EUR/USD: Steigende Brexit Spannungen belasten Euro

  • Die Volatilität wird von jetzt bis zum 23. Juni wahrscheinlich erhöht bleiben (und möglicherweise weiter steigen)
  • Neuste technische Entwicklungen im Vorfeld des FOMC deuten auf kurzfristiges Abwärtspotential für den EUR/USD hin
  • FX Marktvolatilität steigt im Vorfeld des UK-EU Referendums


FXCM: Der Euro war in der letzten Woche im Allgemeinen schwach und gewann nur gegen das belagerte Britische Pfund (EUR GBP Kurs +0,79%) an Boden, denn die Brexit-Spannungen nehmen weiterhin zu. Selbst vor der Juni FOMC-Sitzung wo es so aussieht, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lassen wird, gewann der US-Dollar Euro Kurs (EUR/USD -1,03%) an Boden. Eine Anzahl kürzlicher Umfragen hat gezeigt, dass "Stimmen zum Verlassen" an Momentum gewinnen. Dadurch ist die Volatilität in den Devisenmärkten gestiegen, da die Investoren den Sterling in den vergangenen zwei Wochen fallen ließen. Natürlich haben sich die Befürchtungen auf den Euro übertragen.

Der Brexit-Teil des Euros ist klar:

Es ergibt sich die Frage, wie permanent die Mitgliedschaft in der Europäischen Union wirklich ist. Wer bestimmt denn, dass, wenn die UK ihre Mitgliedschaft ändern kann, nicht auch eines der kleineren Länder wie Griechenland oder eines der wichtigen Länder wie Holland dasselbe tun kann? Die Verengung der jüngsten Umfragen zum UK-EU Referendum vor der Abstimmung am 23. Juni erhöht die Chance, dass diese Fragen beantwortet werden – und das wäre zum Nachteil des Euros.

 

Fundamentale Prognose für EUR/USD: Neutral


Es gibt guten Grund anzunehmen, dass der bevorstehende potenzielle Brexit kurzfristig der Hauptantrieb der Euroschwäche sein wird (abgesehen von der damit verbundenen Volatilität): Die Wirtschaftsdaten der Eurozone waren nicht besorgniserregend. Der Citi Economic Surprise Index für die Eurozone schloss letzte Woche mit -2,5; vor einem Monat waren es -7,4. Die Energiekosten bleiben überhöht, was später im Jahr bis Anfang nächsten Jahres der Inflation helfen sollte (obgleich es wenige entsprechende Reaktionen bei den 5-jährigen Inflation Swaps gab, die Brent Crude für mehr als zwei Jahre verfolgt haben – etwas, was man beobachten sollte).

Als Ergebnis der mehr positiven (weniger negativen?) mit einem Nicht-Brexit verknüpften Euro-zentrischen Entwicklungen sind die Märkte nicht davon überzeugt, dass die Europäische Zentralbank plant, in diesem Jahr weitere Lockerungen vorzunehmen. Die nächtlichen Index Swaps kalkulieren lediglich beim Einlagezinssatz 4,6 Basispunkte weniger bis Dezember, während 4,5 Basispunkte von dem Haupt-Refinanzierungssatz abgezogen wurden. Ähnlich hat die Datenstabilität die EONIA-Märkte dazu geführt, Zinssenkungen in Höhe von ca. 7 Basispunkten bis Dezember einzukalkulieren.

In anderen Worten bedeutet dies, dass die Overnight-Index-Märkte eine unter 40% liegende Chance für die Senkung der Einlagen- und Haupt-Refinanzierungszinsen einkalkulieren. In der Annahme, dass die jüngste Euro-Schwäche durch die Brexit Befürchtungen hervorgerufen wurden, müsste die UK eine Lösung zum "Verlassen" bieten, damit der Euro niedrig bleibt; andererseits scheinen die Marktteilnehmer bei dem Euro keine langfristige Schwäche zu sehen. Selbst wenn sich in den nächsten paar Tagen die Aufmerksamkeit auf den US-Dollar und die FOMC-Sitzung am 15. Juni sowie das Britische Pfund mit dem UK-EU-Referendum am 23. Juni richten wird, vergessen Sie den Euro nicht – er wird bestimmt im Zentrum der Kursbewegungen stehen.

 

Autor: Christopher Vecchio

 

 

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