flatex-markets: Arbeitsverweigerung beim DAX und ein fester Euro

So langsam könnte man es ironisch als Arbeitsverweigerung bezeichnen was der DAX in den letzten Tagen liefert. Die grobe Handelsspanne reicht von 6880 bis 6980 Punkte und am Ende kommt irgendwie immer ein Stand von 6950 heraus. So auch heute früh, die vorbörsliche Indikation zeigt 6953 Punkte an. Doch eines muss man unterstreichen: Richtig nach unten will der Markt offenbar nicht, nach ein paar Verlustpunkte kommt immer wieder Nachfrage. Nun darf man gespannt sein, ob und wie schnell man die 7000 und die charttechnisch wichtige 7050-Marke sehen will.

 

Heute gibt es jedenfalls Rückenwind. So äußert sich K+S für 2012 verhalten optimistisch, die Nachfrage ist beständig gut. Spannend wird heute auf jeden Fall die Kursentwicklung bei Sky: Der Bezahlsender hat erstmals seit Jahren in einem Quartal operativ Geld verdient. Damit könnte das gesamte Geschäftsmodell doch an Tragfähigkeit gewinnen zumal die Kundenzahlen steigen. Bei den Energiekonzernen läuft es offenbar bei E.ON besser als bei RWE, bei RWE denkt man unter der Hand sogar über eine Kürzung der Dividende nach – das werden konservative Investoren nicht gerne hören. Rote Zahlen weist aufgrund des Konzernumbaus der Pharmakonzern Merck aus. Die Verluste lagen mit 60 Millionen Euro doppelt so hoch wie zuvor erwartet. Der Kupferkonzern Aurubis kann sich vor Aufträgen dagegen kaum retten. Nach starken neun Monaten erhöht man nochmals die Prognose. Operativ will man nun doch mehr verdienen als im Vorjahr, das könnte der Aktie Auftrieb geben.

 

Zu guter Letzt ein Blick in den Finanzsektor: Wie schon häufiger trotzt die Aareal Bank hier dem allgemeinen Trend, die Wiesbadener steigerten ihren Gewinn und verdienten sogar mehr als im Vorjahr. Die Erwartungen wurden getoppt, auch diese Aktie könnte fest beginnen. Fest präsentiert sich auch der Euro. Das zwar miese, aber nicht ganz miese Wachstum in Griechenland hilft ihm seit gestern, jetzt kommt die Marke von 1,24 Dollar wieder ins Visier, die übersprungen werden muss. Auffällig am Ölmarkt: Während WTI leicht schwächer in die Woche kommt, kann Brent sein hohes Niveau halten. Der Spread liegt sogar leicht über 20 Dollar jetzt. An Daten steht heute um 11 Uhr der wichtige ZEW-Konjunkturindikator an, dazu die Industrieproduktion für Juni in der Eurozone. In den USA sind es vor allem die Lagerbestände um 16 Uhr, die den Markt bewegen könnten. Im CeFDex-Sentimentindex erwarten die Investoren allerdings vermehrt fallende Kurse beim Deutschland 30 und beim  USA Top 30 mit minus 0,73.

 

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