Fed-Reden und Gesundheitssystem dominieren den Freitag

ThinkMarketsDer Freitag wird hauptsächlich von verschiedenen Reden der Fed dominiert. Charles Evans von der Chicago Fed; der St Louis Fed Präsident James Bullard; und New Yorks Fed Präsident William Dudley werden zu einem späteren Zeitpunkt am Freitag ihre Reden halten. Einige halten von diesen Reden nichts als Getöse, da von jedem der beiden ein anderer Messwert und ein anderes Verständnis der Wirtschaft erwartet wird.
 

Es ist jedoch wichtig, dass man beachtet, dass der Fed Dotplot hauptsächlich auf der Anschauung der Fed Mitglieder basiert. Davon angesehen gibt es an einem Tag wie dem Freitag für gewöhnlich eine höhere Volatilität für den Dollarindex und die Märkte, speziell wenn die Sichtweisen sich widersprechen.

Es herrschen viele Zweifel, ob die Abstimmung über die Gesundheitsreform vom Senat angenommen wird. Es ist allgemein bekannt, dass Trump versprochen hat Obamacare aufzuheben und zu ersetzen, und wenn seine Mühen fehlschlagen und der Gesetzentwurf nicht akzeptiert wird, könnte ein schwerwiegendes Problem entstehen. Wie wir bereits am Donnerstag erwähnten, wird alles durch die Leistung des Gesetzentwurfes entschieden. Und zusätzlich zu seinen Schwierigkeiten, übt der russische Hacker-Skandal natürlich weiteren Druck auf Trumps Administration aus.

Im Ölmarkt wird das ausständige OPEC-Meeting am Sonntag die Preise der nächsten Woche lenken. Die OPEC hat ihren Teil erledigt, doch die US-Inventurdaten steigen nach wie vor an, was den Ölpreis im Zaum hält.

Bis jetzt gibt es keine Anzeichen über einen Nachfrageshock und einen Preisanstieg. Es ist nicht nur eine Erneuerung des aktuellen Plans der OPEC erforderlich, sondern auch weitere Produktionskürzungen. Jedoch wird jeder Preisanstieg für die US-Schieferölproduktion als Geschenk des Himmels angesehen werden, welche ihre Produktion zu Lasten der OPEC steigern wird.

Im Vereinigten Königreich haben die Vertriebserlöse Großbritanniens bestätigt, dass es positive Seiten an dem Konzept gibt, dass Konsumenten die Daten verlangsamen. Die Vertriebserlöse des Vereinigten Königreichs florierten am Donnerstag und liegen trotz der höheren Inflation deutlich vor den Erwartungen. Jedoch ist es noch zu früh um behaupten zu können, ob der Trend sich verändert hat, da die niedrigen Löhne und höhere Inflation einen negativen Einfluss haben werden.

Die höhere Inflation steigert den Druck auf die Bank von England um den Gleitpfad der Geldpolitik zu verändern, was sich stark auf den Sterling abbildet.

Ein interessanter Fakt ist, dass der Sterling seit des Brexit Votums fällt, wobei der FTSE 100 seither ansteigt. Doch dieser bestimmte Trend hat sich unlängst verändert. Der untenstehende Chart zeigt die Leistung und das Verhältnis zwischen FTSE und Sterling im Anflug auf den 29. März – dem Tag an dem Artikel 50 ausgelöst wird. Der Chart ist ab Februar 2017 genormt, und der rot-schattierte Bereich zeigt deutlich, dass der Prozentsatz der Gewinne des FTSE 100 rückläuft, während die Sterlingerholung in voller Fahrt ist.

Autor: Naeem Aslam
Die hier formulierten Gedanken und Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht zwingend die Ansicht von ThinkMarkets wider. Dieser Kommentar dient lediglich zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Jegliche Prognosen über künftige Marktentwicklungen sind indikativ. Die Entscheidung, beschriebene Techniken, Ideen und Vorschläge umzusetzen, liegt alleine im Ermessen des Lesers.

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