EUR/USD: Das Brexit-Referendum wirft seine Schatten voraus – jetzt richtig positionieren!

Nach der starken Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten scheint der EURUSD-Kurs wieder etwas schwächer zu tendieren. Die stark unter den Erwartungen ausgefallenen Arbeitsmarktdaten katapultieren das Währungspaar zunächst um mehr als 2 US-Cent von 1,1130 auf 1,1360 US-Dollar je Euro nach oben. In den Folgetagen konnte das Währungspaar auf über 1,1400 US-Dollar je Euro steigen, stagniert allerdings in den letzten beiden wieder um mehr als 1 US-Cent.


Trendwende voraus
Die Reaktion auf die Daten kann als eine Anpassung an die Wahrscheinlichkeit für den baldigen Zinsschritt seitens der FED angesehen werden. Dieser ist nämlich für die nächsten beiden FED-Sitzungen noch unwahrscheinlicher geworden. Da die FED sich stark datenabhängig gibt, gehen viele Marktteilnehmer davon aus, dass die schwachen Konjunkturdaten gegen einen Zinsschritt sprechen.


Das hat Jennet Yellen allerdings in ihrer Rede am Montag nur teilweise bestätigt. Zwar sieht sie in den Non Farm Payrolls etwas Gegenwind aufkommen, weshalb sie sich nicht mehr wie vorher auf einen möglichen Zeitpunkt für den nächsten Zinsanstieg festlegt, dennoch sieht sie im Großen und Ganzen bei der Konjunkturentwicklung mehr Positives als Negatives.


Bei den Non Farm Payrolls kann es sich also auch um einen Ausreisser handeln, genaues werden die nächsten beiden Monate zeigen. Darüber hinaus fiel der JOLTS-Report entgegen den Non-Farm-Payrolls positiv aus, sowie stagnieren die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe weiterhin. Es gibt also durchaus auch Gründe an der Reaktion zu zweifeln.


US-Dollar Index stabilisiert sich
Hingegen weist der US-Dollar Index mehr Stabilität auf als, man es dem EURUSD-Kurs ansieht. Die markante und wichtige Zone bei 94. Pkt. konnte nicht nachhaltig unterschritten werden und der Kurs steigt etwas darüber. Sollte sich der US-Dollar Index in den nächsten Tagen weiterhin über der 94 Pkt.-Zone stabilisieren, so dürfte auch der EURUSD-Kurs weiter stagnieren, zumindest aber kaum mehr ansteigen.

 

Fazit: FED-Sitzung und Brexit-Referendum voraus
Nach der nicht ganz eindeutigen Aussage der FED-Chefin Yellen zu Beginn dieser Woche und nach den positiven Daten, wird man sich auf die in der nächsten Woche anstehende FED-Sitzung, den Entscheid und die anschließende Pressekonferenz fokussieren. Mit einem Zinsschritt rechnet wohl keiner mehr. Dennoch werden konkrete Aussagen wieder starke Beachtung finden.


Mit dem Brexit-Referendum in der darauffolgenden Woche stehen also zwei sehr ereignisreiche Wochen bevor

  • Kurzfristig orientierte Trader sollten sich risikobewusst in solch einem Marktumfeld verhalten.
  • Nicht zu empfehlen wären vor allem Positionierungen in den GBP-Währungspaaren.
  • Auch der EURUSD-Kurs dürfte im Falle eines Brexits sehr anfällig sein.
     

 

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