetzer einstellen könnten.

Aufhellen würde sich das Chartbild erst bei einem Tagesschluss über der 1,2180. Solange der EUR unter diesem Level bleibt, solange besteht die Gefahr, dass er deutlicher unter die 1,2000 abrutschen könnte. Auf der and eren Seite bestehen vergleichsweise gute Chancen und Möglichkeiten, dass der EUR im Bereich der 1,1980/60 einen Boden bilden könnte. Somit steht der EUR aktuell charttechnisch an einer wichtigen Marke.

Fazit: Solange der EUR unter der 1,2180 notiert, solange besteht die Gefahr, dass sich weitere Rücksetzer einstellen könnten, die das Währungspaar auch deutlich unter die 1,1980 führen könnten. Erst über der 1,2180 auf Tagesschlussbasis bei einer Bestätigung am Folgetag würde sich das Chartbild aufhellen.

 


 

Rahmenbedingungen
Die EZB hat am Donnerstag der letzten Woche wie erwartet entschieden. Die Zinsen und das Aufkaufprogramm bleiben da wo sie sind. Die Frage ist, wie die FED jetzt am Mittwoch dieser Woche entscheiden wird. Es wird nach wie vor noch mit zwei Zinserhöhungen gerechnet. Die US BIP Daten am Freitag der letzten Handelswoche lag im Rahmen der Erwartungen, jetzt wird es darauf ankommen, wie sich die Preissteigerung entwickeln wird.

Nach wie vor ist der Handelskrieg zwischen USA und der EU nicht vom Tisch, auch wenn die Frist jetzt um einen Monat “final” verschoben wurde. Im Gespräch sind auch oder alternativ Kontingent die einen tiefen Griff in die Mottenkiste darstellen. Kontingent könnten noch einen stärken Effekt haben, da sie die Einfuhren künstlich beschränken und damit das Angebot einschränken.

Bei gleichbleibender Nachfrage könnte sich dies rasch in deutlichen Preissteigerungen niederschlagen, die der amerikanische Verbraucher zu tragen hätte. Das würde zur Inflation beitragen, die Zinsen würden erhöht, die Refinanzierung des US Staatshaushaltes würde schwieriger werden.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen
Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,2000 zu stabilisieren und festzusetzen. Schafft er dies, so könnte er dann an die 1,2010/12 bzw. an die 1,2019/21 laufen. Bereits hier könnten sich erneute Rücksetzer einstellen. Geht es über die 1,2019/21, so wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,2028/30, bei 1,2042/44, bei 1,2053/55 und dann bei 1,2061/63 zu suchen.

Bei ausgeprägter Dynamik könnte der EUR auch direkt an die 1,2068/70 bzw. an die 1,2078/80 laufen. Im Bereich der 1,2068/80 könnte der EUR Probleme bekommen weiter zu laufen. Im Zweifel benötigt er mehrere Anläufe dieses Level zu überwinden. Kann er sich über die 1,2078/80 schieben, so wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,2092/94 bzw. bei 1,2102/04 zu suchen. Auch hier könnte er sich schwer tun weiter zu laufen.

Über der 1,2102/04 kämen dann die 1,2118/20, die 1,2131/33, die 1,2143/45, die 1,2151/53 und die 1,2161/63 als Anlaufziele in Betracht. Sollte sich der EUR bis an die 1,2161/63 schieben können, so könnten sich auch in diesem Bereich Rücksetzer ausbilden, bzw. die Aufwärtsbewegung könnte hier ihr Ende finden. Geht es über die 1,2161/63, so hätte der EUR das Potential noch die 1,2176/78, die 1,2190/92, die 1,2201/03 und die 1,2213/15 zu erreichen.

Kann sich der EUR nicht über der 1,2000 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1990/88 und dann weiter an die 1,1980/78 bzw. an die 1,1967/65 gehen. Im Bereich der 1,1980/65 hat der EUR vergleichsweise gute Möglichkeiten der Stabilisierung und der Erholung. Im Zweifel benötigt er einige Zeit sich hier zu konsolidieren.

Gelingt aber keine Stabilisierung und setzt sich weitere Schwäche durch, so könnte er dann die 1,1955/53, die 1,1941/39, die 1,1928/26 und dann die 1,1915/13 anlaufen. Rutscht der EUR unter die 1,1915/13 wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1905/03, bei 1,1890/88 und dann bei 1,1880/78 zu suchen.

Auch im Bereich der 1,1888/78 bestehen vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung. Geht es unter die 1,1880/78 könnte der EUR dann die 1,1866/64, die 1,1854/52, die 1,1840/38, die 1,1826/24 und dann die 1,1811/09 anlaufen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 02.05.2018: USA – Handelsbilanz
  • 04.05.2018: USA – Arbeitslosenrate
  • 08.05.2018: EUR – Handelsbilanz DE

Weitere Währungs-Analysen:
GBP/USD: Bereit für eine Erholung?
EUR/USD: Weitere Unterstützungen überrannt
GBP/JPY: Charttechnik angeschlagen

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID”) zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge